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USA 2006
Originaltitel:Guardians
Länge:87:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Drew Maxwell
Buch:Drew Maxwell
Kamera:Lance Catania
Musik:Drew Maxwell
Darsteller:Shannon Watson, Chris Bell, Ben Budd, Tylan Canady, Eric Cherney, Nick Driessen, Tracy Hannemann, Sally Huynh, Matt Kemple, Tara Ketterer, Rachael Lau, Bryce Lord
Vertrieb:ApollonFilms
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:26.01.2012 (Verleih) / 16.02.2012 (Kauf)



Inhalt
Eine kleine, abseits gelegene Stadt wird von widerlichen Kreaturen belagert, die nicht von unserer Welt stammen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Armee die Verwüstung und Zerstörung in die restliche Welt hinausträgt. Doch in der Dämmerung erscheint ein klappriger Truck mit einem zusammengewürfelten Team hartgesottener Söldner. Es ist nicht das erste Mal, dass sie gerufen werden, um die Welt vor Unheil zu bewahren. Denn schon seit Tausenden von Jahren beschützt eine Geheimgesellschaft - unabhängig von Staaten und verborgen vor der Öffentlichkeit - die Welt vor Gefahren, die wir selbst erschaffen haben, oder die nicht einmal von unserer Welt sind ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Bildqualität von "The Guardians" ist eine zwiespältige Angelegenheit. Dem deutschen Lizenznehmer ApollonFilms kann man an dieser Stelle keinen Vorwurf machen, wohl aber Regisseur Drew Maxwell, der den Beweis antritt, dass zu viele Computerspielereien für ein Bild tödlich sein können. Über viele Szenen wurde ein Nebelfilter gelegt, der das Bild milchig aussehen lässt. Dadurch wird der Schwarzwert sehr stark in Mitleidenschaft gezogen, weil Schwarz kaum vorhanden ist und lediglich ein dunkles bis helles Grau entsteht. Die Farbgebung wirkt also meist sehr flach und kaum natürlich. Zusätzlich hat der Kontrast darunter zu leiden: helle Bereiche überstrahlen, während in dunklen Szenen Details oftmals absaufen. Über die gesamte Laufzeit ziehen sich dünne vertikale Streifen durch das Bild, welche besonders gut auf homogenen Flächen zu erkennen sind. Auch die Schärfe gibt sich sehr wechselhaft: Es gibt Szenen mit gutem Detailgrad, dann nimmt die Schärfe jedoch wieder drastisch ab. Die Kompression sorgt zudem immer wieder für Blockbildungen.
 ++/---

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Dt.), Dolby Digital 2.0 (Engl.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Tonspur liegt in Dolby Digital 5.1 vor. Zusätzlich gibt es noch den Originalton in Dolby Digital 2.0. Das Original fällt im Vergleich sehr frontlastig aus, da die Rears kaum betont werden. Alle Elemente werden zu leise eingespielt, um eine räumliche Kulisse zu schaffen. Die deutsche Synchronisation klingt durchweg besser, wenn auch die Synchronstimmen eine etwas zu sterile Studiokulisse enthält. Die hinteren Lautsprecher und der Subwoofer werden aber immer wieder in das Geschehen einbezogen und sorgen für ein räumliches und relativ kraftvolles Bild. Beide Fassungen sind in ihren Dialogen sauber und verständlich, wobei der O-Ton natürlicher klingt. Somit sind es gute 4 Punkte, weil das Potential eines 5.1-Mix noch lange nicht erreicht ist. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:53 Min.)
  • Trailershow:
    • Templar Knight - Ritter des Bösen (3:15 Min.)
    • Behind the Wall (1:40 Min.)
    • Dead Past (0:58 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Als Extra gibt es nur den Originaltrailer und eine Trailershow.
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Fazit
Wieder einmal steht der Menschheit "die ultimative Schlacht zwischen Gut und Böse" bevor; so will es zumindest der Werbeslogan.

Doch die Ernüchterung stellt sich bereits nach den ersten Minuten ein. "The Guardians" von Drew Maxwell ist ein billig heruntergekurbelter C-Movie mit unheimlich schlechten CGI-Effekten. Das muss noch nicht heißen, dass der Film schlecht sei, aber selbst bei Trash-Fans wird es diese Produktion schwer haben. Es wurde viel zu viel Bockmist gebaut, um aus "The Guardians" einen ansprechenden Genrevertreter werden zu lassen. Ein mangelndes Budget muss nicht unbedingt ein Problem sein, doch Maxwell scheint mit der Rolle des Regisseurs, Autors und der musikalischen Leitung mächtig überfordert gewesen zu sein. Dabei hätte der Film an sich funktionieren können. Parallelen zur bekannten Konsolenreihe "Resident Evil" sind unverkennbar, und in genau so einem Stil hätte man sich Paul W. Andersons Interner LinkVerfilmung des Gameklassikers gewünscht.

Die Darsteller hinterlassen einen ordentlichen Eindruck und auch die Kulisse einer von Dämonen unterwanderten Stadt überzeugt. Doch der ständige Einsatz von Computereffekten wirkt einfach nur lästig. Die Dämonen sind durch die Bank weg schlecht animiert. Ebenso wirken die Kills, mit denen die Viecher zur Strecke gebracht werden, nur lieblos hingerotzt. Wäre dies ein Animationsfilm, das Ergebnis hätte sich sehen lassen können. So aber wirkt das Zusammenspiel mit realen Darstellern und CGI-Monstern lächerlich. Hinzu kommt noch, dass auch die Kulisse in einigen Szenen und diverse Feuergefechte billig aus dem Computer stammen. Des Weiteren erlaubt sich Maxwell zu viele Filmfehler, wie die Patronenhülsen, die mal zu Boden gehen, dann wieder überraschend ausbleiben. Viele Szenen im Film wurden mit künstlichem Nebel versehen, der einerseits das Bild verschlechtert und andererseits von einer Szene auf die nächste verschwinden kann. Der Schnitt ist ebenfalls oftmals plump, weil das Abblenden ins Schwarze über 5 Sekunden in Anspruch nimmt und man an diesen Stellen auch gut eine Werbepause hätte verstecken können. Die Liste weiterer Unzulänglichkeiten ist lang ...

Der Ansatz von Drew Maxwells Film, sprich: die Idee dahinter, ist zwar nett, doch sorgt die Umsetzung dafür, dass man keine Empfehlung aussprechen kann. Es lässt sich nur hoffen, dass das offene Ende und die Ankündigung einer Rückkehr der Guardians während der Schluss-Credits mit etwas mehr Geld und Sorgfalt stattfindet.

Die DVD aus dem Hause ApollonFilms bietet eine gute Tonspur und eine leider durch zahlreiche Computereffekte beeinträchtigte Bildqualität. Als Bonus gibt es nur den Filmtrailer, eine Trailershow und ein Wendecover ohne FSK-Plakette. Die Längenangabe auf dem Cover ist falsch, da der Film keine 105 Minuten läuft.



Bilder der DVD




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