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USA 1997
Originaltitel:True Vengeance
Alternativtitel:Power Force
Länge:90:28 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:David Worth
Buch:Kurt Johnstad
Kamera:David Worth
Musik:Stephen Edwards
SFX:Greg Landerer
Darsteller:Daniel Bernhardt, Beverly Johnson, Miles O'Keeffe, Jonathan Lutz, George Cheung, Roger Yuan, Tessa Sugay, Leo Lee, Keo Woolford, Harrison Young, Tony Goodstone, Tanya Newbould
Vertrieb:Imperial Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:17.01.2012 (Kauf)



Inhalt
Allen Griffin ist ein hoch dekorierter Ex-Navy-SEAL mit etwas zwielichtigen Kontakten zur Yakuza. Die Yakuza kidnappen jedoch seine Tochter, um ihn zu einem Auftragsmord zu zwingen. Griffin soll ein Mitglied einer gegnerischen Gemeinschaft ausschalten. Bald hat er nicht nur die Yakuza am Hals, sondern wird auch noch von der Polizei verfolgt. Wird Griffin seine Tochter retten können? Kein leichter Auftrag für den ehemaligen Elitesoldaten. Ein gnadenloser Alleingang beginnt ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Die Bildqualität dieses B-Actionfilms aus dem Jahre 1997 bleibt hinter den Erwartzungen zurück. Der Bildstand ist unruhig, was vor allem im oberen Bereich auffällt. Bildrauschen hält sich erfreulicherweise in Grenzen, doch die Schärfe fällt sehr gering aus. Weder Konturen, noch Details werden deutlich abgebildet, womit das Bild über die gesamte Laufzeit weich aussieht. Der Kontrast ist leicht überhöht und tendiert zu überstrahlenden, hellen Bildbereichen und Detailverlusten in dunklen Szenen. Die Farbsättigung ist hoch, teilweise schon zu hoch, wovon gerade Rottöne betroffen sind und Hautfarben mit dem bekannten Sonnenbrand-Effekt erscheinen lassen. Die Kompression macht durch leichte Blockbildungen auf sich aufmerksam. Auch wenn der Film schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, hat man sich in Anbetracht des geringen Alters doch mehr erhofft.
 ++/---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Neben der deutschen Synchronfassung befindet sich das englischsprachige Original auf der DVD. Beide liegen in Stereo vor, wodurch von Raumklang nichts zu hören ist. Dennoch bieten beide Fassungen eine ansprechende Klangkulisse und besitzen in Actionszenen sogar etwas Dynamik. Im Klangverhalten sind sich die Tonspuren ähnlich: Die Dialoge sind jederzeit gut zu verstehen und die Stimmen klingen, besonders im Original, natürlich. Die Abmischung der jeweiligen Sprachfassung ist als gut zu bezeichnen und weder Musik noch Effekte überlagern Dialoge. Im direkten Vergleich beider Fassungen ist in der deutschen Version ein dezentes Hintergrundrauschen vorhanden, doch wirkt sich dieses nicht störend aus. Solide Arbeit!
 +++---

Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:57 Min.)
  • Trailer: The Van (0:51 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Neben dem Originaltrailer zum Film gibt es nur noch einen weiteren Trailer als Bonus auf dieser DVD.
 /-----

Fazit
Einen Preis für das originellste Drehbuch wird "True Vengeance" bzw. "Elite Fighter" sicher nie gewinnen, aber trotzdem sollte so in etwa ein guter Actionfilm der B-Garde aussehen. B-Regisseur David Worth, ehemals Kameramann bei Filmen wie "Bloodsport", schafft es Daniel Bernhardt recht flott durch einen Plot zu jagen, der einfacher kaum sein könnte:
Die Yakuza kidnappt die Tochter des ehemaligen und untergetauchten Allen Griffin (Bernhardt), um ihm einen Auftragsmord aufzuzwingen. Der gelingt, nur ist das eigentliche Ziel des Yakuza-Oberhaupts von persönlichen Beweggründen geprägt. Also zieht Griffin los, um seine Tochter zu retten.

Um die Story muss man sich schon bald keine Sorgen mehr machen, da Griffin sich eigentlich nur von den Handlagern bis zum Oberbösewicht vorschießt und -prügelt. Doch wie er das macht, das hat Klasse. Bernhardt mag kein Edelmime sein, aber den Vater kauft man ihm eher als Seagal oder Lundgren ab. David Worth weiß, wie man Bernhardt in Szene setzt und bietet so ein ziemliches großes Repertoire an Actionszenen. Die gelungensten sind die, in denen Griffin mit langem Mantel gleich zweihändig ballernd die Gegnerscharen plättet, schießend durch die Luft springt und sich auch mal von einem Servierwagen transportieren lässt. Die Einflüsse des Hongkong-Kinos sind hier offensichtlich und werden durch massig Shootouts nur noch verdeutlicht. Zum Schluss sollen noch Samuraischwerter zum Einsatz kommen.
Dazu gibt es jede Menge gut choreographierter Martial-Arts-Fights und die ein oder andere Verfolgungsjagd mit Auto oder Motorrad. Leider braucht "Elite Fighter" eine halbe Stunde, um in Fahrt zu kommen, legt dafür dann aber richtig los. Ein kleines Highlight bleibt dabei stets Bernhardt selbst, der mit seiner überzogenen Machoart und den Onelinern an die Actionhelden der Achtziger erinnert (Zitat: "Niemand kann mich töten") und final recht trocken, ohne sich großartig anstrengen zu müssen, die Gegner durchsiebt.
Mit Miles O'Keeffe steht ein brauchbarer Bösewicht aus der Vergangenheit zur Verfügung, mit dem sich Griffin kurz vor Schluss bis an die Leistungsgrenze testen kann. Negativ fällt nur der Subplot um die Polizeiermittlungen auf, da beide Ermittler kaum Einfluss auf die Geschichte haben, lediglich die Funktion von Füllmaterial übernehmen und Allens Charakter in ein positives Licht rücken. Währenddessen wirkt das häufige Harakiri-Getue der Gefolgschaft auf Seiten der Yakuza etwas überzogen - auch wenn den Jungs ihre Ehre doch sehr am Herzen liegt.

"Elite Fighter" ist ein dankbar linearer und simpler Rachefeldzug nach gewohntem Schema, der nach ein paar Startschwierigkeiten einen Rächer in Höchstform zeigt. Die Action setzt sich aus harten Shootouts und markigen Martial-Arts-Fights zusammen und wird von der Musik Stephen Edwards (Hauskomponist von Isaac Florentine) überdurchschnittlich begleitet. Auch wenn der Plot selbst nicht sonderlich spannend ausfällt und die Cops relativ überflüssig sind, bleibt der Unterhaltungsgrad auf einem ordentlichen Niveau, da Bernhardt alle paar Minuten wen zerlegt. Fans von B-Action können hier allemal zugreifen, auch wenn der letzte Kick zu einem bedeutenden Werk dann doch fehlt.
Die DVD bleibt technisch hinter den Erwartungen zurück. Zwar wird ein solider Ton geboten, doch das Vollbild kann nicht überzeugen. Einzig dass der Film erstmals in ungekürzter Fassung vorliegt, erfreut den Zuschauer.



Bilder der DVD




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