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D 1970
Originaltitel:Männer sind zum Lieben da
Alternativtitel:Girls From Atlantis, The
Länge:82:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Eckhart Schmidt
Buch:Eckhart Schmidt
Kamera:Uwe-Peter Wilm
Musik:Jack Grunsky, Wolfgang Amadeus Mozart
Darsteller:Isi Ter Jung, Horst Letten, Barbara Capell, Diana Nisbeth, Marianne Sock, Les Olvedi, Arthur Brauss, Jürgen Michaelis, Friedrich Graumann, Ursula König, Peter Przygodda, Winfried Sawatzki
Vertrieb:JAM
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:11.05.2012 (Kauf)



Inhalt
Atlantis (Isi Ter Jung) kommt mit ihren Freundinnen von einem versunkenen und männerlosen Kontinent an die Erdoberfläche. Ihr Auftrag: Mit Männern Geschlechtskontakt aufnehmen, sie auf Daumengröße verkleinern und die Mini-Männchen in ein Köfferchen packen. In der Heimat dieser Mädchen, dem Land der männerfreudigen Amazonen, sollen sie dann als Sex-Sklaven für Nachwuchs sorgen. Hierzu werden die Herren selbstverständlich wieder auf Originalgröße gebracht. Schon als Karon den ersten Mann verkleinert, ahnt Atlantis, dass ihr dieser Auftrag Schwierigkeiten machen wird. Und tatsächlich: Ein Porno-Vertreter, ein Bürgermeister, ein Priester, der sich als Bankräuber entpuppt, ein Versicherungsdetektiv und ein Sex-Professor gehen ihr trotz intensiver Bemühungen durch die Lappen ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Bildqualität dieser vergessenen Perle kann sich sehen lassen. Angefangen mit einer guten Schärfe offenbart das Bild viele Details und klar gezeichnete Konturen. In Anbetracht der Seltenheit und des Alters des Films überrascht das anamorph abgetastete Bild. Viel Schmutz ist nicht zu sehen, einzig an einigen Stellen sind Filmrisse bemerkbar. Der Kontrastumfang des Schwarz-Weiß-Transfer weiß durch eine ausgewogene Balance zu gefallen, bei welcher es weder zu auffälligen Überstrahlungen noch durch einen zu dominanten Schwarzwert zum Detailverlust kommt. Gelegentlich hätte man sich allerdings einen etwas kräftigen Schwarzwert gewünscht, da es in einigen Szenen etwas zu sehr ins Gräuliche geht. Alles in allem aber ein mehr als gelungenes Bild.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Der deutsche Monoton überzeugt durch wenige Verzerrungen sowie eine ordentliche Sättigung. Sicherlich klingt das Geschehen eher höhenbetont und Mitten sowie Bässe sind nur marginal vorhanden. Trotzdem kann man mit dem Gebotenen zufrieden sein, zumal die Dialogverständlichkeit absolut überzeugt. Hintergrundrauschen ist nicht auszumachen.
 ++----

Extras
Extras
  • Slideshow (1:33 Min.)
  • Trailershow:
    • Das grüne Ding aus dem Sumpf (1:35 Min.)
    • Radioactive Dreams (1:59 Min.)
    • Metal Skin (1:31 Min.)
    • Crazy Ski (1:54 Min.)
    • North Shore (1:34 Min.)
    • Celia - Eine Welt zerbricht (1:55 Min.)
    • Night (2:01 Min.)
    • Coffee Date (2:19 Min.)
    • Equinox - Zwischen Tag und Nacht (2:33 Min.)
    • Martians!!! (2:00 Min.)
    • Cassandra - Omen des Bösen (2:25 Min.)
    • Peaches (2:17 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Viel Bonusmatrial konnte nicht für diese Veröffentlichung gefunden werden, aber immerhin gibt es die seltenen deutschen Kinoaushangfotos als Slideshow zu sehen.
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Fazit
Eckhart Schmidt ist ein Name, der sich trotz einer langen Filmografie nicht in das Gedächtnis des deutschen Filmfreundes einbrennen konnte. Sein berühmtestes Werk dürfte der 1982 entstandene Interner Link"Der Fan" mit Désirée Nosbusch sein, der für einige Skandale sorgte. Im Jahre 1970 inszenierte er "Atlantis - Ein Sommermärchen", eine zu Unrecht vergessene Perle deutschen Kulturguts, die in der Zeit der frivolen und erfolgreichen Erotikfilmchen entstand. Doch anders als der Lederhosen-Klamauk ist "Atlantis" eine SF-Erotik-Satire mit Anspruch.

Atlantis ist eine junge Frau, gespielt von Isi Ter Jung, die mit ihren Freundinnen von einem versunkenen, männerlosen Kontinent auf die Erde kommt, um männliche Sexsklaven für die Nachwuchsproduktion zu organisieren. Dafür werden die Männer geschrumpft und in ein Köfferchen gepackt, um sie zu einem späteren Zeitpunkt in die Welt der Frauen zu entführen.
Das klingt schräg und ist es auch, allerdings auf eine sehr charme Art. Schmidt, der auch für das Drehbuch verantwortlich ist, gelingt ein Film, der von der ersten bis zur letzten Minute dank einer ansprechenden Inszenierung zu überzeugen vermag. Nebenbei wird die Stadt München nahezu huldigend in Szene gesetzt, denn man wird viele Sehenswürdigkeiten der bayrischen Landeshauptstadt wiedererkennen können.
Anders als beim Sexklamauk bekommt man keine platten Zoten vorgesetzt, sondern durchdachten Humor. Das Mädchen Atlantis gerät auf der Suche nach männlichen Opfern stets von einer in die nächste abstruse Situation. Während ihre Freundinnen die Köfferchen langsam voll bekommen, gerät Atlantis immer wieder an die falschen Männer. Es wirkt beinah so, als ob in München der damaligen Zeit nur Sex hinter verschlossenen Türen und Fenstern stattfand. Das erste potenzielle Opfer ist ein homosexueller Handelsvertreter für Pornobücher, der verständlicherweise das hübsche Mädchen abblitzen lässt. Danach ist ein Dieb im Pfarrerkostüm an der Reihe, der aber lieber eine Bank ausrauben möchte statt Sex zu haben. Der ihn verfolgende Polizist steht mehr auf seinen Beruf als auf Frauen und so weiter. Den Charakteren rettet es zwar ihren Hals, sich nicht auf Atlantis und ihre Freundinnen einzulassen, doch es ist schon ein wenig seltsam, dass die Münchener Männerwelt dermaßen frigide reagiert. Zumindest sorgt diese Konstellation für gute Unterhaltung und durchweg erwachsenen Humor.
Schmidt setzt gänzlich auf unbekannte Namen. Es kommt zwar vor, dass einige wenige Darsteller mit ihren Rollen etwas überfordert wirken, dennoch kann man dies nicht als Manko bezeichnen, da frische Gesichter dem Film unheimlich gut tun. Ebenso wirken einige Dialoge improvisiert, die scheinbar kunstvollen Sprechpausen lassen dies zumindest vermuten. Davon abgesehen gibt es nicht viel zu kritisieren.

Der Science Fiction-Anteil fällt allerdings gering aus, weil die Schrumpfsequenzen im Off geschehen und lediglich das Ergebnis als kleine Plastikpuppe gezeigt wird. "Atlantis - Ein Sommermärchen" mag vielleicht auch deshalb etwas naiv wirken, doch man wird seinen Spaß haben. Ebenso ist es mit der DVD, die eine dem Filmalter entsprechend tolle Bild- und Tonqualität besitzt. Extras sind zwar kaum vorhanden, doch zumindest wird ein Wendecover geboten.



Bilder der DVD




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