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| Auf einem uralten Schloss sind bereits vier Menschen durch mittelalterliche Folterinstrumente zu Tode gequält worden. Mary Garson, die junge Schlossherrin, macht sich auf die Jagd nach dem grausamen Täter, der Nacht für Nacht durch die Kellergewölbe des unheimlichen Gebäudes geistert. In der Rüstungskammer, in der auch eine "Eiserne Jungfrau" steht, die berüchtigtste Tortur mittelalterlicher Tribunale, enthüllt sie ein schreckliches Geheimnis, das wie ein Fluch auf der Familie ihres Mannes lastet. |
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| Format | 1.85:1 (anamorph) |
| Norm | PAL |
"Das Schloss des Grauens" hat nun knapp 42 Jahre auf dem Buckel, braucht sich dafür aber nicht im Schrank zu verstecken. Die Farbgebung ist sehr intensiv und kräftig ausgefallen und auch der Kontrast siedelt sich auf einem hohen Level an. Nur in einigen dunklen Szenen wäre eine etwas bessere Detailwiedergabe wünschenswert gewesen, der Kontrast wirkt dann etwas zu hart und in hellen Flächen zu steil. Dafür ist der Schwarzwert aber sehr gut ausgefallen und auch die Schärfe ist in Anbetracht des Alters auf einem guten bis teilweise sehr guten Niveau. Die Konturen lassen auf eine leichte Nachschärfung schließen, dies stört aber weniger und der Rauschfilter hat ebenfalls ganze Arbeit geleistet und offenbart nur in den seltensten Fällen nennenswertes Hintergrundrauschen. Die Kompressionen arbeiten unauffällig und weder Artefaktebildung noch Blockrauschen wird hier offenbart. Lediglich die Vielzahl an Defekten und Verschmutzungen trüben den guten bis sehr guten Gesamteindruck etwas. Neben ständig auftauchenden blauen Blitzern und Schmutzpartikeln im Bild gibt es des öfteren Haarrisse und senkrechte Störstreifen zu bemängeln (siehe Abb1. / 51 Min.). Sie schmälern den Sehgenuss aber kaum und auch die Tatsache, dass einige Szenen aus einem anderen Master zu stammen scheinen und etwas in der Qualität abfallen, stört ebenfalls nicht weiter.![]() | |
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| Formate | Dolby Digital 2.0 (Mono) |
| Sprache | Deutsch, Italienisch |
| Untertitel | Deutsch (Optional) |
| An dem deutschen Monoton sind die Jahre nicht so spurlos vorbeigezogen wie man es bei der Bildqualität zu glauben scheint und so wirkt die deutsche Monospur nicht nur sehr dumpf und kratzig, sondern verzerrt auch noch im Hochtonbereich sehr und will nicht wirklich überzeugen. Der italienische Originalton klingt deutlich klarer und nicht mehr so dumpf, weist dafür zwar etwas mehr Rauschen auf, wirkt jedoch viel verständlicher, gerade was die Dialoge betrifft. Aber auch diese Spur kann die 43 Jahre nicht einfach so verstecken. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzu schalten und die damals geschnittenen Szene wurden in Italienisch belassen und deutsch untertitelt. | |
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| Extras |
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| Die Extras sind etwas mager ausgefallen, denn bis auf den "Original-Trailer" und eine umfangreiche "Bildergalerie", sowie eine Koch Media-Trailershow und ein 4seitiges Booklet mit Infos von Uwe Huber, bietet diese DVD keinerlei Extras. | |
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| "Das Schloss des Grauens" ist nach dem s/w-Klassiker "Danza Macabra" der zweite gotische Horrorfilm von Antonio Margheriti und wurde damals in jeglichen Szenen, welche Bezug auf das Nazitum nahmen, geschnitten und zensiert. So auch die deutsche Synchronisation, welche entsprechend entschärft werden musste. So wurde aus einem abtrünnigen Wehrmachtsgeneral, der einen Anschlag auf Hitler plante und von Nazichirurgen als Strafe verunstaltet wurde, ein durch eine Kriegsverletzung verrückt gewordener General. Komischerweise blieben eine Vielzahl wirklich harter Szenen von der Zensur und FSK unberührt, so z.B. als eine Frau von einer Ratte die Nase angefressen wird oder eine andere den Tod in der "Eisernen Jungfrau" findet. In dieser vorliegenden DVD-Edition aus dem Hause Koch Media wird uns Margheritis Klassiker erstmalig ungeschnitten und in seiner vollständigen Fassung präsentiert. Zudem kommen wir in den Genuss der italienischen Tonspur, welche optional deutsch untertitelt wurde. Christopher Lee mimt hier den im Gesicht entstellten Diener des schauerlichen Generals und liefert wie immer eine brillante Leistung ab, obgleich der jugoslawische Schauspieler Mirko Valentin in der Rolle des "Monsters" Lee den Rang abläuft und eine faszinierende Performance abgibt. Margheritis Regiearbeit bei "La Vergine di Norimberga" so der Originaltitel, ist mehr als nur routiniert und erinnert bei seiner atmosphärischen Inszenierung und der hervorragenden Farbdramaturgie an die Werke eines Mario Bavas und bietet zudem eine Vielzahl an Grausamkeiten, welche ihrer Zeit weit voraus waren und ungewöhnlich hart ausgefallen sind. Dabei verliert sich der im November 2002 verstorbene Regisseur, der international unter den Namen Anthony M. Dawson bekannt wurde und sich neben dem oben erwähnten "Danza Macabra" noch für Filme wie "Jäger der Apokalypse", "Andy Warhol's Frankenstein" und "Geheimcode: Wildgänse" auszeichnete, nicht in einem Strudel aus stupider Gewalt, sondern positioniert und dosiert diese über den gesamten Film hinweg in einer angenehmen und vor allem schaurigen Art und Weise und macht "Das Schloss des Grauens" zu einen der besten und wichtigsten "gotischen Horrorfilme" der 60er Jahre. Dies darf aufgrund seiner düsteren Atmosphäre, einer guten Kamerarbeit von Riccardo Pallottini und seinen tollen Masken in keiner Classic-Horrorfilm-Sammlung fehlen. Die DVD schwächelt zwar deutlich im Monoton-Bereich, das insgesamt etwas Defekt belastete Bild hinterlässt für einen 42 Jahre alten Film aber mehr als nur einen guten Eindruck. Und auch wenn das Zusatzmaterial recht mager ausgefallen ist und die neue Verpackung im Digibook mit Schuber nicht das Originalplakatmotiv beinhaltet, sollte man sich die DVD nicht entgehen lassen. |
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![]() | Druckbare Version |
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![]() | Schloss des Grauens, Das |
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