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USA 2010
Originaltitel:Kiss The Abyss
Länge:87:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Ken Winkler
Buch:Eric Rucker, Ken Winkler
Kamera:David C. Smith
Musik:Robert ToTeras
SFX:Richard Sandham
Darsteller:Nikki Moore, Scott Wilson, Scott Mitchell Nelson, James Mathers, Mark Craig, Douglas Bennett, Ronnie Gene Blevins, Christina Diaz, Jonna Walsh, Trisha Rae Stahl, Pia Eerikainen
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:05.01.2012 (Kauf)



Inhalt
Mark und Lesley sind ein glücklich verheiratetes Ehepaar. Nichts scheint ihrem Glück im Wege zu stehen, bis zu jenem schicksalhaften Tag, als Lesley von einem Einbrecher ermordet wird. Für Mark bricht eine Welt zusammen. Er kann sich ein Leben ohne seine geliebte Frau nicht vorstellen. Aus diesem Grund macht er sich auf den Weg zu Gus, einem in der Wüste lebenden Einsiedler. Durch Einsatz eines mysteriösen Serums soll dieser Lesley wieder ins Leben zurückholen. Tatsächlich gelingt das Experiment und Lesley erwacht wieder zum Leben. Doch etwas stimmt mit Lesley nicht. Sie scheint sich verändert zu haben. Sie verspürt einen wachsenden Hunger. Einen Hunger nach Fleisch und Blut ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die ausgeblichenen Farben und die stellenweise zu geringe Schärfe zeugen von der ersten Minute an von einem Indie. Ein wenig ist die karge, mit vielen Schatten behangene Stilistik verständlich, denn in der Wüste und im dunklen Haus wird durch die Farbgebung eine triste Atmosphäre erschaffen. Der Kontrast könnte sich etwas klarer auswirken und die Farben an einigen Stellen etwas kräftiger sein, aber dieser Aspekt ist noch nicht wirklich störend. Die Schärfe schwankt stark, denn während einige Außenaufnahmen eine sehr gute Auflösung mit ebenso guter Konturierung zeigen, sind andere wie von einem Weichzeichner betroffen - und damit sind nicht die deutlich verfremdeten Traumszenen gemeint. Die Kompression zeigt in einigen Szenen deutliches Blockrauschen, ist im Durchschnitt aber ebenso ruhig wie das feine Rauschen. Bei der Schärfe hat man ein wenig nachgeholfen, wie einige leicht überstrahlende Doppelkonturen zeigen. Wäre die Schärfe noch konstanter und die Stilistik dezenter zur Anwendung gekommen, wären es sichere 4 Punkte.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Ich dachte bei Filmbeginn, der Gehörsturz hätte zugeschlagen, denn die vergleichsweise leise Abmischung kommt im Deutschen ohne hörbare Auflockerungen aus. Der ereignislose, etwas dumpfe Ton lässt keinerlei Effekte heraushören und ist sehr Center bezogen, als ob ein Monomix auf 5.1 aufgeblasen worden wäre. Weder Höhen noch Bässe lassen sich ordentlich heraushören, so dass es zu keinem Klangerlebnis kommt. Auch die Musik bleibt zurückhaltend. Lediglich gegen Ende hin kommen ein paar Effekte ins Spiel, die den Gesamteindruck allerdings nicht verbessern. Im Englischen verhält es sich nur wenig anders, obwohl dort die Hintergrundgeräusche erstmals hörbar sind. Einen Anteil am schlichten Klang hat die furchtbare deutsche Synchro, die stimmlich als auch bei der Übersetzung ein Reinfall ist. Lieber gleich die englische, mittelmäßig synchronisierte Version anschalten, für die es leider keine Untertitel gibt. Für den Ton allein 3,5 Punkte, für die Synchro einen halben Punkt Abzug, denn die ist eine Zumutung.
 +++---

Extras
Extras
  • Trailer bei DVD-Start:
    • Dead Cert (2:34 Min.)
    • Night Of The Demons (1:29 Min.)
  • Trailer (1:33 Min.)
  • Trailershow:
    • Sweet Karma (1:36 Min.)
    • Ecstasy (1:25 Min.)
    • Evil Words (2:01 Min.)
    • Ruanda (1:28 Min.)
    • Helldriver (2:00 Min.)
    • Autopsy 2 (2:02 Min.)
    • Manson Girl (1:40 Min.)
  • kWeblink (1 Seite)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Die DVD enthält Trailer, die zum Teil bei DVD-Start ablaufen.
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Fazit
Seine geliebte Frau aus dem Reich der Toten zurückzuholen - das wissen eingefleischte Freunde des morbiden Genres - kann nur nach hinten losgehen und eine unzähmbar böse Kreatur zufolge haben, was Streifen wie Interner Link"Return of the Living Dead 3" oder Interner Link"Friedhof der Kuscheltiere" bereits unterhaltsam untermauerten. Insofern ist der Versuch von Regiedebütant Ken Winkler, die Geschichte zunächst ein wenig geheimnisvoll und verschachtelt aufzuziehen durchaus lobenswert, doch auf die wesentlichen Aspekte wird leider zu wenig Wert gelegt.

Mark und Lesley sind ein glückliches Paar, doch sie leiden unter ihren lauten Nachbarn, bei denen tätliche Gewalt an der Tagesordnung ist. Eines Tages will jener Nachbar Mark zur Rede stellen, es kommt zu einem Handgemenge, woraufhin Lesley unglücklich getroffen wird und stirbt. Lesleys Vater Harold, ein einflussreicher Millionär, veranlasst sofort alles Nötige, damit Lesley von einem merkwürdigen Kauz in der Wüste wieder ins Leben zurückgeholt wird. Doch bereits nach kurzer Zeit beginnt die Reanimierte sich zu verändern ...

Eine ganze Weile läuft die Erzählung im Wechsel zweier Ebenen: Einerseits Mark und Lesley, andererseits drei Männer, die wie zum Drogendeal vorbereitet, auf dem Weg zu einem Kunden sind und dabei sichtlich unter Stress stehen. Zunächst lassen sich Zusammenhänge weder zeitlich noch figurenbezogen einordnen, was die Spannung durchaus fördert. Als es zum tödlichen Unfall mit Lesley kommt, verschwinden sogleich alle offenen Fragen und die Geschichte wird fortan, bis auf wenige Traumsequenzen, direkt und ohne weitere Sprünge erzählt.
Leider, denn die Chose verläuft einseitig, durchschaubar und annähernd überraschungsfrei. Lesleys Haut zeigt zunehmend bläuliche Verfärbungen, ihren verstärkten Blutdurst kann sie an Mark stillen, während Lesleys Zustand vor der Außenwelt geheim gehalten werden soll. Anbei kommt noch ein zwielichtiger Detective ins Spiel und als die Familie nicht mehr weiter weiß, muss der Re-Animateur erneut aufgesucht werden. Immerhin sind innerhalb des Showdowns ein paar abgefahrene Entwicklungen auszumachen, was den überaus faden Mittelteil jedoch nicht mehr kaschieren kann. Handwerklich ist für ein Debüt alles okay, vor allem das Make-up kommt in einigen Szenen recht positiv zur Geltung und auch einige Darsteller liefern passable Leistungen ab. Eine Bindung zu den Figuren will sich dennoch kaum einstellen, zu flach und oberflächlich sind die Charakterzeichnungen und eine merkliche Entwicklung ist selbst beim potentiellen Sympathieträger Mark kaum auszumachen. Die wenigen Gewalteffekte deuten sich indes lediglich an und implizieren keine expliziten Darstellungen und auch die wenigen Nacktszenen sind nicht der Rede wert.

Dass die Geschichte insgesamt nicht richtig zünden will, liegt vor allem an der Tatsache, kaum mit den Figuren warm zu werden, vor allem Lesley erscheint beinahe wie ein Vakuum und entfaltet weder zu Lebzeiten, noch als blutrünstige Untote erwähnenswerte Eigenschaften. Von ihr geht kaum Gefahr aus und auch Mark nimmt die Entwicklung seiner Geliebten viel zu gelassen und sichtlich unbeeindruckt zur Kenntnis, was ein emotionales Mitfiebern nahezu ausschließt. Nach dem interessant aufgebauten Einstieg ist die Luft weitgehend raus, lediglich das Finale vermag noch mit dem einen oder anderen kuriosen Einschub zu unterhalten - ein spannender, emotionsgeladener und zudem temporeicher Reanimationshorror sieht jedoch anders aus.



Bilder der DVD




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