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D 2001
Originaltitel:Hunting Creatures
Alternativtitel:-
Länge:73:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Andreas Pape, Oliver Kellisch
Buch:Andreas Pape
Kamera:Andreas Pape, Oliver Kellisch
Musik:Dirty Minds, United Maniacs, Timo Rose
SFX:Andreas Pape
Darsteller:Andreas Pape
Vertrieb:SOI
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Geheimnisvolle Experimente lassen in einer kleinen Stadt Menschen zu grauenvollen Kreaturen mutieren. Eine Gruppe brutaler Gangster nimmt den Kampf gegen die mordenden Bestien auf, ohne zu ahnen, was wirklich hinter dem ganzen Geschehen steckt. Ein brutaler Kampf ums nackte Überleben beginnt.

Bild
Format1,78:1 (Letterbox)
NormPAL
 Jeder hat schon mal ein verwaschenes Hochzeits- oder Geburtstagsvideo gesehen. So sieht auch der vermutlich auf VHS gedrehte "Hunting Creatures" aus, dem von Anfang an die Farben fehlen. Blutige Effekte sehen dadurch blass aus, Hauttöne gar graustichig und ein richtiger Schwarzwert ist ebenfalls Mangelware. Das Letterbox-Bild besitzt eine für einen Amateurfilm ausreichende Schärfe, schließlich hat man schon achtfach mit Sandpapier gewaschene Werke gesehen, die wirklich nicht mehr schaubar waren. Dagegen macht diese DVD eine brauchbare Figur, denn bis auf ein paar Bewegungen bleiben die Szenen gut erkennbar und halbwegs detailliert. Allerdings ist ein Ausbluten der Farben sichtbar und der Detailgrad schwindet je nach Szene schon mal ins Matschige. Das alles macht den Eindruck, als ob "Hunting Creatures" schon weit vor 2001 gedreht wurde, als VHS-Kameras noch das Maß der Dinge in dieser Budgetklasse waren.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Die Schwierigkeiten des Bildes spiegeln sich auch in der Klangqualität wieder, wobei hier versucht wurde, einiges zu übertünchen. Besonders zu Beginn nervt die schwache Dialogverständlichkeit wegen der dumpfen, leicht nachhallenden und zu leise abgemischten Aufnahmen. Später fällt das nur noch auf, wenn die eingespielten Musikstücke die Qualität anheben, obwohl auch diese keinen HiFi-Sound wiedergeben können. Auffallend ist eine geringe Anzahl von Effekten, die durch Lautstärke und Qualität herausstichen und klingen, als ob sie nachträglich (und wenig behutsam) über den Ton gelegt wurden.
 ++----

Extras
Extras
  • Trailer (1:57 Min.)
  • Trailer "Mutation 2" (1:19 Min.)
  • Trailer "Mutation 3" (1:02 Min.)
  • Trailer "Rout City" (5:28 Min.)
  • Making Of (30:56 Min.)
  • Kino-Premiere (2:55 Min.)
  • Interviews (3:14 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial besteht aus einem Making Of der Kategorie "Was vom Dreh übrig geblieben ist": Eine zusätzliche Kamera hat die Dreharbeiten und Vorbereitungen begleitet und zeigt u.a., wie die Effekte entstehen und Szenen gedreht werden. Auch ein kurzer Ausschnitt über die Entstehung der Filmmusik ist dabei. Allerdings ist die Akustik so schlecht, dass man sich schwerlich durch die 30 Minuten kämpfen muss. Auch die 3-minütige Ansprache von Andreas Pape zur Kinopremiere ist nicht sonderlich gut verständlich. Im Interview erzählt Andreas Pape etwas über den Film, wobei das nicht sonderlich ernst gemeint ist, was der ständige Schlagabtausch mit Produzent Timo Rose beweist, der im Hintergrund sitzt. Zusätzlich beinhaltet die DVD Trailer, u.a. zum furchtbar aussehenden, weil in billigster Computergrafik produzierten "Rout City".
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Fazit
Das übliche Geschlachte aus dem Hause SOI, diesmal allerdings ohne Timo Roses direktes Zutun, was dem Endprodukt gleichfalls gut wie auch schlecht tut. Die dezent peinlichen Gangster-Anleihen sind diesmal nicht totgequatscht, so dass es weniger langweilig ist, den cool hergerichteten Protagonisten bei Schießereien zuzusehen. Grundsätzlich scheint auch hier Freunde und Familie zum lustigen Zombiedreh eingeladen worden zu sein, der vornehmlich in preiswert angemieteten Objekte durchgeführt wurde. Das alte Schlachthaus wird beispielsweise zur Disko umfunktioniert, das eigene Zimmer wird zum Hauptdrehort für die ruhigen Szenen.
All das macht keinen guten Eindruck, denn das Regieduo leistet trotz eklatanter Budgetmängel, die sich in lachhafter Ausstattung widerspiegeln, nichts Herausragendes: Wenn man nun mal keine Kohle hat, sollte man nicht versuchen, einen ernsthaften Film zu drehen, es sei denn, die eigenen Regie- und Kamerafähigkeiten sind außerordentlich oder die Ideen zur Umsetzung einzigartig. Leider ist "Hunting Creatures" in vielerlei Hinsicht nur billige, uninspirierte Standardware aus deutschen Splatterlanden, wo man sich immer noch am hundersten Kopfschuss oder viertausendsten Kopfexplosion ergötzt. Für den Gore-Fan wird demnach einiges geboten, auch wenn die Effekte eher durch Masse statt durch Klasse brillieren. Gegen Ende hin verstärkt sich der Eindruck, dass hier sehenswerte Einzelmomente aneinandergereiht wurden, die keinem stringenten Drehbuch oder -plan mehr folgen. Es ist zwar schön, auch mal etwas Action im Schnee zu sehen, aber sinnvoll ist das ebenso wenig wie stilistisch aufregend.
Nichtsdestotrotz kann man sich an reichhaltigem Gekloppe und Geballer erfreuen, zu dem anfangs technoide, später rockige bis düster brüllende Metalklänge ertönen. Handwerklich ist es bei Schnitt und Musikeinsatz allerdings nicht weit her, denn das Gespür für Rhythmen und Abläufe fehlt dem Film völlig. Manchmal glaubt man interessante Gegenschnitte zu erkennen, die aber kurz darauf misslungen fortgeführt werden.
Die Laiendarsteller schlagen sich ganz wacker, verkümmern allerdings ein wenig am phantasielosen, klischeehaften Script. Das macht einmal mehr den Eindruck, dass eine Vielzahl von kleinen Ideen und Anregungen noch lange keinen Film ergeben. Schade drum.



Bilder der DVD




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