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USA 1995
Originaltitel:Embrace of the Vampire
Alternativtitel:Nosferatu - Vampirische Leidenschaft
aka. Nosferatu Diaries: Embrace of the Vampire, The
Länge:88:29 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Anne Goursaud
Buch:Halle Eaton, Nicole Coady, Rick Bitzelberger
Kamera:Suki Medencevic
Musik:Joseph Williams
Darsteller:Alyssa Milano, Martin Kemp, Harold Pruett, Jordan Ladd, Rachel True, Charlotte Lewis, Jennifer Tilly, Rebecca Ferratti, Glori Gold, Seana Ryan, Sabrina Allen, Robbin Julien
Vertrieb:Imperial Pictures / Studio Canal
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:17.01.2012 (Kauf)



Inhalt
Die Studentin Charlotte ist noch Jungfrau. Nachts hat sie seltsame, sehr erotische Träume, in denen sie einen mysteriösen Vampir trifft und Sex mit ihm hat. Charlotte verändert sich immer mehr und der Vampir bestimmt auch ihr tägliches Leben. Charlotte scheint die Reinkarnation seiner geliebten Frau zu sein, deren Tod er nie überwunden hat. Nun will er in wenigen Tagen ihr Herz erobern und mit ihr gemeinsam in die Ewigkeit gehen. Siegt die Magie der dunklen Welt und wird Charlotte den prickelnden Verführungsversuchen des Vampirs erliegen?

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Vampire sind bekanntlich Geschöpfe der Nacht. Dementsprechend wurde das Geschehen oftmals dunkel gestaltet, weswegen ein ordentlicher Kontrast und ein gute Schwarzwert höchste Priorität haben. Im Großen und Ganzen ist dies gelungen, wenn auch Details nicht immer perfekt dargestellt werden. Gerade weil sich deutliches Rauschen zeigt wirkt die Auflösung noch weiter herabgesetzt, was auch der Schärfe zu schaffen macht. Unscharf wird das anamorphe Bild zwar nie, doch detaillierte Aufnahmen wie sie bei Tageslicht geboten werden erreichen Szenen bei Nacht kaum und es müssen Detailverluste hingenommen werden. Die Farben wirken meist natürlich, nur bei Nacht verliert sich die Sättigung. Bewegungen im Geschehen bleiben ohne Auswirkung auf die Kompression, nur das Rauschen sorgt ab und an für leichte Unruhen, auch in hellen Szenen. Selten sind kleinere Schmutzpartikel sichtbar, doch dies kann die Bewertung nicht schmälern.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 "Nosferatu Diaries" ist als dramatischer Erotikfilm anzusehen und bietet nur selten Gelegenheit für eine räumliche Soundkulisse, weswegen sich ein Großteil des Tons auf eine breite Stereofront beschränkt. Die Rears werden kaum genutzt. Klangtechnisch sind der englische O-Ton und die deutsche Synchronisation nahezu identisch. Letztere besitzt eine etwas kräftiger Abmischung. Beide Sprachfassungen wurden in Dolby Surround als auch als 5.1-Mix auf die DVD gepresst. Der einzige Vorteil gegenüber der Surround-Spur ist nur die Dynamik, die dann auch den Subwoofer etwas einbezieht. Die Sprachverständlichkeit ist in allen Spuren gleich gut, im Original wie gewohnt einen Tick natürlicher. Deutsche Untertitel stehen zur Verfügung.
 ++++--

Extras
Extras
  • Deutscher Trailer
  • Musikvideo: Pre/Verse - "Like A Vampire"
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Der deutsche Trailer sowie ein Musikvideo sind als Bonus vorhanden.
 /-----

Fazit
Wenn Teeniestars erwachsen werden, kommt entweder der tiefe Fall oder die erste freizügige Rolle. So auch bei Alyssa Milano, die mit "Nosferatu Diaries" versuchte, ihr "Wer ist hier der Boss"-Image abzulegen und zur Freude ihrer männlichen Fans sehr freizügig agiert. Doch ob Alyssas Brüste ausreichen, um den von Regisseurin Anne Goursaud inszenierten Vampirfilm überzeugen zu lassen?

Als Antwort gibt es ein klares "Jein": Die nackte Alyssa sieht zum Anbeißen aus und Anne Goursaud liefert einen in Grundzügen netten Vampirfilm erotischer Art ab. Wer sich damit zufrieden gibt, dem wird "Nosferatu Diaries" gefallen, denn ansonsten hat der Film nicht viel zu bieten. Lässt man den erotischen Aspekt außen vor, könnte der Film auch als mit üblichen Klischees belasteter TV-Film irgendwelcher Studentengeschichten durchgehen, welche das US-Fernsehen zuhauf produziert. Zumindest aber wird eine sehr ansprechende Kulisse geboten, denn das College passt zur Vampirhandlung - die gotische Bausweise ist ein echter Eyecatcher. Doch eine Frage bleibt offen: Wie konnte sich der Vampir unterm Turm unbeobachtet über Jahre oder gar Jahrhunderte hinweg ein Zimmer einrichten? Schon merkwürdig, wenn dort des Nachts ein Licht brennt, sich aber niemand daran stört.

Die Jungfrau, welche Alyssa Milanos Charakter Charlotte darstellt, möchte man ihr nicht so ganz abkaufen, mutet sie doch später sehr verführerisch an. Deswegen verläuf die Verwandlung vom Mauerblümchen zur Femme Fatale nicht ganz überzeugend. Ihren Freund lässt Charlotte nicht ran, aber der Vampir darf an ihren Brüsten saugen, während der Zuschauer voyeuristisch beiwohnt. Auch die Füßtätowierungen der Darstellerin passen nicht so recht ins Bild und wurden deswegen mit weißen Strümpfen überdeckt, durch die man allerdings hindurchschauen kann. Martin Kemp, der ehemalige Sänger der US-Band Spandau Ballett, ist in der Rolle des Vampirs sichtlich überfordert und versucht dies mit seiner halbwegs dekadenten, übertriebenen Darstellungsweise zu überspielen. Ich wüsste auch nicht, wie ich reagieren würde, wenn Frau Milano nackt vor mir stehen würde, doch die Reaktionen von Kemp sind nicht sonderlich nachvollziehbar und ich mag ihn in dieser Rolle auch nicht. Seine Bemühungen, nach dem musikalischen Aus ein zweites Standbein im Filmbusiness aufzubauen, sind also nicht sehr erbaulich. Er täuscht auch nicht über den teils schleppenden Handlungsverlauf hinweg. Die Geschichte ist zu dünn, um Spannung oder eine bedrohliche Atmosphäre zu generien. Da gibt es weitaus bessere Genrevertreter! Stattdessen steht eine etwas märchenhafte Stimmung im Vordergrund, die an die Geschichte von "Die Schöne und das Biest" erinnert - hier eben mit einem Vampir statt des Tiermenschen.

Wer auf nackte Promis steht, auf Alyssa Milano im Allgemeinen oder dem erotischen Horrorfilm nicht abgeneigt ist, der darf dem Film gerne eine Chance geben. Zudem feiert "Nosferatu Diaries" mit dieser Veröffentlichung von Imperial Pictures seine käufliche Erstveröffentlichung in Deutschland. Zuvor wurde der Film nur einige Male im Fernsehen gezeigt; dort unter dem Namen "Nosferatu - Vampirische Leidenschaft". Aufgrund des aktuellen Erfolges von Serien wie Interner Link"True Blood" oder Interner Link"Vampire Diaries" wurde dieser Titel aus marketingtechnischen Gründen um das Wort "Diaries" ergänzt. Technisch bietet die DVD sowohl eine gute Bild- als auch Tonqualität. Der Bonusbereich fällt hingegen mit Trailer und Musikvideo sehr mager aus. Die auf der DVD befindliche Fassung entspricht dem amerikanischen "Unrated Director's Cut", welcher etwas mehr Erotikanteile besitzt.



Bilder der DVD




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