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IT 1970
Originaltitel:Prega il morto e ammazza il vivo
Alternativtitel:Pray to Kill and Return Alive
aka. Shoot the Living and Pray for the Dead
aka. Mörder des Klans, Der
Länge:90:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Giuseppe Vari
Buch:Adriano Bolzoni
Kamera:Franco Villa
Musik:Mario Migliardi
Darsteller:Klaus Kinski, Paul Sullivan, Victoria Zinny, Dino Strano, Patrizia Adiutori, John Ely, Anthony Rock, Dante Maggio, Fortunato Arena, Anna Zinnemann, Adriana Giuffrè, Gianni Pulone, Aldo Barberito, Goffredo Unger
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Dan Hogan (Klaus Kinski) hat sich mit seiner brutalen Bande auf einer Ranch verschanzt und wartet dort auf die Beute aus einem Banküberfall. Als der mysteriöse Fremde John Webb (Paul Sullivan) auftaucht, hilft er den Banditen, nach Mexiko zu fliehen. Doch Webb will nicht nur einen Anteil an dem Geld, sondern eine offene Rechnung ganz anderer Natur mit Hogan begleichen.

Bild
Format1.85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Gestochen scharf ist das Bild, welches uns Koch mit dieser DVD präsentiert. Man kann es kaum glauben, wie detailliert und konturenreich das Geschehen abläuft, und das, obwohl Nachschärfungseffekte wie Doppelkanten nicht sonderlich hervorstechen. Bei den Farben musste man anscheinend ein wenig nachhelfen, was dem hellen Farbton nicht ganz die Kraft beschert, die einige alte Western auszeichnen. Von Blässe kann aber noch keine Rede sein, auch wenn der Kontrast gern ein wenig weicher und insgesamt dunkler ausfallen dürfte. Neben einem leicht überscharfen Funkeln einiger Kanten sind eigentlich nur 2 Wermutstropfen zu nennen, die diese DVD vom sehr guten Eindruck trennen: Zum einen hat man leider keine anamorphe Abtastung vornehmen können, zum anderen ist das Originalformat mit 2.35:1 wohl etwas breiter als das hier vorliegende 1.85:1-Bild, was man in einigen Nahaufnahmen leider auch erkennt, wenn sich beispielsweise mehrere Personen im Profil gegenüberstehen. Wer darauf keinen Wert legt, hat trotzdem ein sehr gutes Bild, das auch nicht in der Kompression patzt. Defekte erblickt man übrigens nur äußerst selten, als ob man das Master komplett reingewaschen hat und dabei auch das Bildrauschen recht gut entfernen konnte.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Hört man genau hin, bemerkt man im Hintergrund des Titeltracks ein leichtes Rauschen mit sanften Knacksern und später auch wieder mal Verzerrungen im Score. Das ist aber auch schon der einzige negative Aspekt, denn sonst sind die deutschen Dialoge zwar kernig, wie man es von einem Italo-Western einfach mal erwartet, aber auch sehr klar, als ob die Synchronisation taufrisch wäre. Tatsächlich soll sie erst in den 90er Jahren entstanden sein, was die gute Verfassung erklärt. Ein gutes Mittel zwischen altem Klanggut und frischer Qualität, finde ich. Der englische Ton hat dagegen seine besten Jahre schon hinter sich, besitzt ein dumpfes Störgeräusch, als ob ein analoges Gerät im Hintergrund mitlaufen würde, und zischt deutlich in den Dialogen. Kein Vergleich also zum hervorragenden deutschen Ton, der leider ebenfalls nur monaural angelegt zu sein scheint (zumindest aber gedoppelt auf der Front). Gute Leistung, wenn auch keine Untertitel bei sind.
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Extras
Extras
  • Bildergalerie (11 Bilder)
  • Artwork (4 Bilder)
  • Biografie Klaus Kinski (4 Seiten)
  • Italo Western Tipps:
    • Trailer: Keinen Cent für Ringos Kopf" (3:31 Min.)
    • Buchtip: Für ein paar Leichen mehr (2 Seiten)
  • DVD-Credits (1 Seite)
  • Trailer:
    • Ipcress - Streng Geheim (1:01 Min.)
    • Die Todeskarten des Dr. Schreck (2:37 Min.)
    • Die 2 (2:20 Min.)
    • Sandokan (2:01 Min.)
    • Heiße Katzen (2:50 Min.)
    • Oliver Twist (2:09 Min.)
  • Hidden Feature
 Die DVD wird eingeleitet mit einem Ausschnitt des Films, der in ein Hauptmenu übergeht. Stilistisch ist die Aufmachung der DVD wieder mal hervorragend gelungen, nur das Covermotiv mit den großen Weißflächen find ich im Gegensatz zu einigen der vorgestellten Artworks auf der DVD etwas eintönig. Auch die Rückseite des Covers hätte man noch mit etwas abwechslungsreicher als nur mit Kinski-Bildern schmücken können, wobei die Schlichtheit der Gestaltung der Hülle durchaus passend zum Film ist - im positiven Sinne natürlich. Auf der DVD sind die Extras etwas kurz, Kinski bekommt aber eine Biografie gestellt, wir dürfen uns durch eine kurze Bildergalerie zappen und uns verschiedene Trailer unterschiedlichster Genre, u.a. auch Western, anschauen. Zudem werden wir auf das verheißungsvolle Italo-Western-Nachschlagewerk "Für ein paar Leichen mehr" hingewiesen.
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Fazit
Lebt "Mörder des Klans" von der Anwesenheit des Charaktermimen Kinski? Er profitiert auf jeden Fall davon, denn der blonde Tausendsassa weiß natürlich genau, wie er den harten Kerl mimt, der seiner Figur aber auch ein gewisses Maß an Menschlichkeit und Fragilität zur Ausdrucksstärke hinzupacken kann, so dass die von Fans geliebte Unberechenbarkeit sich in vollen Zügen entfalten kann. Es geht insgesamt etwas zahmer zu in diesem Spaghetti-Western, denn gegenüber seiner Genre-Kollegen fallen der Action-Anteil oder gar blutige Schießereien sehr gering aus, sind beinahe nicht vorhanden. Trotz dieser vermutbaren und durchaus existenten Längen, die mitunter auch auf den Zuschauer so wirken mögen, erreicht Regisseur Giuseppe Vari einen merklichen Grad an Spannung, weil interne Querelen der Bande in gefährliche Hinterhalte münden, die die offensichtliche Gefahr, die verfolgenden Ranger, in den Hintergrund drücken. Besonders zu Beginn werden durch Genre typische Kameraeinstellungen stille Momente der Anspannung erzeugt, in der die Stimmung förmlich zu zerreißen droht. Leider kann man diese Momente nicht auf der gesamten Spielzeit etablieren oder diese in zeitweiligen Höhepunkten ausbrechen lassen, nur der geheimnisvolle Fremde, der die Gruppe über die mexikanische Grenze in Sicherheit bringen soll und das Schicksal der Geiseln erweisen sich an diesen Stellen als rettend für das mir insgesamt nur als durchschnittlich auffallende Werk. Das großartige Finale und die Tatsache, dass "Mörder des Klans" mehrere interessante Charaktere zu bieten hat, dürften für den Western-Fan aber auf jeden Fall ausreichen, um sich diese zwiegespaltene Erzählung - der erste Teil findet Platz in einer kleinen Telegrafenstation, der zweite dann innerhalb freier Natur - ins Haus zu holen.
Die Koch-DVD hat leichte Schönheitsfehler beim Bild, wirkt sonst aber sehr frisch und ausgeglichen, was sich auch im überraschend klaren deutschen Ton äußert. Das Bonusmaterial ist zwar nicht überwältigend, jedoch allein die Tatsache, hiermit die einzige Fassung eines seltenen Filmes in ordentlichem Zustand vorzufinden, erfreut und sollte überzeugend nachwirken.



Bilder der DVD




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Mörder des Klans
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