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USA 2007
Originaltitel:Blackout
Länge:81:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Rigoberto Castañeda
Buch:Ed Dougherty
Kamera:Alejandro Martínez
Musik:Reinhold Heil, Johnny Klimek
SFX:I'm Vfx, Proxima
Darsteller:Amber Tamblyn, Aidan Gillen, Armie Hammer, Katie Stuart, Alvaro Roque, Emma Prescott, Mabel Rivera, Claudia Bassols, Diana Van Proosdy
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:13.03.2009 (Verleih) / 24.04.2009 (Kauf)



Inhalt
Die Uhr tickt für Claudia, Tommy und Karl, die sich völlig fremd sind und doch eins gemeinsam haben: Sie sind im Aufzug eines Mietshauses stecken geblieben - ohne Aussicht auf baldige Rettung aus dem nahezu verlassenen Gebäude. Ihre Rettungsversuche scheitern. Und die immer knapper werdende Luft und der enge Raum lassen langsam Panik aufkeimen. Als sich herausstellt, dass einer der drei ein psychopathischer Serienkiller ist, entwickelt sich die ohnehin schon kritische Lage zu einem lebensbedrohlichen Alptraum ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild ist auf den ersten Blick überraschend scharf für eine DVD. Sowohl die Tiefengestaltung als auch der Detailreichtum sind für eine B-Produktion absolut überzeugend. Die Farben halten sich von Anfang an sehr zurück und sind karg, allerdings nicht blass. Erst im Aufzug, unter schlechten Lichteinflüssen, ändert sich die Qualität etwas: Der Schwarzwert bricht stark ein, der Kontrast lässt das Bild trotzdem zu düster aussehen und die Detailschärfe muss Abstriche machen. Für ein "sehr gut" reicht es dort nicht mehr, zumal ein großer Anteil des Films im Fahrstuhl spielt. Bis auf ein wenig Hintergrundrauschen ist das Bild ruhig, denn die Kompression macht kaum auf sich aufmerksam.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die Dialogschwere nimmt der DVD die Möglichkeiten, die 5.1-Tonmodi richtig herauszuarbeiten. Das soll nicht heißen, dass man diese nicht bemerken würde, denn Umgebungsgeräusche wie der knarzende Aufzug oder kurze Actionsequenzen befeuern auch mal kurz die hinteren Lautsprecher. Ansonsten überwiegt ein harmonisch abgemischter Score, der oft auf die Rears wandert, und eine gute Dialogverständlichkeit. Ob nun DTS oder Dolby Digital, ist nahezu egal, denn direktionale Effekte wird man bei beiden nicht hören. Die gute deutsche Synchro, die erwartungsgemäß etwas mehr heraussticht als die englischsprachigen Originaldialoge, kann deutsch untertitelt werden. Für einen Film dieser Sparte demnach ein überzeugendes technisches Ergebnis.
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Extras
Extras
  • Interviews:
    • Regisseur Roberto Castañeda (13:40 Min.)
    • Darstellerin Amber Tamblyn (4:03 Min.)
    • Darsteller Aidan Gillen (4:20 Min.)
    • Darsteller Armie Hammer (5:54 Min.)
  • Engl. Trailer (2:04 Min.)
  • Trailershow:
    • Tödliche Entscheidung (2:18 Min.)
    • You Kill Me (2:20 Min.)
    • Oxford Murders (1:56 Min.)
    • While She Was Out (1:56 Min.)
    • Female Agents (1:57 Min.)
    • Columbus Day (1:36 Min.)
    • Anamorph (2:04 Min.)
    • Intimate Enemies (2:06 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Im Interview erklärt Regisseur Castañeda, dass die Arbeit in den USA anders verläuft als in seinem Heimatland Mexiko und welche Hintergründe er bei der Erzählung verfolgte. Die Darstellerinterviews sind nicht ganz so interessant, denn es wird ein wenig über den eigenen Werdegang erzählt und dann, wie toll es war, am Set zu filmen. Natürlich erfüllen diese Darstellerkurzinterviews auch den Anspruch einer Einführung in den Stoff, denn jeder stellt kurz seine Figur vor.
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Fazit
Es gibt eine leicht überschaubare Anzahl von Filmen, in deren Mittelpunkt Leute in einem stecken gebliebenen Fahrstuhl stehen. Was ist da ohne sonderliche Rahmenhandlung auch herauszuholen - nach einigen Stunden wird die Luft dünn, Panik und Aggressionen breiten sich aus und vielleicht reicht der Einfallsreichtum, um zwischenzeitlich in den Schacht zu klettern, eventuell abzustürzen und sich was zu brechen, bestenfalls ist noch ein Psychopath an Bord. "Abwärts" aus deutschen Landen hat das seinerzeit passabel hinbekommen, und nun stellt auch die zweite Regiearbeit von Rigoberto Castañeda (Interner Link"Km. 31") einige Klaustrophobie-Thriller dieser Form in den Schatten.

Zwar stecken die drei einander fremden Figuren bereits nach zwölf Minuten Laufzeit im Lift fest, doch durch eingestreute Rückblenden erfährt man im Verlauf immer ein Stück mehr über deren Hintergründe. Zunächst weiß man nur: Karl ist Arzt, Witwer einer achtjährigen Tochter und wirkt besonnen. Claudia sorgt sich um ihre todkranke Oma, die ihre einzige Bezugsperson ist, und Tommy, der junge tätowierte Motorradfahrer erscheint zunächst ein wenig jähzornig. Ob diese Attribute im Verlauf weitere Wandlungen oder gar Umkehrungen erfahren, wird mit der Zeit enthüllt werden.
Was auf inszenatorischer Ebene besonders auffällt, ist das handwerkliche Geschick, die Umgebung des Fahrstuhls effektiv einzufangen. Etwa mit einer ausgiebigen, gut getricksten Kamerafahrt über den Fahrstuhl, durch einen Spalt, das Treppenhaus hinauf und die Etagen durch die Wohnungen wieder herab. Das sieht chic aus, nimmt zuweilen jedoch ein wenig von der bedrückenden Stimmung weg, was gleichermaßen auf die Flashbacks zutrifft, die sich gegen Ende etwas abnutzen und kaum neue Erkenntnisse bewirken.
Wie erwähnt bleiben diverse Rettungsmaßnahmen natürlich nicht aus. Man klettert den Schacht hinauf, Erschütterungen gehen mit sich lösenden Maschinenteilen einher und gegenseitiges Misstrauen unter den Protagonisten nimmt folglich zu. Dazwischen werden Uhrzeit und Verweildauer eingeblendet und man mag sich ausmalen, dass nach über zwanzig Stunden jeder auf seine Art nervlich angeschlagen ist. Wenn schließlich eine Randfigur das Gebäude betritt, ist man schon gespannt, ob diese durch den lauten Streit eingreifen oder unverrichteter Dinge wieder von dannen ziehen wird.
Am Ende geht leider alles ein wenig hastig über die Bühne. Nachdem letztlich alle Wahrheiten offenbart sind, flacht die Spannung ohnehin ein wenig ab und so kann der Showdown kaum mehr Akzente setzen, zumal innerhalb der letzten Minuten keine Überraschungen zu erwarten sind. Da die reine Laufzeit von gerade mal 74 Minuten recht knapp ausfällt, kann von anderweitigen Längen allerdings keine Rede sein.

Darstellerisch souverän und mit stimmiger Atmosphäre versehen, bietet das schlichte Drehbuch doch so manch spannenden Moment und auch wenn die Figuren am Ende zu durchschaubar sind, werden nicht wenige Tropfen Blut vergossen und nicht selten hofft oder bangt man um die eine oder andere Figur. Zwar hätte man mit dem Verwirrspiel um wahre Charaktermerkmale noch ein wenig mehr in die Tiefe gehen können, doch es reicht aus, um über die komplette Laufzeit recht solide unterhalten zu werden.



Bilder der DVD




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