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SE 1971
Originaltitel:Exponerad
Alternativtitel:Depraved, The
aka. Exposed
Länge:88:01 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Gustav Wiklund
Buch:Tony Forsberg, Gustav Wiklund
Kamera:Tony Forsberg
Musik:Berndt Egerbladh, Ralph Lundsten
Darsteller:Christina Lindberg, Heinz Hopf, Björn Adelly, Siv Ericks, Janne Carlsson, Birgitta Molin, Margit Carlqvist, Bert-Åke Varg, Lennart Lindberg
Vertrieb:Candybox
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:19.10.2011 (Kauf)



Inhalt
Die junge Lena (Christina Lindberg) ist zwischen ihrer Liebe zu ihrem Freund Jan (Björn Adelly) und dem Älteren Helge (Heinz Hopf) hin und hergerissen. Helge ist ein erfahrener Mann, der wilde Sexorgien feiert und seinem sadistischen Trieb nachgeht. Auf einer Party macht er von Lena obszöne Fotos und versucht sie damit zu erpressen, um zu verhindern, dass sie ihn bei der Polizei anzeigt. Als ihr Freund von den Fotos erfährt, eskaliert die Situation und Lena flieht per Anhalter. Von nun an wird sie von ihrem Freund und ihrem Liebhaber verfolgt und erlebt einen Albtraum aus Sex und Gewalt.

Bild
Format1,66:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Bildqualität (anamorphes 1,66:1) ist abermals überraschend gut. Zwar sind die Farben etwas zurückgefahren, in Außenszenen gelingt es der DVD allerdings auch, sehr satte Tönungen aufzutragen. Defekte und Schmutz sind vergleichsweise wenig zu sehen. Bis auf einen etwas zittrigen Hintergrund hier und da kann man sich kaum beschweren, denn das Bild erhält sich über die gesamte Laufzeit seine gute Schärfe. Nach vielen Details muss man nicht Ausschau halten, unscharf oder gar schummrig wird das Bild aber kaum. Dunkle Szenen warten mit einem etwas dichten Schwarzpegel auf, sind im Vergleich zu manchem Schund allerdings gut kontrastiert, wenn auch ein wenig unschärfer. Die Bildqualität zeugt trotzdem von einer guten Aufarbeitung, die man von einem wenig beachteten Film wie "Verbotene Früchte der Erotik" nicht erwartet hat.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch, Schwedisch
UntertitelDeutsch
 Vor Beginn des Menüs weist eine Textseite auf die verschiedenen Fassungen des Films hin, die sich ebenfalls in der Vertonung unterscheiden. Enthalten ist auf dieser DVD die schwedische Originalfassung, die etwas ausführlicher als die damalige deutsche Fassung ausfällt. Dementsprechend sind nicht alle Szenen mit einer deutschen Sprachfassung versehen. Diese sind im schwedischen Original gehalten, der klangliche Unterschied ist allerdings gering. Beide Monofassungen ertönen aus dem Center und besitzen typische Eigenschaften für einen Film dieser Zeit und dieses Coleurs. Hintergrundgeräusche oder Effekteinspielungen verschlieren etwas, während die Dialoge lediglich mit Hochtonverzerrungen kämpfen. Das klingt allerdings wenig schlimm, sondern hat in etwa die Klangqualität einer alten Schallplatte - abzüglich des Kratzens. Das hin und wieder einsetzende Synthiebrummen ist dafür vergleichsweise sauber. Oder um es anders zu sagen: Wer erwartet hat, dass die Tonspur ebenfalls wie der Film einen etwas schmuddligen, anrüchigen Charme besitzt, der wird nicht enttäuscht werden. Höchst interessant sind die deutschen Untertitel, die eine Neuübersetzung der Originaldialoge sind und stark vom deutschen Kinoton abweichen. Wer beides aktiviert hat, wird u.U. Kopfschmerzen bekommen, denn beide Übersetzungen lassen auf ein reichlich wirres Dialogbuch schließen.
 ++/---

Extras
Extras
  • Deutsche Kinofassung (77:24 Min.)
  • Bildergalerie (5:10 Min.)
  • US-Trailer (5:28 Min.)
  • Weitere Candybox-Filme:
    • Das Schwedenmädchen Anita (2:33 Min.)
Verpackungkleine Buchbox
 Die auf der Starttextseite erwähnte deutsche Fassung ist einen Blick wert, denn sie wurde für die damalige Auswertung mit einigen soften Sexszenen aufgepeppt. Das deutsche Publikum wurde ziemlich an der Nase herumgeführt, denn natürlich stammen jene Inserts, die mit sich wiederholender Musik unterlegt sind, aus einem völlig anderen Film (teils in anderem Bildformat), zeigen keine unbekannte Darsteller und integrieren sich nicht in die Rahmenhandlung. Auch ist die Bildqualität dieser Fassung wegen Farbverfälschung und erhöhter Kratzerdichte schlechter als das Original.
In der Bildergalerie befinden sich Aushangbilder und das deutsche Presseheft. Letzeres macht durch amüsante Schlagzeilenvorschläge auf sich aufmerksam. Außerdem sind zwei US-Trailer an Bord, die hintereinander ablaufen.
 ++/---

Fazit
Mit dem etwas seltsam betitelten "Verbotene Früchte der Erotik" geht die Candybox in die zweite Runde - abermals mit dem heißen Schwedenexport Christina Lindberg in der Hauptrolle. Wie bereits Interner Link"Das Schwedenmädchen Anita" lässt sich auch dieser Film schwer kategorisieren. In beiden Fällen geht es um eine junge Frau in dramatischer Notlage; einem Naivchen, das sich kaum aus eigener Kraft befreien kann und deswegen Rat bei ihrem Freund sucht. Miss Lindberg als sehr zurückhaltende Mimin gelingt es abermals mit ihrem introvertierten, schüchternen Auftreten, Männerherzen höher schlagen zu lassen. Da sich der etwas wirre, wenig stringente Inhalt auch darum dreht, dass sie mit Aktfotos erpresst wird, bekommt der Zuschauer sie in voller, entblätterter Schönheit zu sehen. Allerdings lässt sich die schwedische Lolita nicht durch die Kissen jagen, denn den Akt dürfen lediglich Nebendarsteller vollziehen - weitestgehend ohne die Protagonistin.
"Verbotene Früchte der Erotik" thematisiert anfangs die freie Liebe, wird später aber etwas ernster, wenn es um die Beziehung der jungen Lena zu ihren beiden Liebhabern geht. Dabei bleibt der Film - zumindest in der Originalfassung - vergleichsweise keusch für einen Schwedenkracher: Regisseur Gustav Wiklund neigt mehr zur politischen Aussage bzw. zum Drama als zur handfesten Rammelparade. Seine Protagonistin stellt er außerdem als Tagträumerin dar, in deren Gedankenwelt sich manchmal fatale Bilder breit machen. Dieses vor allem in der ersten Spielhälfte genutzte Stilmittel versorgt den Film mit actionreichen, spannenden Momenten, ist allerdings auch dafür zuständig, dass man nicht so recht weiß, womit man es hier zu tun hat. Denn später wird es fast ein wenig langweilig, wenn sich Lena ihrem geheimen Liebhaber stellt, der noch die brisanten Fotos besitzt. Kurioserweise wird der Stoff ein wenig in die Länge gezogen, indem in der Filmmitte bei einem gemeinsamen Kinobesuch von Lena und Jan ausführlich (sprich: 3 Minuten lang) aus "Tarzans Triumph" (1943) zitiert wird. Derartiges wäre heutzutage undenkbar. Auch sind viele der Charaktere etwas neben der Spur, z.B. der wuselige Professor oder das dauererregte Pärchen, welches Lena zum Ferienhaus begleitet.
Allerdings sprechen alle diese Faktoren eher für eine Sichtung des Films als dagegen. Die DVD ist ansprechend aufgemacht, technisch in Ordnung und enthält die ebenso kuriose deutsche Fassung des Films im Bonusteil.



Bilder der DVD




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