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RU 2008
Originaltitel:Den' D
Alternativtitel:Day D
Länge:80:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Mikhail Porechenkov
Buch:Vladimir Presnyakov, Oleg Presnyakov
Kamera:Vadim Gomerbakh
Darsteller:Konstantin Isayev, Bob Schrijber, Aleksandra Ursuliak, Varvara Porechenkova, Mikhail Porechenkov, Sergey Bludov, Sergei Sosnovsky, Mikhail Trukhin, Viktor Verzhbitskiy, Maksim Drozd
Vertrieb:Savoy / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:05.02.2010 (Verleih) / 12.03.2010 (Kauf)



Inhalt
Ivan lebt mit seiner Tochter Zhenya zurückgezogen in den Bergen. Am liebsten möchte er seine militärische Vergangenheit als Leiter eines Spezialkommandos vergessen. Aber Terroristen entführen Zhenya um Ivan zu erpressen. Ihre Forderung: Ivan soll den Präsident Estland umbringen damit radikale Kräfte das Land übernehmen können. Ivan willigt zum Schein ein, doch dann dreht er den Spieß um und macht sich auf die Suche nach seiner Tochter. Der Kampf gegen die Privatarmee der Terroristen beginnt!

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Film besitzt einen etwas gelblichen Grundton, der evtl. das sommerliche Ambiente unterstützen soll. Das sorgt dafür, dass Hauttöne nahezu nie eine natürliche Färbung besitzen, obwohl die Stilistik vergleichsweise konstant bleibt. Bei der Schärfe macht die DVD eine sehr gute Figur, denn Plastizität wie auch Detailgrad erzeugen ein realistisches Szenario. Sobald ein Haus betreten wird, mindert sich dieser Eindruck allerdings wieder. Nun wird das Rauschen etwas stärker und die Schärfe verliert etwas an Kraft, ist aber immer noch annehmbar. Dieses geringe Problem setzt sich bei der Schwarzwertdarstellung fort, die manchmal nicht so knackig ist, wie man sich das wünscht. Mit der Kompression hat die DVD ebenso wenig Probleme wie mit Verschmutzungen. Letztere existieren wegen des frischen Materials nicht.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Deu), Dolby Digital 5.1 (Deu, Rus)
SpracheDeutsch, Russisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Ton ist etwas enttäuschend für einen Action-Film. Auf den hinteren Boxen ist zwar immer mal ordentlich was los, aber das klingt wie der Rest auch etwas flach. Besonders in Actionszenen, z.B. der längeren Schießerei mit Explosionen fehlen sowohl der Bass als auch die herausstechenden, dynamischen Einlagen. Die etwas oben aufliegende deutsche Synchro vermittelt den Eindruck, sie würde einem Dolby Surround-Mix entstammen. Besonders deutlich wird das, wenn man auf den russischen Originalton umschaltet, der echtes 5.1 bietet: Die Action-Szenen sind ansprechend wuchtig, die Rears auf einmal glasklar und die Dialoge wesentlich besser eingebettet. Auch die Dynamikschübe sind hier dem Genre absolut würdig. Im Deutschen gibt es einige Szenen, in denen unsinnigerweise zusätzlicher Geräuschmüll auf den hinteren Lautsprechern landet, was zusätzlich einen schalten Eindruck hinterlässt. Das deutsche Dialogbuch nimmt sich bei der Übersetzung sehr viele Freiheiten, wie die Untertitel beweisen, welche vermutlich das russische Wort übersetzen. Manchmal ist das gut, wenn ein flacher Gags im Russischen etwas lockerer eingedeutscht wurde, manchmal weicht die Synchro auch etwas zu stark ab.
 +++/--

Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:04 Min.)
  • Making Of (25:58 Min.)
  • Featurette (10:33 Min.)
  • Bildergalerie (35 Bilder)
  • Trailershow:
    • 20 Years After (2:03 Min.)
    • Embodiment Of Evil (1:23 Min.)
    • Freebird (1:37 Min.)
    • Apocalypse Code (1:01 Min.)
    • Autumn Of The Living Dead (1:40 Min.)
    • Island Of The Condemned (0:54 Min.)
    • The Disappeared (2:23 Min.)
    • Russian Transporter (1:48 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Im Bonusmaterial kommt die Vermutung auf, man hätte die Pressung vom russischen Schwarzmarkt erwischt, denn keines der Extra besitzt deutsche Sprache oder gar Untertitel. Beim Originaltrailer ist das noch ok, beim Making Of allerdings nicht mehr. In diesem wird eine Mischung aus Interviews, kurzen Filmsequenzen und Szenen vom Dreh auf lustige und interessante Weise geboten. 25 Minuten lang zuzuschauen, ohne auch nur ein Wort zu verstehen oder lesen zu können ist mir dann aber zu viel. Das folgende Featurette darf man überspringen, falls man sich das Making Of schon komplett angeschaut hat, denn es ist dessen Zusammenfassung. Dazu kommt noch eine Bildergalerie und ein paar Trailer. Unter diesen befindet sich einer mit mieser Qualität ("Apocalpyse Code") und einer, der so leise ist, dass man kaum etwas hört (Interner Link"The Disappeared").
 +-----

Fazit
Warum hatte Interner Link"Phantom Commando" so gut funktioniert? Weil Schwarzenegger mit seiner schweißtriefenden Macho-Posse selbst in den klischeebehafteten 1980er Jahren schon aussah, wie eine Action-Karikatur. So etwas nachzuempfinden, sei es nun in einem Remake, ist nahezu unmöglich - die Zeit ist schließlich nicht stehen geblieben. Die Skepsis gegenüber einer Neuverfilmung, noch dazu aus Russland, war deswegen groß. Mehr als das Remake eines großartigen Filmes wird "Die Rückkehr" leider nie werden, aber den Action-Fan kann er vielleicht nochmal kurzfristig den Duft einer vergangenen Zeit schnuppern lassen, in der Blei, Zigarrenrauch und Schießpulver der angesagte Duft waren.
"Die Rückkehr" kopiert die Handlung des Originals fast 1:1. Während Arnie etwas unbeholfen, aber schwer bewaffnet über den Bildschirm tappste, ist der Held dieser Geschichte von Anfang an ein sympathischer Brocken, der seine wortkargen Dialogstellen mit Bravour meistert, auch wenn diese manchmal etwas zu sehr bemüht sind, einen zackigen Oneliner zu erhaschen. Wie schon anno '85 sind Hintergründe, Handlungen und Charaktere nebensächlich. Bestes Beispiel ist die knackige Rae Dawn Chong-Ersatzfrau namens Aliya, die nach aufgesetzter Widerwilligkeit fast schon comichaft übertrieben ihrem Entführer bei seiner grundsätzlich guten Sache hilft. Auch das Zusammenspiel zwischen Vater und Tochter grenzt an Realsatire. Für Kitsch ist aber auch hier keine Zeit, denn es geht ganz ordentlich zur Sache! Obwohl erst das große Finale mit übertriebener Waffen-Power aufwarten kann und nicht ganz an die beeindruckende Verwüstungsorgie des Originals heranreicht, weil man diese mittlerweile vielleicht schon ein paar mal zu oft gesehen hat, wird man sich als Fan solcher B-Action-Kost dennoch ausreichend sattsehen können. Zuerst wird eine kleine Insel halb zerbombt, bevor der Held sich mit seinem Erzfeind die Klopperei des Films liefert, um bald darauf seiner Tochter und neuer Freundin am Strand in die Arme zu fallen. Ist es nicht süß?
Für die politisch instabile Lage Russlands, die gern mal Thema manches Action-Reißers ist, hat der Film nur wenig Zeit. Muss aber auch nicht. Es reicht vielmehr, dass dem Film ein Motiv gegeben wird, denn wo sonst, wenn nicht in Russland, kann man heute noch so unbekümmert auf Terroristenjagd gehen, ohne den Spaß durch verklausulierte Hintergründe zu trüben? Vermutlich nirgends ...



Bilder der DVD




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Phantom Kommando
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