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USA 1996
Originaltitel:Head Of The Family
Alternativtitel:-
Länge:78:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:juristisch geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Charles Band
Buch:Charles Band, Benjamin Carr
Kamera:Adolfo Bartoli
Musik:Steve Morrell
SFX:The Garden of Allah
Darsteller:Blake Adams, Jacqueline Lovell, Bob Schott, James Jones, Alexandria Quinn, Gordon Jennison Noice, J.W. Perra, Vicki Skinner, Robert J. Ferrelli, Bruce Adel, Gary Anello
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:25.05.2012 (Kauf)



Inhalt
Die Stackpools sind Amerikas furchterregendste Familie. Unter Führung von Familienoberhaupt Myron, einem grauenhaft entstellten Riesenkopf in einem Rollstuhl, gehen die drei Stackpool-Geschwister ihrem blutigen Tagwerk nach. Im Keller ihres Hauses berauschen sich Muskelmann Otis, Sexbombe Ernestina und Wheeler, ein Freak mit mysteriösen Superkräften, an abartigen Menschen-Experimenten. In die traute Idylle platzt Lance. Er will die unheimlichen Vorgänge ans Tageslicht bringen, wenn ihm die Familie nicht hilft, den Biker-Ehemann seiner Geliebten Loretta um die Ecke zu bringen. Doch wer den Stackpools droht, der kann schnell den Kopf verlieren! Und damit beginnen Lances Kopfschmerzen erst so richtig ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Auch diese DVD scheint noch keine digitale Bildüberarbeitung erfahren zu haben. Die könnte allerdings nur wenig reißen, denn der Vorlage fehlt es bereits an Qualität. Die etwas zurückgeschraubten Farben leiden vor allem unter den häufig zu dunklen Farben. Die sorgen dafür, dass die Schatten etwas zu sehr vereinnahmend sind. Die Auflösung ist in vielen Szenen ok, allerdings auch nur bedingt einer DVD würdig, wie einige offensichtliche Treppenartefakte zeigen (z.B. 21. Minute). Die mittelmäßige Schärfe passt allerdings zur Trash Collection und matschig wird es glücklicherweise nicht. Einige Momente sind den Umständen entsprechend sogar sehr frisch. Das Rauschen ist vergleichsweise gering und Defekte treten später nur noch wenig auf, mehr als 3 Punkte mit Aufwärtstendenz ist für diese bräunlich gefärbte Videokopie allerdings nicht drin. Eine neue Vorlage könnte viele Verbesserungen erbringen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Beide Sprachen gibt es im Stereoformat, von denen keine eine große Nummer ist. Allerdings ist die Sprachqualität in Ordnung und die Musik wird weich aus dem Hintergrund eingespielt. Dass die Dynamik kaum existent ist, liegt nicht an Dolby Digital 2.0 allein, sondern an der Action-Armut des Stoffes: Nahezu alle Szenen sind dialoglastig, die Dialogverständlichkeit demnach sehr wichtig und auch unproblematisch. Im Originalton gefällt mir die feine englische Sprechweise des Superhirns, die im Deutschen nicht ganz so gut herausgearbeitet werden konnte. Qualitative Unterschiede wird man allerdings ebenso wenig antreffen wie deutsche Untertitel - abgesehen von einem kurzen Knackser in der gut synchronisierten deutschen Fassung gegen Ende des Films.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:17 Min.)
  • Featurette "Bride Of The Head" (2:05 Min.)
  • Trailer:
    • Laserkill (1:23 Min.)
    • Obszön (3:16 Min.)
    • Puppet Master III (1:50 Min.)
    • S.O.S. Bermuda Dreieck (1:58 Min.)
    • Überleben! (2:23 Min.)
Verpackungkleine Buchbox
 Das englischsprachige Bonusmaterial enthält den Trailer und eine Kurzdoku, bei der Myron eine ihm ähnliche Frau zur Seite gestellt bekommt. Gut möglich, dass diese Fotosession zum Teil des damaligen Werbematerials gehört hat.
 +/----

Fazit
Für einen Horrorfan gibt es kaum Gründe, sich "The Brain" anzuschauen, denn bis auf ein paar schlimm zugerichtete Lobotomie-Patienten, die in bester Frankenstein-Manier durch einen düsteren, feuchten Keller trotten, ist die Full Moon-Produktion reichlich blutleer. Auch Spannung fehlt, denn der dialoglastige Streifen klärt von Anfang an die Fronten und ist gar nicht darauf aus, physische oder psychische Gewalt oder Nervenkitzel einzusetzen, um den Zuschauer zu verschrecken. Trotzdem ist der unter der Regie von Charles Band persönlich entstandene B-Movie eine Sichtung wert, denn er trägt die Handschrift des Phantastik-Regisseurs: Ein unheimliches, faszinierendes Setting, eine Familie von missgestalteten Kreaturen und mittendrin die bezaubernde Jacqueline Lovell, die ihre Filmkarriere überwiegend hüllenlos in Schwung brachte und auch in "The Brain" zeigt, dass es kaum möglich ist, ihr zu widerstehen.
Die dialogträchtige Verfilmung bezieht ihren Zauber aus einem hochintelligenten Familienoberhaupt, welches aufgrund der Körpermisbildung im Rollstuhl sitzt und seine drei eineiigen Zwillinge telepathisch befiehlt: Einer ist dumm wie Brot, aber bärenstark, einer ist sehr sinnesgewandt, wenn auch wenig mitteilsam, und die letzte im Bunde lässt jedes Penthouse-Model alt aussehen. In diese illustre Runde treffen ein kaum sympathischer Barbesitzer und seine heimliche Liebschaft (Lovell), die den lästigen Ehegatten der "blond bombshell" loswerden wollen, um in Ruhe ihre Schäferstündchen abhalten zu können. Neben der Dialogflut bietet der Film auch viele Sexszenen, die für amerikanische Verhältnisse ganz ordentlich ausfallen. Hervorhebenswert ist neben dem Machtkampf zwischen dem Superhirn und dem Barbesitzer, der den Intellekt des Zuschauers ruhen lässt, besonders das Ende, das zwar enttäuschend ausfällt, aber mit einem Theaterstück voller Zombies und einer nackten Blondine jede Menge Schauwerte besitzt.
Ein wenig trashig ist bereits die Charakterisierung - sowohl auf Seiten der vier an Mutaten erinnernden Stackpooles, als auch bei den einfältigen Normalos. Dass die Stackpoole-Familie durch gefährliche Gehirnoperationen versucht, ihre Art zu erhalten, ist leider nie richtig im Bild zu sehen. Damit verkommt die grundlegend interessante Idee zu einem Märchen für Erwachsene, das vergleichsweise gewaltfrei, deswegen aber auch zahnlos erscheint. Nichtsdestotrotz ist die Umsetzung so verrückt, dass man einen Blick riskieren kann.



Bilder der DVD




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NewsDreimal Full Moon Pictures im Mai von CMV
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