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USA 2011
Originaltitel:Guest Room, The
Alternativtitel:Serving Up Richard
Länge:104:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Henry Olek
Buch:Jay Longshore, Henry Olek
Kamera:Bruce Alan Greene
Musik:Stephen Graziano
SFX:Doug S. Johnson
Darsteller:Ross McCall, Susan Priver, Jude Ciccolella, Brian Burke, Adam Kulbersh, Darby Stanchfield
Vertrieb:WGF / Schröder Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:21.02.2013 (Kauf)



Inhalt
Everett und Glory Hutchins leben ein ganz normales Leben in einer Mittelklasse-Nachbarschaft. Die Hutchins haben ein Gästezimmer, das sie vermieten. Es ist kein großes Geschäft, das sie hier betreiben - eher ein Hobby. Oder besser gesagt: Die Vorbereitungen, die für ein Festessen vonnöten sind. Denn Everett und Glory sind Kannibalen. Als Richard Reubens auf Everetts Anzeige antwortet und bei den Hutchins vorbeikommt, soll er die neueste Mahlzeit des ungewöhnlichen Paars werden. Doch Richard ist alles andere als ein Lamm, das sich zur Schlachtbank führen lässt. Er dreht den Spieß um ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das anamorph kodierte Bild in 1,78:1 erzielt solide Werte in puncto Schärfe und Detaildarstellung. Kontrast und Schwarzwert arbeiten ausgewogen und sorgen für eine gute Durchzeichnung. Leider wurde das Bild sichtbar nachgeschärft und die Konturen zeigen unschöne Treppeneffekte an den Kanten. Die Farben werden sehr natürlich wiedergegeben und es gibt kein Rauschen oder Bildstörungen zu bemängeln. Leider arbeit die Kompression nicht sonderlich ruhig und zeigt immer wieder Artefaktebildung auf homogenen Flächen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (nur dt.), Dolby Digital 2.0 Stereo (nur engl.)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die deutsche Tonspur wurde in 5.1 aufgespielt, während der englische Mix lediglich in Stereo vorliegt. Die deutsche Tonspur klingt nur bedingt weiträumig und die Rears bleiben weitgehend stumm bzw. werden für den Score sehr dezent eingesetzt. Eine richtige Räumlichkeit will nicht aufkommen. Zumindest die Dialoge klingen sauber und klar, wobei die deutsche Synchronfassung etwas steril und dominant aus dem Center hallt.
Der englische Stereomix klingt weniger breit, dafür aber natürlicher und bietet eine besser Abmischung zwischen Dialogen und Nebengeräuschen. Da "Das Gästezimmer" ohnehin ein sehr ruhiger und dialoglastiger Film ist, gehen beide Sprachfassungen absolut in Ordnung.
 +++/--

Extras
Extras
  • Trailer (1:51 Min.)
  • Trailershow:
    • Bloodline (1:00 Min.)
    • The Gray Man (2:25 Min.)
    • Das Chaos (2:03 Min.)
    • Der Bomber (1:13 Min.)
    • Strigoi - The Undead (1:17 Min.)
    • Bounty Hunters (1:34 Min.)
    • The Hunters (2:37 Min.)
    • Spezialeinheit Ostfront (1:16 Min.)
    • The Hunt (1:59 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Als Bonus gibt es nur den Originaltrailer und eine Trailershow mit weiteren Trailer zu Veröffentlichungen von Schröder Media.
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Fazit
Das heutige Regiedebüt wird uns präsentiert von Henry Olek, den es im zarten Alter von 71 Jahren nach zahlreichen Filmen in den Jahren 1971-1981 vor der Kamera nun im Jahr 2011 endlich hinter die Kamera zog. Doch was serviert uns Henry Olek in seinem Debüt? Einen saftigen Genre-Mix aus Kannibalen-Film und Psychothriller mit mystisch-esoterisch-wirschen Einschüben! Man mag sich fragen, was einen Mann dieses Alters antreibt, nach 30 Jahren des inaktiven Filmeschaffens (bis auf einige von ihm verfasste Drehbücher) plötzlich mit einem Beitrag dieser Thematik an die Öffentlichkeit zu treten, aber das kann wohl nur er selbst beantworten! Kammerspielartig inszeniert er einen eigentlich bekannten Plot recht innovativ und begrenzt seinen Cast auf drei Personen, die ihre Rollen überzeugend verkörpern.

Ross McCall, hier in der Rolle des Börsenmaklers Richard, ist neben Rollen in "Band of Brothers" und "Autopsy" auch in vielen TV-Serien wie zum Beispiel "Bones" oder "White Collar" zu sehen. Hier spielt er die Rolle des immer zynischer auf seine Situation reagierenden Opfers völlig überzeugend und nachvollziehbar, schafft es aber darstellerisch nicht, seinen filmischen Gegenpart Jude Ciccolella (Interner Link"24", Interner Link"Touch", Interner Link"Sin City") auszustechen. Ciccolella überzeugt in seiner Rolle als Everett Hutchins und beweist, dass er Filme wie Interner Link"Shining" oder Interner Link"Apocalypse Now" nicht nur gesehen, sondern auch die Merkmale der dortigen psychisch labilen Protagonisten studiert hat. Ihm zur Seite steht Susan Priver ("Space") als seine Frau Glory, beide sind Anhänger einer alten südamerikanischen Naturreligion, die dem Kannibalismus frönt.

Henry Olek verzichtet bewusst an vielen Stellen auf allzu brutal-explizite Gewaltexzesse, die solch eine Genre-Thematik normalerweise präsentieren würde und reichert seinen Film "Das Gästezimmer – Du bist, was Du isst ..." mit guten und glaubwürdigen Dialogen, einer gehörigen Portion Wortwitz und viel drastisch-zynischen Pointen an. Da Ganze wird getragen von einer angenehm düsteren Grundstimmung und einer oftmals überzeugenden Atmosphäre. Die DVD wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert, erscheint ungekürzt und muss leider ohne nennenswerte Extras aufwarten. Bild und Ton sind solide, wobei gerade beim Bild bestimmt etwas mehr drin gewesen wäre.



Bilder der DVD




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