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MEX 1972
Originaltitel:Noche de los mil gatos, La
Alternativtitel:Rache der tausend Katzen, Die
aka. Blood Feast
aka. Night of a Thousand Cats, The
aka. Killing Cats
Länge:77:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:René Cardona Jr.
Buch:René Cardona Jr., Mario Zacarias
Kamera:Alex Phillips
Musik:Raúl Lavista
Darsteller:Hugo Stiglitz, Gerardo Zepeda, Anjanette Comer, Zulma Faiad, Christa Linder, Barbara Angely, Gerardo Zepeda, John Kelly, Delia Peña Orta
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:27.01.2012 (Kauf)



Inhalt
Der Besitzer eines alten Schlosses lockt durch Liebesverhältnisse attraktive Frauen in sein Gemäuer, um sie zu ermorden. Danach werden sie zerstückelt und tausend Katzen zum Fraß vorgeworfen, die in einem Käfig des Schlosses gierig auf ihre nächste Fütterung warten. Die Köpfe der hübschen Frauen werden hingegen in Wachs gegossen und einer Sammlung einverleibt. Eines Tages gelingt es jedoch einem Opfer, sich dem kaltblütigen Mörder zu entziehen. Mit einem Spieß aus seiner Waffensammlung bringt sie ihm eine klaffende Wunde bei. Rasend geworden durch das rinnende Blut, vollenden die 1000 Katzen die Rache an ihrem Herrn und Meister.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Vorlage dieser DVD ist verschlissen, was anhand der vielen Laufstreifen, Brandlöcher, des ruckelnden Bildstands und der häufigen Jump Cuts auffällt. Letztere sorgen in einigen Szenen für hörbare Tonsprünge und sichtbare Bewegungsunterbrechungen. Insgesamt ist die Bildqualität durchschnittlich, allerdings nicht zu schlecht. Es sieht nicht einmal untypisch für einen alten Abenteuerfilm aus, dessen Bildschärfe nicht sehr hoch ist, aber auch etwas matschig wird, sobald Objekte zu weit nach hinten aus dem Bild heraus geraten. Die Farben sind erdig, aber weder zu dunkel, noch zu bleich. Lediglich der Schwarzwert könnte deckender sein. Einige Szenen sehen zwar sehr nach VHS aus, andere sind wiederum so ordentlich, dass man von einer DVD eines seltenen und deswegen nicht optimal aussehenden Films sprechen kann. Mit Altersbonus deswegen 3,5 Punkte.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Der flache deutsche Ton erinnert mit seiner geringen Auflösung und Kernigkeit an Filme der 1960 oder gar 1950er Jahre. Die Stimmen übersteuern nicht, sind allerdings auch nicht sonderlich gut synchronisiert. Besonders der deutsche Sprecher von Hugo Stiglitz missfällt mir durch seine trotzige, unsympathische Art, die insbesonders dann nicht passt, wenn er mit seinen weiblichen Eroberungen spricht. Die Musik klingt auch etwas dünn, ist aber nicht rauschig. Dementsprechend ist auch die gesamte Klangkulisse sehr einfach gehalten. Untertitel oder den Originalton enthält die DVD nicht.
 ++/---

Extras
Extras
  • Amerikanische Version (60:04 Min.)
  • Original Vor- und Abspann (3:04 Min.)
  • Trailer (1:45 Min.)
  • Bildergalerie (17 Bilder)
  • Trailer zu:
    • Hellnight (2:48 Min.)
    • Rawhead Rex (3:07 Min.)
    • Shocking Heavy Metal (3:07 Min.)
Verpackungkleine Buchbox
 Das Bonusmaterial sieht umfangreich aus, erweist sich dann aber doch als übersichtlich. Die US-Fassung im Vollbild (nur der Vorspann ist Widescreen) besitzt keine gute Bildqualität und scheint auf den ersten Blick kein anderes Material als die deutsche Fassung zu verwenden. Der Vor- und Abspann stammt von einem sehr dunklen mexikanischen Tape und unterscheidet sich bis auf die Einblendung der Titel auch nicht von der DVD-Version - diese Art von Extras sind mir bereits seit Marketing Film-Zeiten kaum noch einen Blick wert. Der US-Trailer ist von dermaßen schlechter Qualität, dass man den Film vorab kennen sollte, um alles deuten zu können. Die Bildergalerie mit originalsprachigen Aushangmaterial ist dann das erste sehenswerte Extra der DVD - leider auch das letzte. Es folgen drei Trailer aus dem CMV-Programm.
 ++----

Fazit
Hugo Stiglitz, der Held so manches mexikanischen Schlunz-Streifens unter der Regie von Rene Cardona Jr. (Interner Link"Trommeln über dem Sklavencamp", Interner Link"Tornado"), endlich mal als reichen Kotzbrocken zu erleben, ist doch schon eine Genugtuung für sich. Der Playboy fliegt mit seinem handlichen Minihubschrauber über die Villen alleinstehender Frauen, verbringt ein paar schöne Stunden mit ihnen Alternativcover 1am Strand Acapulcos und nimmt sie dann auf sein abgelegenes Anwesen, eine Art Schloss mit, wo sein Diener bereits alles vorbereitet hat. Dort wird den frisch verliebten kurzerhands der Hals umgedreht, damit der Kopf in eine Glasschale zur Dekoration gelangen kann. Der Rest wird kleingemahlen und eine Horde wilder Katzen zum Fraß vorgeworfen.
Das klingt nach viel Gekröse, ist aber sehr unspektakulär. Das Setting erinnert ein wenig an einen James Bond-Film, bei dem der Playboy sein Ziel solange beackert, bis es mit ihm in seine Liebeshöhle steigt. Die hübschen 70ies-Darstellerinnen ziehen zwar allesamt blank, aber weder während der Bettszenen, noch im folgenden Todeskampf Alternativcover 2wird der Film FSK18-würdig. Dazwischen, um nicht zu sagen hauptsächlich, herrscht große Langeweile, wenn es drum geht, das nächste Opfer klarzumachen. Stiglitz ist ohnehin kein charismatischer Darsteller und die titelgebenden Katzen sind vergleichsweise wenig zu sehen. Die Autoren müssen ohnehin einen gepichelt haben, als ihnen die Idee kam, Katzen in reißerische Monster zu verwandeln; sind ja keine Wildkatzen! Nicht nur, weil dieser Cheapie keinerlei sehenswerte Interaktion mit den Tierchen erlaubt, darf sich dieser Film deswegen nicht als Tierhorror-Reißer bezeichnen. Andererseits: Wer noch nie gesehen hat, wie eine Katze einen Mann ins Gesicht springt, der kommt hier auf seine Kosten.
Erheiternd sind nicht nur die saloppen bis plumpen Dialoge, der hasenchartige Diener des Schlossherrn und das einfältig plappernde Kind, sondern auch die unglaubliche trashige Verfilmung des Stoffes. Seltsam holprige Gegenschnitte und eine kaum ernst gemeinte Handlung täuschen sogar ein wenig darüber hinweg, dass "Die Rache der 1000 Katzen" ein sterbend langweiliges Stück Film ist, das in einer Endlosschleife gefangen zu sein scheint. Es empfiehlt sich deswegen, hier nur in leicht überhopften Zustand mit ein paar Gleichgesinnten reinzuschauen, die sich gröhlend mit diesem Schwachsinn amüsieren.

Der ehemals indizierte Film gibt es in drei Cover-Varianten. Die Qualität der DVD ist zwar lediglich mittelmäßig, im Vergleich zum Bonusmaterial aber nahezu hervorragend.



Bilder der DVD




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NewsKatzenterror zu Jahresbeginn von CMV
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