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KR 2002
Originaltitel:Phone
Länge:102:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Ahn Byung-Ki
Buch:Ahn Byung-Ki, Lee You-Jin
Kamera:Moon Yong-Sik
Musik:Loe Sang-Ho
SFX:Future Vision
Darsteller:Hi Ji-Wan, Kim You-Mi, Choi Wu-Je, Choi Ji-Yeon, Eun Su-woo
Vertrieb:Sunrise
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Nachdem sie einen Kindersexskandal aufgedeckt hat, sieht sich Reporterin Ji-Wan (Hi Ji-Wan) von einem Stalker und dessen Todesdrohungen via eMail und Telefon konfrontiert. Auf Anraten ihres Bosses hin beschließt sie, eine zeitlang unterzutauchen. Mit dem Umzug in das leer stehende Haus ihrer besten Freundin Ho-Jeong (Kim You-Mi) wechselt Ji-Wan auch ihre Handynummer. Doch die neu gewonnene Ruhe währt nicht lange, denn erneut bekommt Ji-Wan seltsame eMails und Anrufe. Sie findet heraus, dass bereits alle Vorbesitzer ihrer Telefonnummer 6644 auf unnatürliche Weise das Zeitliche gesegnet haben. Und schon bald beginnt sich auch Ji-Wans Realität zu verändern. Von Geistervisionen gequält begibt sie sich auf die Suche nach dem Geheimnis der todbringenden Nummer. Bald schon steht ihr Leben auf dem Spiel ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Es gibt ja einige asiatische Schocker, die einfach etwas zu unscharf sind, diese Umsetzung hier birgt aber gleich mehrere grobe Fehler, die ein unbefriedigendes Gesamturteil ausmachen. Die Farben zum einen sind extrem schwach und unnatürlich, was möglicherweise atmosphärische Ursachen hat, insgesamt aber nur wenig erklärbar ist. Vor allem in dunkleren Szenen sind Gesichter krankhaft grau und gelblich, als ob man die Farben förmlich ausgewaschen hätte. Der Farbton ist also sehr trist und kalt, nur in den quantitativ unterlegenen Außenaufnahmen erreicht man einigermaßen zufrieden stellende Werte, die dann auch mal Rottöne enthalten. Die Schärfe ist, wie schon angesprochen, ebenso schwach. Größtenteils wirkt das Geschehn verwaschen, trotz leichter Nachschärfung an den Konturen, die aber auch schon wieder verschwimmt, und in Bewegungen kommen Ghosting-Artefakte hinzu. Eine Partikelbewegung ist da beinahe gar nicht zu erkennen - wäre ja auch seltsam gewesen bei diesem unscharfen Erlebnis. Grund ist wohl der starke Rauschfilter, der in Bewegungen für störende Stabilisierungen sorgt. Ein paar Defekte haben sich auch eingeschlichen, wer aber nicht darauf achtet, übersieht diese schnell.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Der deutsche Dolby Digital 5.1-Ton steht ganz im Gegensatz zum erbärmlichen Bild, ist er doch ein ordentlicher Zugewinn an Räumlichkeit im Heimkino. Jede Schocksequenz verstärkt sich durch den kräftigen Einsatz der Rear Speaker, welche ordentlich Bewegung ins Geschehen bringen und sich nicht nur auf den hinteren Bereich beschränken, sondern durch eine donnernde Front und einen warmen Bass Unterstützung finden. Ordentliches Aufschrecken ist da garantiert! Ein wenig geschmälert wird dieser Eindruck durch die etwas flache Front, die wohl hauptsächlich auf die deutsche Synchronisation zurückzuführen ist. Diese ist nicht schlecht gelungen, die Abmischung verliert gegenüber dem Originalton aber sicherlich an Natürlichkeit. Ein Vergleich mit dem O-Ton ist leider nicht möglich, dieser fehlt wie auch die Untertitel.
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Extras
Extras
  • Trailer:
    • Alive (3:28 Min.)
    • Sword In The Moon (2:30 Min.)
    • Yesterday (2:34 Min.)
 Mit ein paar Trailern ist es leider beim Bonusmaterial getan, was nicht wirklich bewertet werden kann.
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Fazit
Das geisterhafte Unterwandern moderner Technologie war schon in mehreren asiatischen Horrorfilmen ein guter Kniff, man denke nur an Interner Link"Ringu" oder "Kairo". In "Phone" ist es die tückische Kommunikationstechnologie, die uns Schrecken einjagen soll - sei es als Mobiltelefon, als E-Mail oder als Babyfon. Doch "Phone" ist mehr als nur das, und dennoch weniger ...
Die größte Schwäche liegt wohl daran, dass der Film partout keine eigenen Ideen entwickelt. Alle interessanten und erschreckenden Aspekte aus "Phone" hat man so schon einmal wo anders gesehen. So ist das Motiv des boshaften kleinen Mädchens ganz klar aus diversen Nakata-Filmen geklaut. Ohne Interner Link"The Eye", "Ringu", "Kairo" und Interner Link"Dark Water" hätte es vermutlich keinen "Phone" gegeben. Und gerade die erste Stunde sieht in seiner kalten Blau-Grün-Färbung genau wie ein "Ringu"-Plagiat von der Stange aus. So ist "Phone" zunächst keine positive Erweiterung des Stils, sondern eher, ein leidlicher Versuch die Atmosphäre und Fangemeinde der Originale zu erreichen. Das Besondere an "Phone" ist jedoch die zweite Hälfte aus dem Film. Die Regie von Ahn Byeong-ki ist wie ein Puzzlespiel aufgebaut. So scheint er uns in den ersten 60 Minuten mit komplizierten, mystischen Rätseln ersticken zu wollen. Jedoch ab einem gewissen Punkt fügt er geschickt und spannend die fehlenden Puzzleteile ein, lässt die übersinnlichen Aspekte glücklicherweise aber dennoch im Dunkeln. Auf diese Weise entsteht ein neuer, viel besserer Spannungsbogen in der zweiten Hälfte "Phone"s, der trotz der vielen Antworten nie die Mystery-Ebene der Story angreift. Ein weiterer, großer Bonuspunkt ist Seo-woo Eun, die die süße, kleine Tochter spielt, die von der toten Ex-Geliebten des Mannes befallen wird. Ihre durch und durch erwachsene Mimik lässt sekundenschnell alle Unschuldigkeit aus ihrem Gesicht wegwischen. Ein solch talentierter Kinderschauspieler gibt es nur alle Jubeljahre. Seo-woo Eun dürfte eine echte Entdeckung sein. Hoffen wir für sie, dass man sie fortan nicht nur in billige "Ringu"-Rip-offs einsetzt.

"Phone" ist ein gewöhnlich-guter Asia-Grusler, dem es ganz eindeutig an eigenen Ideen mangelt. Als Snack für zwischendurch sicherlich gut geeignet, als Vollmahlzeit, dann doch lieber auf die wirklich großen Asia-Outputs á la "Ringu" zurückgreifen. Die deutsche DVD ist leider grad im Bild durch ihre krankhaften Farben und die ungenügende Schärfe keine Wohltat, was beim guten Raumton wieder ganz anders aussieht. Auch die nicht vorhandene Ausstattung ist nicht grad ein Kaufgrund.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Phone, The
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