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NZ 1997
Originaltitel:Aberration
Alternativtitel:Spur des Grauens
aka. Echsenjagd - Etwas überlebt immer
Länge:89:35 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Tim Boxell
Buch:Scott Lew, Darrin Oura
Kamera:Allen Guilford
Musik:David Donaldson, Plan 9, Steve Roche, Janet Roddick
SFX:Kevin Chisnall, Clint Ingram
Darsteller:Pamela Gidley, Simon Bossell, Valeri Nikolayev, Helen Moulder, Norman Forsey
Vertrieb:Imperial Pictures / Infopictures
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:22.05.2012 (Kauf)



Inhalt
Marshall ist Forscher. Er entdeckt eines Tages in dem kleinen Ort Langdon in Minnesota, dass alle Tiere nach und nach nicht mehr aufzufinden sind. Aus den tiefen Wäldern verschwindet sämtliches Leben - die Wissenschaft steht vor einem Rätsel. Dann, plötzlich, fällt das Grauen ein: Schnelle, lautlose Mörder, reptilienähnliche Kreaturen - böse und hungrig! Erst lähmen sie ihre Opfer, um sie dann lebendig zu zerfleischen - die friedliche Bergwelt verwandelt sich in ein blutiges Schlachtfeld ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 "Echsenjagd" erscheint im originalen Vollbildformat, dessen Qualitat nicht ganz überzeugend ist, was vor allem an der Schärfe liegt. Diese befindet sich auf einem durchschnittlichen Niveau und bietet nur selten eine gute Detailansicht. Meist wirkt das Bild weich und in Bewegungen etwas unscharf. Selbst die Kantenschärfe sorgt nicht für einen plastischen Eindruck. Der Kontrast hingegen bietet eine gute Balance zwischen dunklen und hellen Bereichen. Lediglich in sehr dunklen Szenen saufen Details ab und es lässt sich Bildrauschen erkennen. Die kühle Farbgebung passt zur Kulisse und geht völlig in Ordnung. Trotz einiger schwieriger Szenen überzeugt auch die Kompression. Schneetreiben wird meist unproblematisch dargestellt und einzig bei der Explosion in der 40. Minute ist eine deutliche Artefaktbildung erkennbar.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die Dialoge der deutschen Fassung sind stets gut verständlich. Auch die englischsprachige Originalspur gibt keinen Anlass zur Kritik. Der deutsche Stereo-Mix klingt aber besser, da die Stimmen klarer sind. Im Original wirken Dialoge etwas dumpf, werden dafür aber auch nicht von einem dezenten Hintergrundrauschen begleitet. Die Balance zwischen Musik, Nebengeräuschen und den Dialogen ist in beiden Fassungen weitestgehend gleich und als gelungen zu bezeichnen. Letztlich wird man, egal für welche Sprache man sich entscheidet, gut bedient. Einzig das Fehlen deutscher Untertitel fällt negativ auf.
 +++---

Extras
Extras
  • Deutscher Trailer: "High Voltage" (2:15 Min)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendeocver
 Auf der DVD zu Interner Link"High Voltage" fehlte der dazugehörige Trailer, hier wird er nun nachgereicht. Leider ist dies das einzige Extra der DVD und hat mit dem Hauptfilm rein gar nichts zu tun.
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Fazit
Der Welt des Tierhorrors sind kaum Grenzen gesetzt, denn nahezu alles was Rang und Namen hat wurde bereits auf das zahlende Publikum losgelassen. Der Reiz ist, anders als im stark phantastisch verwurzelten Monsterhorror rund um Vampire und Höllendämonen, dass man realistische Kreaturen zu sehen bekommt, was den Zuschauer mehr mitreißt; es könnte schließlich der eigene Hund sein, der wutentbrandt mit geifernder Schnauze auf sein Herrchen wartet.
Im 1997 entstandenen "Echsenjagd", der von Imperial Pictures auf DVD vertrieben wird, geht es um eine Tierart, die sonst wenig Beachtung findet. Wie es im Genre meist üblich ist, kippt auch bei "Echsenjagd" die reale Welt ins Unwirkliche, wenn sich die Tierchen trotz der geringen Ausgangsgröße zu einem scheinbar unbesiegbaren Gegner entwickeln. Innerhalb von Minuten passen sie sich ihrer Umwelt an, so dass ihnen selbst Kälte nicht viel anhaben kann. Wie es zu den mordlüsternen Mutationen kommt, wird nicht erläutert; der Film beruft sich auf vom Menschen hervorgerufene, schädliche Umwelteinflüsse. Mit ein bisschen Nachdenken und mit fortwährender Spielzeit wird man sich zusammenreimen können, dass es keinen triftigen Grund für die Echsen gibt. Allerdings hält es die Geschichte spannend, denn immer dann, wenn man glaubt, die beiden Protagonisten hätten bereits alles erlebt, gibt es noch eine kleine Steigerung.

Toll gelungen ist dem neuseeländischen Films der Handlungsort der verschneiten und fast menschenleeren Bergwelt von Minnesota. Kahle Ebenen, tiefe Schluchten und eine romantische, gespenstische Wildnis bilden die Schauplätze, an denen die Echsen über ihre Opfer herfallen. Trotz dem Regisseur Tim Boxell seinen "Echsenjagd" nicht ganz ernst angelegt hat und für einige dumme Zoten wie den Terminator-Running Gag sorgt, ist die klaustrophobische Stimmung in der verschneiten Gegend sehr intensiv, so dass die winterlich-abgestorbene Landschaften nahezu ebenso bedrohlich wirken wie die nach Blut gierenden Echsen. Die Angriffe der Echsen und die zugerichteten Leichen sind effektreich inszeniert. Einzig der Kopfschuss gegen Ende des Films lässt sich deutlich als Spezialeffekt ausmachen. Die Tiere wurden meist ordentlich in Szene gesetzt. Der Kehlensprung auf die Menschen mutet zwar nicht sonderlich realistisch an, aber im Horrorfilm ist auch so etwas möglich, schließlich lernen die Echsen in ihrem Kampfverhalten sehr schnell hinzu und mutieren zu intelligenteren Wesen.

"Echsenjagd" ist ein kleiner, aber feiner Tierhorrorfilm, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt und einen ordentlichen Spannungsaufbau besitzt. Die DVD ist solider Durchschnitt, weswegen es eine Empfehlung für diese Genreperle gibt.



Bilder der DVD




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