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USA 1980
Originaltitel:Blood Beach
Länge:83:94 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jeffrey Bloom
Buch:Jeffrey Bloom, Steven Nalevansky
Kamera:Steven Poster
Musik:Gil Melle
SFX:Dellwyn Rheume
Darsteller:David Huffman, Marianna Hill, Burt Young, Otis Young, Lena Pousette, John Saxon, Darrell Fetty, Stefan Gierasch, Eleanor Zee, Pamela McMyler, Harriet Medin, Mickey Fox
Vertrieb:JAM
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:20.04.2012 (Kauf)



Inhalt
Ein heißer Sommertag in kalifornischen Santa Monica. Der Strand ist voller Menschen. Da verschwindet ein Junge. Die Mutter ist entsetzt. Als kurz darauf auch noch eine Frau spurlos im Sand verschwindet, ist die Panik perfekt. Der Strand wird geschlossen. Ein geheimnisvolles Monster zieht seine Opfer erbarmungslos in den Sand. Zurück bleibt nur ein Loch, in dem es geheimnisvoll pulsiert. Die Polizei beginnt, den Strand systematisch abzusuchen, um das Monster zu fassen. Zunächst mit Erfolg, wie man glaubt. Aber das Schreckliche passiert immer wieder und der Strand pulsiert jetzt an vielen Stellen ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 So ganz kann die Produktion ihr Alter nicht verbergen, aber alles bewegt sich in einem annehmbaren Rahmen. Auffällig ist das mehr oder minder starke Rauschen, das Details nicht immer optimal darstellt. Dennoch ist die Bildschärfe gemessen am Alter in Ordnung, wenn auch die Kanten etwas weich wirken. Zudem gibt die Schärfe in Totalen als auch bei sehr schnellen Bewegungen etwas nach. Die Farbgebung ist stets natürlich, wenn auch das Color Timing einiger Szenen nicht perfekt ist, was für kleine Filmproduktionen der 1980er schon fast üblich ist. Hautfarben weisen oftmals einen rötlichen Stich auf, den so genannten Sonnenbrandeffekt. Der Kontrast fällt etwas zu steil auf und sorgt in hellen Bildbereichen für Überstrahlungen. Des Weiteren sorgt der Kontrast für Probleme beim Schwarzwert, der nie richtig satt erscheint und eher ins Gräuliche geht. Dafür verschmelzen in dunklen Szenen keine Detailbereiche. Vereinzelt erscheinen ein paar Schmutzpartikel, treten aber nie in solch starker Häufung auf, als dass man sie als störend empfindet. Überraschend angenehm fällt die Kompression aus, die kaum in Erscheinung tritt.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Dolby Digital 2.0 heißt die Devise, und das gilt für alle drei Tonspuren der DVD. Die Besonderheit für den deutschen Zuschauer ist, dass JAM neben der bekannten Kinosynchronisation noch die TV-Synchro als Bonus auf die Scheibe packte. Abgesehen von einigen Unterschieden bei den Sprechern scheint es, als habe man zur Erstellung der TV-Syncho das Dialogbuch der Kino-Synchro übernommen. Nur selten unterscheiden sich die Wortlaute. Davon abgesehen gefällt die Kino-Synchro bedingt durch bessere Sprecher als auch aus qualitativer Sicht besser. Durchgehend wird ein klares Klangbild geboten, das ohne Störgeräusche und mit gut verständlichen Dialogen überzeugt. Das Pendant aus dem TV besitzt zwar ebenfalls verständliche Dialoge wird aber von einem hörbaren Surren begleitet und wirkt oftmals blechern. Dem entgegen steht noch die englischsprachige Originalfassung, die ebenso wie die Kino-Synchro sauber klingt, deren dumpfe Dialoge den ansonsten guten Eindruck im Vergleich schmälern. Untertitel gibt es keine.
 +++/--

Extras
Extras
  • Originaltrailer (3:06 Min.)
  • Deleted Scene (2:15 Min.)
  • Bildergalerie (2:14 Min.)
  • Trailershow:
    • Radioactive Dreams (1:59 Min.)
    • North Shore (1:34 Min.)
    • Marilyn Monroe (1:51 Min.)
    • Ritter der Zeit (2:12 Min.)
    • Metal Skin (1:31 Min.)
    • Cassandra (2:25 Min.)
    • Martians!!! (1:59 Min.)
    • Lose Control - Jungs außer Kontrolle (1:50 Min.)
    • Das grüne Ding aus dem Sumpf (1:35 Min.)
    • Equinox (2:33 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Originaltrailer und Trailershow weiterer Titel des Anbieters sind vorhanden, ebenso eine Bildergalerie mit diversen internationalen Plakaten und Aushangfotos zu "Blood Beach". Zudem gibt es eine Deleted Scene, stammend von einer deutschen Videokassette in bescheidener Qualität. Leider handelt es sich bei dieser Szene nicht um eine von den in unserer Gesamtbewertung angesprochenen Krallenszenen, sondern um einen Dialog im Polizeipräsidium. Schade, denn als Bonus hätten sich die drei blutigen Sonderszenen der deutschen Fassung der Vollständigkeit halber sicher gut gemacht.
 +-----

Fazit
Es ist doch schön, wenn wieder einmal ein Film aus den Jugendtagen eine Wiederveröffentlichung erfährt - besonders dann, wenn er nur schwer zu bekommen ist. So geschehen bei "Blood Beach - Horror am Strand", der bisher nur auf VHS erhältlich war und danach lange in der Versenkung verschwand. JAM ändert diesen Umstand nun und spendiert dem Film eine Erstveröffentlichung auf dem digitalen Medium.

Ich empfand diese etwas andere Monsterhatz in jungen Jahren als überaus faszinierend und spannend. Nach aktueller Sichtung hat sich meine Meinung etwas revidiert, weil "Blood Beach" bereits zur Entstehungszeit nicht mit bahnbrechenden Ideen glänzen konnte. Trotzdem halte ich diesen Streifen wegen seiner Machart und die zur damaligen Zeit frische Monsterkreation für ein Kleinod des Monsterfilms. Mit Logik nimmt es Regisseur Jeffrey Bloom (Interner Link"Blumen der Nacht") bisweilen nicht so genau: Eine Frau verschwindet spurlos und es wird lediglich ein Auge von ihr beim Buddeln im Sand gefunden. Also geht ihr Liebhaber einfach dazu über, sich auf seine alte Jugendliebe zu besinnen und schreibt die Tote einfach so ab. Auch das Monster bewegt sich unterm Sand unheimlich schnell, als würde es mühelos durch einen Supermarkt (voller Opfer) schreiten. Die Kameraarbeit von Steve Poster gefällt dafür, wenn beispielsweise die ahnungslosen Strandtouristen mit verzerrter Mine in den Sand gezogen werden. Das sind Momente, in denen man sich genüsslich in den Sessel zurücklehnt und froh darüber ist, nicht an eben diesem Strand zu liegen. Wer auf Splattereinlagen hofft, ist allerdings fehl am Platz. Zwar gibt es ein paar blutige Momente (div. Körperteile werden abgetrennt sichtbar), insgesamt wird der Film seinen Namen aber nicht gerecht, weil zu wenig roter Lebenssaft fließt. Kritik muss sich der Schnitttechniker Gary Griffin für seine besonders während der Anfangsphase oftmals hastig abgebrochenen Szenen gefallen lassen, die oftmals keinen richtigen Anschluss finden. Auch die Ausarbeitung der Geschichte wirkt etwas in die Länge gezogen, was aber dank guter Darstellern nicht problematisch ist. Immerhin konnte Regisseur Bloom mit John Saxon (Interner Link"Nightmare - Mörderische Träume") und Burt Young ("Rocky") namhafte Nebendarsteller für seinen Film gewinnen. Es mangelt lediglich an einer ordentlichen Charakterzeichnung, schließlich erfährt man von den Personen nur wenig und kann sich dementsprechend kaum emotional an sie binden. Besonders der sich ewig beklagende Young in der Rolle von Lt. Royko hätte Aufklärung bedurft, denn man erfährt nicht, weswegen er von Chicago versetzt wurde. Es macht den Eindruck, als wollte man einfach einen missmutigen Charakter stellen, der mit allem und jedem unzufrieden ist. Die Monsterkreation offenbart sich dem Zuschauer erst zum Schluss und sprengt dann die Erwartungen. Was es genau ist, wird nicht offenbart, doch scheint es eine Art Riesenamöbe zu sein, die ganz ordentlich aussieht. So etwas gab es bislang nicht.

"Blood Beach - Horror am Strand" bietet zwar nichts Neues, ist aber ansprechend aufbereitet. Demnach darf man beruhigt seine Decke auf den heißen Sand ausbreiten und sich in die Sonne legen, natürlich in der Hoffnung, dass sich neben der Decke kein Trichter formt, der einen unter den Sand zieht. Technisch wird "Blood Beach - Horror am Strand" in guter Qualität präsentiert. Der Film ist ungekürzt und entspricht der amerikanischen R-Rated-Fassung. Wer die deutsche VHS des Films besitzt, wird bei Sichtung der DVD allerdings drei kleine Gewaltszenen vermissen. Diese drei Szenen sind weltweit nur in der deutschen Fassung zu sehen und passen auch nicht in den Film. In den Szenen wird unter anderem eine grüne Krallenhand gezeigt, die das jeweilige Opfer in die Tiefe zieht. Achtet man genau auf die Darsteller, fällt auf, dass die Farbe der jeweiligen Kleidung eine völlig andere ist. Daher meine Vermutung, dass diese Szenen aus einem anderen Film stammen und nur für etwas Härte sorgen sollen, da "Blood Beach" seinem Namen nicht gerecht wird. Auch passt die Krallenhand überhaupt nicht zur Monsterkreation, die hat nämlich keine Hände. Deswegen stellt die deutsche VHS-Fassung eine kleine Obskurität dar.



Bilder der DVD




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Blood Beach
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