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USA 2008
Originaltitel:Killer Pad
Länge:80:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Robert Englund
Buch:Dan Stoller
Kamera:David Stump
Musik:Timothy Andrew Edwards
SFX:Almost Human
Darsteller:Daniel Franzese, Eric Jungmann, Shane McRae, Emily Foxler, Jeff Bryan Davis, Noureen DeWulf, Corri English, Sam McMurray, Katie Chonacas, Héctor Jiménez, Bobby Lee, Andy Milonakis, Edward Carnevale, Bergen Williams, Christine Barger, Haley Hudson, Lin Shaye
Vertrieb:WGF / Schröder Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:19.08.2011 (Kauf)



Inhalt
Drei naive Mittzwanziger aus der Provinz kommen nach Los Angeles. Sie träumen vom großen Erfolg. Und ihr Start könnte nicht besser sein, denn von einem Immobilienmakler bekommen sie für einen unschlagbar günstigen Preis ein Haus in den Hollywood Hills vermittelt. In der Nacht, als sie einziehen, warnt sie ein Mexikaner, der nur Spanisch spricht, dass in diesem Haus Satan leben würde. Aber da die Jungs ihn nicht verstehen und auf Aberglauben ohnehin nichts geben, wird eingezogen. Und schon kurz darauf steigt mit der heißen Nachbarin Lucy die erste Party, zu der auch ein alter Freund der Jungs, der studiert, um Priester zu werden, dazu stößt. Was keiner von ihnen ahnt: Der Mexikaner hatte Recht! Im Keller befindet sich das Tor zur Hölle und die Partygäste haben die Nacht ihres (Ab)lebens vor sich. Das heißt, bis auf Lucy, die nicht ist, wer sie zu sein vorgibt. Können die unschuldigen Jungs die Nacht überleben? Vielleicht, aber nur wenn ihnen ihr kastrierter Hund hilft. Oder?

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Zwar ist diese Komödie nahezu kitschig bunt, aber auch etwas farbverfälscht. Besonders die gelblichen Gesichter sehen etwas unnatürlich, einem Heimvideo ähnlich aus. Auch das Schwarz ist oftmals eingefärbt und deswegen selten deckend. Die Schärfe ist auf B-Video-Niveau, also in vielen Szenen ein wenig unterentwickelt. Zumindest zieht sich das durch das gesamte Bild und den gesamten Film, so dass es weniger auffällt. Trotzdem hätte die DVD etwas mehr Konturenschärfe benötigt. Rauschen ist zwar unterentwickelt, auf gleichfarbigen Hintergründen ist allerdings die Kompression noch etwas unsauber zu erkennen. Für einen Film wie diesen reicht das allerdings alles aus.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), Dolby Digital 2.0 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Schade, dass die deutsche Synchro so billig ist: Grundsätzlich jeder Charakter, egal ob jung oder alt, wird von einem Sprecher zwischen 20 und 30 Jahren eingedeutscht, was unpassend klingt. Einige Stimmen sind sehr offensichtlich nicht lippensynchron, andere klingen wenig professionell. Der Klang ist im 5.1-Modus mit einigen netten Basseffekten versehen und klingt klar, aber nicht sonderlich dynamisch. Surround-Effekte halten sich zurück und die Dialoge nehmen das Klangbild für sich in Beschlag. Erst beim englischen Originalton (ebenfalls 5.1) löst sich der Klang etwas von der Front und besitzt ein paar nette Surround-Einsätze, die allerdings noch nicht vom Hocker reißen. Der englische Ton klingt auch wegen der Dialoge etwas freier. Eine hohe Dynamik wird allerdings auch hier nicht geboten. Deutsche Untertitel existieren nur für Szenen, in denen der Mexikaner seine finsteren Prophezeiungen in seiner Landessprache niederbetet.
 +++/--

Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Making Of (11:44 Min.)
  • Trailer:
    • Nosedive (1:49 Min.)
    • The Clinic (1:35 Min.)
    • Gunblast Vodka (1:17 Min.)
    • The Sceptic (2:23 Min.)
    • The Reeds (1:57 Min.)
    • Killer Pad (1:44 Min.)
    • Audie und der Wolf (1:46 Min.)
    • Glenn 3948 (0:44 Min.)
    • Pathfinders (2:12 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Im Making Of wird vor allem über die komplett digitale Aufnahmetechnik (Grass Valley Viper-Kamera) berichtet, die zur Zeit des Filmdrehs etwas Neues war und für gestochen scharfe Bilder sorgen sollte. Davon sieht man allerdings nicht allzu viel auf der vorliegenden DVD. Die Kamera beeinflusst den täglichen Drehablauf erheblich, weil man schneller zu fertigen Aufnahmen kommt. Insgesamt wird aber wenig auf den Film eingegangen, was diese Art von Making Of etwas wie ein Werbevideo für die Technik erscheinen lässt. Auch fehlen deutsche Untertitel. Die gibt es auch nicht beim deutschen Audiokommentar mit Regisseur Robert Englund, der mir ein bisschen zu viel Triviales ausplaudert, aber auch ein wenig über die Darsteller und die Produktionsgeschichte des Filmes erzählt.
 +/----

Fazit
Besonders im Horrorbereich funktioniert es eher selten, wenn sich bekannte Gesichter vor der Kamera auch mal dahinter begeben, um Regie zu führen. So geschehen mit Robert "Freddy Krueger" Englund, der hier mehr Comedy als Horror abliefert, denn blutige Szenen finden sich weitaus weniger als abgedroschene Fäkal- und Sex-Witzchen. Zumindest aber sorgt er für eine lockere Stimmung - sofern einem nicht die geballte Ladung Overacting nach kurzer Zeit mächtig annervt.
Auf den Punkt: Drei Freunde beziehen ein Haus in den Bergen Hollywoods, um eine Feier zu schmeißen. Doch nach kurzer Zeit werden einige Partygäste gekillt, da ihr Haus auf dem Portal zur Hölle steht.

Der Eindruck ist sehr durchwachsen, denn von Herrn Englund hätte man gewiss etwas handfestere Gewaltszenen erwartet, als das, was wie FSK 12 anmutet, da bis auf einen kurzen Kehlenschnitt überhaupt kein Blut fließt. Vielmehr wohnt man die meiste Zeit über drei albernen Typen bei, die sich mit Grimassenschneiden zu überbieten versuchen, was zwischenzeitlich in vorpubertäre Gefilde abdriftet. Gelungen ist aber die absurde Idee, wie der etwas Breitere, der seinen Bauch mit Frischhaltefolie zu kaschieren versucht.
Etwas interessanter erscheinen indes die Randfiguren, auch wenn sich die Eigenheiten der Partygäste sämtlicher Glamour-Klischees bedienen. Neben zahlreichen aufgestylten Modepüppchen (keine zeigt weniger als Bikini), finden sich ein Priester, der mal Junkie war, ein S/M-Gothic-Lesben-Paar, ein Feuerwehrmann in der Krise, ein Mannweib, zwei Pornodarstellerinnen mit Liliputaner-Pimp, eine Bulldogge und ein Mexikaner. Die gelungeneren Gags gehen auf das Konto der beiden letztgenannten: Der Mexikaner erscheint als Running Gag stets in unpassenden Situationen, um die drei vor "El Diablo" zu warnen und der Hund ist besonders dann witzig, wenn er unerwartete Reaktionen zeigt, wie im Umgang mit einem zugeworfenen Tennisball.
Ansonsten konzentriert sich alles auf die Feier, es wird getrunken, stumpf gekuppelt und am Rande werden einige dezimiert, wie drei Tussen im kochenden Whirlpool, jemand wird ins Klo gezogen und am Ende tritt auch noch der Antichrist mit Hörnern und Flügelchen in Erscheinung und sorgt immerhin für etwas Tumult im Getümmel. Allerdings bekommt man bei einigen Opfern gar nicht mit, wie sie ins Jenseits befördert werden - das ist nicht geschnitten, sondern offenbar so gewollt und zeugt von einer recht unstrukturierten Vorgehensweise.

Insofern: Englunds Regiearbeit bringt ziemlich hirnloses Zeug auf die Leinwand, mit nur wenigen Gewaltszenen und etwas mehr Lachern. Das erzeugt im Gesamtbild zwar flockige Laune, bringt inhaltlich aber genauso wenig Einfallsreichtum wie artverwandte Beiträge in Richtung Interner Link"Night of the Demons" auf den Bildschirm. Man könnte ihn jedoch recht gut während einer Party im Hintergrund laufen lassen, da stört's keinen.



Bilder der DVD




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News"Killer Pad" von Robert Englund
Robert Englunds "Killer Pad" - Trailer online
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