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UK 1987
Originaltitel:Eat The Rich
Länge:84:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Peter Richardson
Buch:Peter Richardson, Pete Richens
Kamera:Witold Stok
Musik:Motörhead
Darsteller:Lanah Pellay, Lemmy Kilmister, Nosher Powell, Fiona Richmond, Robbie Coltrane, Rik Mayall, Adrian Edmondson, Paul McCartney, Miranda Richardson, Sandra Dorne, Ron Tarr, Jimmy Fagg, Jools Holland, Shane MacGowan, Bill Wyman, Wendy O. Williams
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Kellner Alex arbeitet im Nobelrestaurant "Bastards". Doch sein Glück währt nicht lange und er landet auf der Straße. Von allen verlassen schart er ein paar Looser-Typen um sich und sie machen sich, bewaffnet mit Pfeil und Bogen, auf zum "Bastards". Keiner soll entkommen! Ab jetzt heißt der Laden "Eat the Rich" und der Name ist Programm. Die Reichen kommen in Scharen und verspeisen nichts ahnend ihresgleichen oder landen gar selbst in der Pfanne. Erst als der faschistische Innenminister Nosher Powell das Restaurant betritt, ist das Chaos perfekt.

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Das Bild gehört zu den schlechteren Auswertungen aus dem Hause e-m-s der letzten Zeit. Man scheint wohl kein besonders gut erhaltenes Master mehr gehabt zu haben, weswegen sich immer wieder unruhiger Bildstand, starkes Rauschen, leichtes Flackern und einige unnötige Defekte auf dem gesamten Bild niederschlagen. Farblich gibt es nur leichte Alterserscheinungen, der Kontrast aber ist nicht besonders kräftig und erblasst in dunklen Szenen leicht. Die Schärfe erbringt noch das beste Teilergebnis, aber auch hier sollte man nicht mehr erwarten als ein wenig detailarmes, gut konturiertes Vollbild, welches unbestätigt das Originalformat ist. Die Kompression fällt innerhalb der starken Bildbewegung kaum auf, die 3 Punkte werden mit Altersbonus noch vergeben.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der Soundtrack gleich zu Beginn klingt wie eine alte Rockkassette, die man ein paar Sommer zu oft im Auto liegen lassen hat. Es leiert, die Dialoge sind gedämpft und reichen gerade aus, um zuhören zu können und die Musik klingt wohl eher nach ner schlechten Demoaufnahme. Für mehr nützt es nicht, der Ton bringt einfach keinerlei Klarheit oder Kraft mit sich, als ob er ein paar Jährchen auf einer Videokassette gelagert hätte, um nun unbearbeitet auf DVD gepresst zu werden. Das englische Original ist weitaus nicht so dumpf wie im Deutschen und ist im Stereobereich etwas breiter, wirklich besser klingt er durch einen starken Rauschpegel und ein heftiges Klirren aber auch nicht. Trotz fehlender Untertitel sollte man die Vorteile des englischen Tons aber nutzen, der tief britische Akzent gibt dem Film nämlich einen sehr eigentümlichen, unnachahmlichen Touch, den die Synchro nicht immer zu übersetzen in der Lage war.
 ++----

Extras
Extras
  • Originaltrailer, dt. (1:50 Min.)
  • Originaltrailer, engl. (1:50 Min.)
  • Bildergalerie (15 Bilder)
  • Rockthology Featurette (22:09 Min.)
  • Making Of "Inferno" (9:24 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Beyond Re-Animator (1:49 Min.)
    • Kentucky Fried Movie (4:31 Min.)
    • La Comunidad (1:30 Min.)
    • Rock'n'Roll Highschool (2:34 Min.)
    • Django und die Bande der Gehenkten (2:37 Min.)
  • Hidden Feature
 Der Motörhead-Fan wird nicht nur mit dem Titeltrack im Menu beglückt, zu dem der Koch wie ein verrückter bangt, auch im Bonusmaterial gibt es alle Clips aus der "Rockthology"-Serie, bei denen Motörhead dabei waren (Nr. 2,4,6, 8). Wer die Serie nicht kennt, die bei CMV auf DVD erschienen ist: Hier gibt es immer einen Ausschnitt aus einem Livetrack bzw. einem Musikvideo der Band und danach wird in lockerer Atmosphäre ein Interview geführt. Mit Lemmy klappt das natürlich bestens, vor allem wenn ihm ein Sack voller Gegenstände seiner musikalischen Karriere vor die Füße setzt, die er beim Auspacken sarkastisch kommentiert. U.a. geht es hier auch um "Eat The Rich" und den ebenfalls mit einem Motörhead-Song geschmückten Soundtrack zu Interner Link"Hellraiser 3". Zum Ende dieses Specials gibt es noch einen kompletten Überblick über alle "Rockthology"-Teile. Weiter gehts danach mit einem Making Of zum Album "Inferno", bei dem die Band mal im Studio, mal entspannt auf der Couch anzutreffen ist. Wer dann noch immer keine Motörheadaches hat, der darf nach einem Hidden Feature suchen. Es lohnt sich, denn dort versteckt sich ein sehr geiles, sehr altes Interview, welches ich mit in die Wertung des Bonusmaterials eingerechnet habe. Sucht! Das Booklet ist übrigens eine speziell auf den Film zugeschnittene Speisekarte ("Manager mit Pommes Frites und Chefsalat" ... hmmmm, lecker), auf deren Rückseite noch die Kapitelliste aufgebracht ist.
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Fazit
"Good grief! These people are eating their way through the jet set." (Spider)

Was für eine anarchistisches Kleinod! Wie der moderne Robin Hood, bewaffnet mit Pfeil und Bogen, schart der extrem tuffige Kellner Alex nach seinem Rausschmiss eine Bande von gesellschaftlich Verstoßenen und Geächteten um sich, um den Snobs mal gehörig zu zeigen, wo der Hammer hängt! Die Charaktere kann man allesamt nur als skurril bezeichnen. Beginnend beim Helden der Geschichte, der gleich zwei Randgruppen vertritt, über den brachialen Innenminister, der sich wie die Wildsau im politischen Establishment verhält (säuft Bier, übertölpelt Terroristen im Alleingang, geht gern eine Affäre ein) bis hin zu den reichen Gästen des Restaurants, welches bezeichnend den Namen "Bastards" trägt und später in "Eat The Rich" umbenannt wird. Wie ein Comicstrip reihen sie sich ins subversiv anmutende Gelage ein, hier und da mal mit interessanten Cameos besetzt. Neben Robby Coltrane als überschwänglicher reicher Sack und den Interner Link"Guest House Paradiso"-Ikonen Rik Mayall und Adrian Edmondson in kleineren, aber markanten Nebenrollen fallen vor allem die Musiker Paul McCartney und Bill Wyman (The Rolling Stones) auf, wobei Letzterer als Toilettenopfer unversehens auf dem Speiseplan landen darf. "Eat The Rich" ist durchaus chaotisch und durch seine gesellschaftskritischen und politischen Spitzen doch ein wenig ernsthaft, der britische Humor, tänzelnd zwischen Slapstick und bitterbösen, schwarzen Gags gibt aber immer wieder die Richtung des kunterbunten, subversiven Werks an. Gäste werden herrlich derb beleidigt, anschließend (mit Vorankündigung!!) durch den Fleischwolf gedreht, störrige Sozialbeamte ohne Schulterzucken über den Haufen geballert und die Schussszene ist an Albernheit kaum zu überbieten, schafft aber irgendwie den Sprung zum Beinahe-"Happy End". Wahrscheinlich starke Geschmackssache, denn inhaltlich wird nicht besonders viel geboten und auch das Platzieren der filmischen Elemente zeugt nicht unbedingt für Feingespür, "Eat The Rich" ist aber kurzweiliger Spaß mit Kuriositätsgarantie.
Motörhead steuern hierfür nicht nur den Soundtrack bei, der mitunter etwas aufgezwungen erscheint, aber immer ordentlich rockt, sondern dürfen auch live auf einer Party für Stimmung sorgen. Lemmy bekommt man sogar öfter zu sehen als Helfer eines eingeschleusten russischen Agenten mit Spezialauftrag. Die DVD dazu rühmt sich nicht grad mit Qualität, wurde aber fein ausgestattet für den Motörhead-Fan, was den Kauf schon wieder lohnenswert macht.



Bilder der DVD




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Eat The Rich
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