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IT 1983
Originaltitel:Zeder
Alternativtitel:Revenge of the Dead
aka. Zeder - Terror der Untoten
aka. Zeder: Voices from Darkness
aka. Zeder: Voices from the Beyond
aka. Zeder: voci dal buio
Länge:95:20 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Pupi Avati
Buch:Pupi Avati, Antonio Avati, Maurizio Costanzo
Kamera:Franco Delli Colli
Musik:Riz Ortolani
Darsteller:Gabriele Lavia, Anne Canovas, Paola Tanziani, Cesare Barbetti, Bob Tonelli, Ferdinando Orlandi, Enea Ferrario, John Stacy, Alex Partexano, Marcello Tusco, Aldo Sassi, Veronica Moriconi, Enrico Ardizzone, Maria Teresa Tofano, Andrea Montuschi, Carlo Schincaglia
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:27.04.2012 (Kauf)



Inhalt
Stefano, ein junger Student und Schriftsteller, bekommt von seiner Frau Alessandra eine gebrauchte Schreibmaschine geschenkt. Auf deren Farbband entdeckt er Texte vom Vorbesitzer, die sich mit sogenannten "K-Zonen" beschäftigen. Er beginnt Nachforschungen anzustellen und entdeckt, dass einige Leute davon überzeugt sind, dass in den besagten Zonen aufgrund fehlender Zeitverhältnisse Tote wieder auferstehen können. Stefano will der Sache auf den Grund gehen und erkundigt sich über den Vorbesitzer, einen ehemaligen Pfarrer, der kürzlich verstorben ist. Seine Nachforschungen führen ihn zu einem alten Gelände, das anscheinend verlassen, aber von elektrischen Zäunen umgeben ist. Stefano lässt nicht locker, ohne zu ahnen, dass die Wahrheit seine Vorstellungskraft übersteigt.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die DVD besitzt eine nahezu bestechende Qualität. Die minimalen Mängel, z.B. der anfangs etwas unruhige Bildstand, sind nahezu typisch für einen Achtziger-Jahre-Film, werden also kaum den Filmgenuss stören. Im Gegenteil, der nur moderat herausgearbeitete Kontrast sorgt sogar für ein angenehme Gruselatmosphäre, indem Schatten weich dargestellt werden, der Schwarzwert darunter allerdings nicht leidet. Die Schärfe und der Detailgrad sind für einen DVD sowohl in ruhigen als auch schnell bewegten Szenen sehr gut. Nur bei Nahaufnahmen fällt auf, dass es noch etwas am Detailgrad fehlt. Die Kompression ist ebenso ruhig wie die nur gering sichtbare Körnung des Bildes. Lediglich, dass Einzelbilder einen Gelbstich besitzen, was manche Zuschauer als dezentes Farbflackern bemerken könnten, ist etwas störend. Nichtsdestotrotz ein sehr überzeugendes Ergebnis!
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch, Italienisch
UntertitelDeutsch
 Der Ton ist leider etwas altbacken, denn die auf beide Lautsprecher gelegten Dialoge klingen zu dumpf. Das häufig eingesetzte Titelthema kommt zwar noch gut zur Geltung, klingt aber auch nicht frisch. Besonders durch die gedämpften Hintergrundgeräusche macht diese Tonart nicht allzu viel her. Der italienische Originalton verschiebt sich klanglich ins Kratzige. Auch am englischen Ton nagte der Zeitzahn, so dass es auch diesem an hochfrequenten Anteilen fehlt, die Musik und Dialoge etwas natürlicher und frischer gestalten könnten. Für deutsche Untertitel ist gesorgt - für CMV nahezu untypisch.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Originaltrailer (3:06 Min.)
  • Auf den Spuren der "Zone K":
    • Informationen (3 Seiten)
    • Bildergalerie (5:56 Min.)
    • Videoaufnahmen (2:13 Min.)
  • Bildergalerie (18 Bilder)
  • Trailer "Das Haus der lachenden Fenster" (3:28 Min.)
Verpackungkleine Buchbox
 Das Bonusmaterial ist außerordentlich gut geworden. Für den Audiokommentar konnte man Christian Keßler gewinnen, der mit unheimlicher Vielfalt und Tiefe den Film und seine Randbedingungen erörtert. Es ist lediglich schade, dass Pupi Avati-Kenner Max Brot kurz vor der Aufnahme des Kommentars starb. Die Zone K beschreibt jenen geheimnisvollen Bereich im Film, in dem das Mysterium des ewigen Lebens möglich sein soll. Im Film kommen mehrere Bereich in Frage, als Haupthandlungsort wird allerdings das verlassene Gebäude zum Schluss auserkoren. In der 3-seitigen Information hat sich Björn Schütz im Sommer 2011 auf die Suche nach dem real existierenden Gebäude gemacht. Er gibt Auskunft über die genaue Position (lässt sich über Google Maps bzw. Google Earth ausfindig machen) und beschreibt den starken Zerfall der Anlage bzw. wie man auf das Gelände gelangt. Eine beschriftete Bildergalerie zeugt von diesem Ausflug nach Italien und vergleicht den heutigen Zustand des Gebäudes mit Filmschnappschüssen. Die kurzen Videoaufnahmen sind sehr verpixelt (könnte eine Handy-Aufnahme sein). Weiterhin hat man Zugriff auf eine Bildergalerie, den Trailer zum diesem und Interner Linkeinen weiteren Pupi Avati-Film.
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Fazit
Die schwierigen 1980er Jahre hatten auch dem zuvor großen italienischen Horrorfilm zugesetzt, was einige außergewöhnliche Regisseure nicht daran hinderte, das Genre mit mehr als passablen Produktionen weiter zu beleben. Der Zeder (Cover B)außergewöhnliche Pupi Avati veredelte diesen Gruselhausfilm, der per Definition zwar ins Zombie-Genre eingeordnet werden kann, ansonsten aber nur wenig damit zu tun. Im Grunde ist es ein klassischer Horrorfilm allererster Güte, bei dem ein junger Schriftsteller zusammen mit seiner Freundin einem uralten Geisterglauben auf die Spur kommt, der auf makabre Weise die Geheimnisse des Lebens offenbaren soll. Aus dem Hintergrund heraus versucht eine anonyme Organisation die Bestreben des Heißsporns zu unterbinden - zur Not auch mit todbringenden Argumenten. Bei der Jagd trifft man auf allerlei zwielichtige Gestalten, u.a. den titelgebenden Priester, um dessen Vermächtnis es fortan gehen soll.
Ob Avati sich in Zeder (Cover C)irgendeiner Form bei einem im gleichen Jahr erschienenen Erfolgsroman von Stephen King bedient hat, ist nicht ganz klar, spielt allerdings für die Qualität des Filmes keine Rolle, der sich auch dann bestens genießen lässt, falls man den Roman bzw. dessen Verfilmung bereits kennt. Avati setzt bereits im beinharten Intro auf die Kunst des Unheimlichen, wenn ein junges Mädchen sehr grob von einem älteren Herren in einen Keller einer verlassenen Villa gezerrt wird, um dort jemanden zu suchen. Diese Szenen sehen aus wie ein vorzeitliche Opferungszeremonie. Wer sich hinter dem Ziel verbirgt, ist lange Zeit unklar, aber es ist eine Bestie, die übernatürliche Kräfte zu besitzen scheint und das Mädchen schwer verletzt. Auch wenn keiner der Effekte überbordend angelegt ist - relativ zu anderen italienischen Werken dieser Zeit, die doch des Öfteren mehr Effekte als Inhalt zu bieten hatten -, bleibt die Stimmung angespannt und die Spannung hoch. Trotz des unsympathischen, lediglich finster dreinblickenden Protagonisten (Gabriele Lavia, Interner Link"Sleepless", Interner Link"Inferno") wird "Zeder" zu einer rasanten Angelegenheit, dessen tragisches Ende nur so gespickt ist mit unheimlichen, atmosphärischen Momenten, zu denen Riz Ortolanis (Interner Link"Cannibal Holocaust", Interner Link"Das Schloss des Grauens") simpler, aber aufreibender Score ertönt. Für Fans packender Horrorkost absolut zu empfehlen!



Bilder der DVD




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NewsPhantastik-Italo-Nachschub von CMV im April
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