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SE 2003
Originaltitel:Huset vid vägens ände
Alternativtitel:Cellar, The
aka. House at the End of the Road, The
Länge:70:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Martin Kjellberg, Nils Wåhlin
Buch:Martin Kjellberg, Nils Wåhlin
Kamera:Martin Kjellberg, Nils Wåhlin
Musik:David Clausson
Darsteller:Mattias Ohlsson, Sandra Tordardottir, Henrik Danielsson, David Clausson, David Weiss, Pale Olofsson, Jeanette Adner, Lars Kjellberg, Ester Bager, Lars-Erik Wåhlin, Nils Wåhlin, Martin Kjellberg
Vertrieb:Savoy Film / Intergroove
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:12.04.2012 (Verleih) / 25.05.2012 (Kauf)



Inhalt
Vier Kunststudenten haben sich für das Wochenende ein abgelegenes Ferienhaus gemietet. Sie wollen jedoch nicht nur entspannen und ein bisschen feiern, sondern in der Abgeschiedenheit auch an ihren jüngsten Projekten arbeiten. Doch ihr Aufenthalt wird zusehends unangenehmer, denn ein jeder von ihnen wird von seltsamen Visionen geplagt. Schon bald fragen sie sich, ob das Haus verflucht ist, oder ihnen ihr Verstand nur einen Streich spielt. Das herauszufinden, kann jedoch tödlich sein!

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Bei "Paranormal Cellar" handelt es sich um einen schwedischen Independentfilm, der deutlich unter Budget- und Equipmentmangel leidet. Das Ergebnis fällt sehr ernüchternd aus und ist lediglich auf dem Niveau, welches deutsche Amateurfilmer bereits Jahre zuvor erreichten. Von Schärfe ist keine Spur und ein stetiges, je nach Ausleuchtung mehr oder weniger starkes Rauschen sorgt für den Todesstoß im Bereich der Detailwiedergabe. Die Kompression kann dabei keine größeren Schäden mehr verursachen. Die Farben wirken bedingt durch die Aufnahmetechnik verfälscht und stark reduziert. Ein natürlicher Eindruck sieht anders aus. Defekte sind zwar nicht vorhanden, doch entstehen vor allem in dunklen Szenen einige Nachzieheffekte.
 +/----

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Dt.,Schw.), Dolby Digital 2.0 (Dt.)
SpracheDeutsch, Schwedisch
UntertitelDeutsch
 Der Ton ist anders als das Bild gelungen. Sowohl die deutsche Synchronfassung als auch das schwedisches Original liegen in Dolby Digital 5.1 vor. Zumindest die deutsche Sprachfassung ist gut verständlich, beim Original lässt sich das mangels Schwedischkenntnisse nicht ganz nachvollziehen, aber es stehen gut leserliche Untertitel zur Verfügung. Wie bei Spukhausfilmen üblich lebt die Filmatmosphäre von der Akustik. Diese ist sehr lebhaft in Szene gesetzt, es knarrt und ächzt durch das ganze Haus und der Umgebung und schafft so eine räumliche Kulisse. Dynamik ist vorhanden, doch etwas mehr Druck in Spannungsmomenten hätte das Geschehen noch mehr betont. Die Synchronfassung wirkt in den Dialogen etwas steril, was einer Studioakustik gleichkommt, da weiß die Originalfassung mehr zu gefallen. Zusätzlich existiert, wie beim Label üblich, eine deutsche Stereospur, aber nutzt die eigentlich jemand?
 +++/--

Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Fleisch für die Bestie (1:36 Min.)
    • Transmorphers 3 (0:47 Min.)
    • Flesh of the Living Dead (1:19 Min.)
    • Lake Mungo (1:39 Min.)
    • The Dead (2:28 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Als Extra ist nur eine Trailershow vorhanden.
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Fazit
Wir hatten "Paranormal Activity" und Interner Link"Paranormal Investigations". Nun folgt mit "Paranormal Cellar" der nächste Akt. Der einfältige Titel entspringt natürlich nicht dem Regie- und Autorengespann Martin Kjellberg und Nils Wåhlin, sondern dem deutsche Verleih, der den potenziellen Käufer mal wieder hinter Licht zu führen versucht. Die einzige Gemeinsamkeit zu beiden bekannteren Filmen ist die Geistergeschichte, die ein Quartett von Kunststudenten erleben darf. Allerdings gaukelt der schwedische Independentfilm keine Dokumentation vor, sondern ist ein ganz normaler Spielfilm. Es wurde zwar mit unruhiger Hand gefilmt, erinnert sonst aber nur wegen der Bildqualität an einen "Scripted Reality"-Vertreter. Das geringe Budget schlägt sich auf die Aufnahmetechnik nieder, vor und hinter der Kamera war man allerdings mit viel Elan bei der Sache. So erklärt sich auch, dass ein sehr spannender Film gelang, der über die gesamte Laufzeit zu überzeugen vermag. Neue Ideen konnten die beiden Regisseure zwar nicht in ihren Film unterbringen, der Zuschauer wird aber trotzdem reichlich gegruselt und mit einem gut gesetzten Storytwists in die Irre geführt. Die Grundidee hinter "Paranormal Cellar" fand schon in anderen Filmen Verwendung, wird hier allerdings ein wenig entgegen den Erwartungen verwendet. Kjellberg und Wåhlin sorgen mit sehr einfachen Mitteln für ein unbehagliches Gefühl, von dem man sich nur schwer lösen kann. Ihre vier Hauptdarsteller tragen den Film rund um das alte Haus mit dem labyrinthartigen Keller und seinen Geheimnissen, obwohl man merkt, dass die drei Jungs und das Mädel keine allzu großen Schauspieler sind. Aber gerade das etwas laienhafte Schauspiel sorgt für Pluspunkte. So wird "Paranormal Cellar" zu einem sehr atmosphärischen und teils verstörenden Independentfilm, auf den man sich einlassen sollte, falls man Geistergeschichten mag.

Gelungener Spukhaufilm, dessen Bild leider nur wenig überzeugen kann. Sieht man darüber hinweg, gibt es als Dank eine wohlige Gänsehaut. Abgesehen von einer Trailershow und einem Wendecover existieren keine Extras.



Bilder der DVD




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