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UK 1980
Originaltitel:Awakening, The
Alternativtitel:Wakening, The
Länge:100:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Mike Newell
Buch:Chris Bryant, Clive Exton, Allan Scott
Kamera:Jack Cardiff
Musik:Claude Bolling
SFX:John Stears
Darsteller:Charlton Heston, Susannah York, Jill Townsend, Stephanie Zimbalist, Patrick Drury, Bruce Myers, Nadim Sawalha, Ian McDiarmid, Ahmed Osman, Miriam Margolyes, Michael Mellinger, Leonard Maguire
Vertrieb:MMB-TV / Media Target
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:23.10.2012 (Kauf)



Inhalt
Ein Traum scheint erfüllt. Der Archäologe Matthew Corbeck und seine Assistentin Jane stehen nach jahrelangem Suchen endlich in der Grabkammer der sagenumwobenen Königin Kara. Die Hieroglyphen auf dem Grab verheißen die Wiederkehr der bösen, mit übernatürlichen Kräften versehenen Königin. Fasziniert öffnet Corbeck das Grab und starrt auf auf die goldenen Maske der Mumie. Im selben Augenblick bringt weit entfernt Corbecs Frau eine Tochter zur Welt...
Achtzehn Jahre später wird es immer mehr zur Gewissheit, dass der böse Fluch der Königin zur alptraumhaften Wahrheit wird.

Bild
Format1,37:1 (Vollbild) / 1,85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Die vorliegende, auf 1000 Stück limitierte Doppel-DVD liegt einmal in einer Vollbildfassung von 1,37:1 vor, sowie im anamorph kodierten Format von 1,85:1 (Coverangabe 1,78:1 ist falsch). Letztere ist die bevorzugte Filmversion, auch wenn diese oben und unten beschnitten wurde. Das liegt unter anderem daran, dass die Vollbildfassung zu viele bilddramaturgische Fehler macht, weshalb man davon ausgehen kann, dass die 16:9-Version auch die vom Regisseur bevorzugte Version ist.
Das Bild erweist sich in den Totalen als etwas weich und auch die Konturen werden nicht sonderlich knackig herausgearbeitet. Dafür merkt man in Nahaufnahmen eine angenehme Schärfe, die nicht von einer Nachschärfung zu stammen scheint. Der Kontrast fällt etwas schwach aus, geht insgesamt aber in Ordnung. Die Farben sind etwas ausgeblichen und der Schwarzwert nicht sonderlich satt. Das Filmkorn stört kaum und zudem gibt es keine nennenswerten Defekte oder Verunreinigungen auf der Filmvorlage.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die deutsche und englische Monotonarten offenbaren ein hörbares Hintergrundrauschen und neigen im Hochtonbereich dazu, etwas zu übersteuern, was aber keine störende Ausmaße annimmt. Dialoge sind dennoch gut zu verstehen und auch die Nebengeräusche klingen durchaus natürlich. Untertitel gibt es keine.
 ++/---

Extras
Extras
  • 12-seitiges Booklet
  • Senedjems Weg ins Paradis (8:49 Min.)
  • Schatzkammer der Pharaonen (9:53 Min.)
  • Originaltrailer (englisch, 2:06 Min.)
  • Bildergalerie (22 Bilder)
  • Blick in die Welt (47/80) (7:00 Min.)
  • Filmtipps:
    • Captain Berlin (1:24 Min.)
    • Dracula jagt Frankenstein (1:44 Min.)
    • Zinksärge für die Goldjungen (2:16 Min.)
    • Die sieben Männer der Sumuru (2:20 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Als Bonus liegt dem Set ein 12seitiges Booklet mit einem Auszug aus dem alten Programmheft bei. Es gibt den englischsprachigen Originaltrailer, eine Media Target-Trailershow, eine kleine Bildergalerie, sowie mit "Blick in die Welt" einen 7minütigen Beitrag aus der "Wochenschau". "Senedjims Weg ins Paradies" ist eine 9 Minuten lange Kurzdokumentation mit Bilddetails aus der Grabkammer des Ägypters inkl. Erläuterungen. Die 10minütige Dokumentation "Schatzkammer der Pharaonen" geht auf den Totenkult der Ägypter ein und ist ebenfalls sehr sehenswert. Das Bonusmaterial befindet sich auf der Vollbildfassung des Films.
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Fazit
Man muss ja vorsichtig sein als Filmfan! Hat man "Der Fluch der Sphinx" gesehen, erklärtermaßen ein sturzlangweiliger Etikettenschwindel, dreist als Horror deklariert, wo nur Abenteuer drin war, überfallen einen die schlimmsten Befürchtungen bei "Das Erwachen der Sphinx". Aber, keine Sorge, diesmal geht's auch wirklich um Horror.

Bram Stoker musste mal wieder als Vorlagenlieferer herhalten, sein "The Jewel Of The Seven Stars" hat schon so manchen Mumien/Ägyptische-Flüche-Film beeinflusst. Und einen Weltstar hatte man auch in der Tasche, Charlton Heston waren nämlich Ende der 70er so allmählich die brauchbaren Rollen ausgegangen, Katastrophenfilme waren out, Airport hatte sich auch totgelaufen, da griff er nach dem ordentlich budgetierten Horrorfilm, weil da für ihn ordentlich Großaufnahmen drin waren. Das Ergebnis ist aber leider nur einen Klacks besser als so manche Videoware, denn was die Macher hier gebastelt haben, ist ein Ägypten-Rip-Off eines sehr erfolgreichen Films namens Interner Link"Das Omen". Onkel Charlton buddelt eine verfluchte Mumie aus und gleichzeitig stirbt sein ungeborenes Töchterlein bei der Frühniederkunft, um plötzlich doch zu atmen. Doch wir ahnen es: hier re-inkarniet sich die böse Prinzessin aus der Vergangenheit und mit 18 Jahren Verspätung ist es dann soweit, während alle Mitmacher und –wisser leider sterben wie die Fliegen.

Der Plot ist dreist geklaut und zitiert ausgiebig seine direkte Vorlage (da gibt es doch die Szene mit der hängenden Glasscherbe, wie originell) und bedient sich auch noch bei Interner Link"Exorzist 2" (alle Ausgrabungsszenen). Mike Newell, an sich ein beachtlicher Regisseur, kriegt zwar ägyptische Sets und Fundstätten ganz gut ins Bild, breitet sich aber so ausgiebig darauf aus, als könnten Weitwinkel von Räumen und Naturbilder der Wüste den Puls von sich in die Höhe treiben. Kurz gesagt, die ganze Geschichte wirkt formlos und mies konstruiert. Einen Spannungsbogen findet man hinten und vorne nicht, die Angelegenheit ist dem Zuschauer eh schon in Kürze klar, während die übrigen Figuren trotz vieler Ahnungen und Vermutungen bis zum Ende herumrätseln, was da denn nun abgeht. In 10-Minuten-Abständen muss dann mal jemand relativ graphisch dran glauben, damit das Publikum nicht wegnickt.
Die Musik scheint gar nicht vorhanden zu sein, anstatt ein wenig Atmo zu produzieren und die Beziehungen der Figuren (das Ende von Hestons Ehe) haben zu viel Platz.

Problematisch auch, dass die sich langsam verwandelnde Margaret eine praktische Nicht-Figur ist: Weder hat sie Profil als Mensch, noch kann man die Übergänge zur bösen Kara irgendwie ausmachen. Was Kara wiederum will (vermutlich der Anti-Pharao werden), bleibt ebenfalls offen, da der Film sofort endet, als der Hauptdarsteller endlich tot ist. Für den bedeutet der Säulenfrieden am Ende die Erlösung, denn Heston ist zwar kein großartiger Schauspieler, aber so fehlbesetzt war er noch nie.
Planlos durch die Gegend stierend, sieht er in den ägyptischen Szenen stets so angestrengt erhitzt aus, als würde er gleich umkippen und präsentiert auch unnötigerweise noch seine behaarte Männerbrust, die schon bessere Tage gesehen hat. Sein Archäologe Corbeck verhält sich über den ganzen Film hinweg höchst widersprüchlich, ohne dafür eine Erklärung zu bieten und sobald der Film den Zeitsprung macht, ist die Chose unten durch. Da verpasst man dem Recken nämlich ein Bärtchen aus der Mottenkiste, so dass er wie eine Mischung aus Trotski und dem B-Westernhelden Fuzzy (siehe "Western von Gestern") ausschaut. Ergo kann man dieses unebene und ziemliche zähe Machwerk auch der Vollständigkeit halber mal anschauen, aber den Pantheon der Mumienfilme erreicht dieser Film längst nicht, dafür ist er zu behäbig und zu unentschlossen.

Die limitierte Doppel-DVD wird mit einem Schuber und ohne FSK-Logo ausgeliefert. Das KeepCase selbst hat kein normales Cover, sondern ein Filmmontage-Einleger.



Bilder der DVD




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