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USA 2011
Originaltitel:Jean Claude Van Damme: Behind Closed Doors
Länge:355:56 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Jared Wright
Buch:-
Kamera:Jared Wright
Musik:-
SFX:-
Darsteller:Jean-Claude Van Damme, Scott Adkins, Jason Flemyng, Claude Goetz, Gladys Portugues, Bianca Bree, Kristopher Van Varenberg
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:26.09.2012 (Verleih) /



Inhalt
Fünf Monate Jean-Claude Van Damme pur, eine ungefilterte Dokumentation über das unglaubliche Leben des Martial Arts-Superstars! "Van Damme gegen den Rest der Welt" zeigt Van Damme als extreme, temperamentvolle, unberechenbare und leidenschaftliche Person: von Superstar bis abgebrannt, von Partys bis Tränen, von Training bis Drogen, von Arroganz bis herzlicher Vater.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild dieser Doku-Serie zeigt sich sehr wechselhaft, denn es schwankt stark bei der Schärfe- und Detaildarstellung. Die Farbgebung ist durchweg ordentlich und natürlich, dafür variieren Kontrast und Schwarzwert sehr stark je nach Szene und Ausleuchtung. Die Kamera verfolgt Van Damme auf Schritt und Tritt, wodurch das Bild teilweise extrem verrauscht und unscharf, dann wieder solide und angenehm, aber niemals wirklich scharf wird. Trotz allem darf der Zuschauer mit dem Ergebnis zufrieden sein. Die Kompression arbeitet weitgehend ruhig im Hintergrund.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo
SpracheEnglisch
UntertitelDeutsch
 Die Abmischung liegt im englischsprachigen Original mit deutschen Untertiteln und im Stereoton vor. Dialoge sind gut zu verstehen, dies wechselt aber je nach Szenario und Umgebung, in der sich die Protagonisten befinden. Nebengeräusche und Musik hallen natürlich aus der Stereofront und für eine Doku-Serie ist die Abmischung sehr gelungen. Die deutschen Untertitel sind Pflicht, weil das eine oder andere Wort schon einmal untergehen kann.
 +++/--

Extras
Extras-
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Leider gibt es kein Bonusmaterial.
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Fazit
"An action hero's job is never done."

Es ist bezeichnend, dass Jean-Claude Van Dammes größter Filmerfolg des letzten Jahrzehnts der semi-biographische Interner Link"JCVD" aus dem Jahr 2008 war. Dort spielte sich "The Muscles from Brussels" nicht nur selbst, sondern als Verlierer. Als Gescheiterter, dessen Tochter sich für ihn schämt und der am Ende im Gefängnis landet. Das Resultat waren Lobeshymnen, für den Film wie auch für Van Damme selbst. Schonungslos offen war er und wurde belohnt. Das schien hängengeblieben zu sein, schickt sich "Jean-Claude Van Damme: Behind Closed Doors" doch nun an, wieder das zu sein: ein schonungsloses Porträt eines Schauspielers, dessen beste Zeit lange zurück liegt. Und der seither vor allem auch mit sich selbst kämpft. In den acht Episoden der von Jason Flemyng kommentierten Serie fliegt Jean-Claude Van Damme zwischen seiner Wohnung in Vancouver, seiner Heimat Belgien, Werbeauftritten in Dubai und Hong Kong bis hin zu Filmsets in Rumänien und der Ukraine hin und her. Gelegentlich skypt er mit seiner Frau Gladys und berichtet ihr dann davon, wie viel er ihr verdankt - was er auch nicht müde wird, in Anwesenheit ihrer beiden Kinder Kristopher und Bianca zu wiederholen. Während Van Damme sich für keinen Film-Cameo zu schade ist, muss er sich mit dem Berufsstress und -ruhm auseinander setzen, sowie müden Knochen und seiner Rückkehr in den Ring gegen Muay Thai-Boxer Somluck Kamsing.

Angesichts des Lobs zu Interner Link"JCVD" scheint Van Damme in seiner von ihm selbst produzierten Miniserie zu viel zu wollen. Er weint angesichts des Zustands unseres Planeten, er weint angesichts der wenigen Zeit und Ruhe, die ihm und seinen vielen Hunden gewährt wird und er weint aus anderen Gründen. "Jean-Claude Van Damme: Behind Closed Doors" bewegt sich auf einem semi-authentischen Pfad, wo viel gespielt scheint (man achte auf manche Reaktionen von Familienmitgliedern), aber durchaus auch vieles real ist. So gibt Van Damme (der stets Mützen und T-Shirts mit seinen Initialen trägt) in der besten Folge, "Dubai", nicht nur begangene Fehler zu, sondern auch, dass er seine Haare färbt und ein mäßiger Schauspieler ist.

Die Filterung von Drama und Dokumentation fällt bisweilen schwer, wie auch eine klare Ordnung des Geschehens. So untermauert Van Damme zwar die Wichtigkeit des Kamsing-Kampfes (er will den augenscheinlich nie verlorenen Respekt seiner Kinder zurückgewinnen), trainiert jedoch so gut wie nie für diesen. Während die Überbetonung von Gladys' Rolle etwas redundant und aufgesetzt gerät, wirkt zumindest die Zuneigung zu seinen Hunden authentisch. Die Serie selbst ist fraglos an die eigenen Fans gerichtet, die ihrem großen Idol der Achtziger etwas näher kommen, was allerdings nicht darüber hinwegtäuscht, dass die Serie leider viel zu sehr (und viel zu schlecht), versucht, die Stärken von Interner Link"JCVD" zu kopieren.

Ordentliche Veröffentlichung mit FSK-Wendecover, aber leider ohne Bonusmaterial. Eine zweite Staffel wurde bisher nicht produziert.



Bilder der DVD




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