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USA 2002
Originaltitel:Derailed
Alternativtitel:Derailed - Terror im Zug
aka. Endstation Tod
aka. Terror Train
aka. Van Damme: Endstation Tod
Länge:88:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Bob Misiorowski
Buch:Boaz Davidson, Jace Anderson, Adam Gierasch
Kamera:Ross W. Clarkson
Musik:Serge Colbert
SFX:Ross W. Clarkson
Darsteller:Jean-Claude Van Damme, Tomas Arana, Laura Harring, Susan Gibney, Lucy Jenner, Jessica Bowman, Kristopher Van Varenberg, John Bishop, Binky van Bilderbeek, Dayton Callie, Simone Levin, Sandra Vidal
Vertrieb:Splendid
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:24.02.2012 (Kauf)



Inhalt
Ausgerechnet an seinem Geburtstag und mitten im Urlaub soll Spezialagent Jaques Kristoff die High-Tech-Diebin Galina Constantin von Bratislawa im Zug nach München begleiten. Doch die Lady ist ebenso entzückend wie gefährlich. In ihrem Besitz befindet sich nämlich ein Virus, der Millionen den Tod bringen könnte. Eine Terrorgruppe unter der Führung des berüchtigten Mason entert den Zug und bringt den Nachtexpress mit brutaler Gewalt unter Kontrolle. Kristoff muss um sein Leben und das der anderen Reisenden kämpfen - und zu seinem Entsetzen sind in Wien auch seine Frau und seine Kinder zugestiegen ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Nach heutigen Maßstab kann die Bildqualität von "Derailed" nicht wirklich überzeugen. Der vorliegende Transfer wurde anamorph kodiert und bietet zumindest eine natürliche Farbwiedergabe - das war es aber auch schon. Die Schärfe erreicht gerade mal mittelmäßige Werte und der Detailbereich ist kaum ausgeprägt. Die meiste Zeit wirkt das Bild unruhig und detailarm. Im Hintergrund macht sich deutliches Rauschen breit und in dunklen Bildbereichen saufen aufgrund des deutlich zu tiefen Schwarzwertes ganze Flächen komplett ab, wobei der Kontrast ansonsten ordentliche Werte erzielt. Bildrauschen zieht sich permanent in wechselhafter Intensität durch den gesamten Film und die Kompression zeigt immer wieder leichtes Blockrauschen. Auf die Anzahl der Defekte und Verschmutzungen ist deutlich zu hoch.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Während die englische Tonspur dumpf klingt und mit leichten Verzerrungen daherkommt, klingt die deutschen Synchronisation wesentlich klarer, kann aber in puncto Räumlichkeit und Basseinsatz dem englischen Mix nicht das Wasser reichen. Der Bass verpufft förmlich in Actionszenen und die Effektkanäle werden leider viel zu dezent für direktionale Effekte genutzt. Der Score erstreckt sich zudem sehr zurückhaltend über die Kanäle und bietet nur einen durchschnittlichen Dynamikumfang. Da erzeugt der englische Mix nicht nur mehr Räumlichkeit, sondern versprüht eine bessere Dynamik und kann in den Actionsequenzen mehr Räumlichkeit und Druck aufbauen. Deutsche Untertitel sind optional.
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Extras
Extras
  • Trailer bei Disc-Start:
    • The Expendables (2:26 Min.)
    • The King of Fighters (1:29 Min.)
  • Blick hinter die Kulissen (10:45 Min.)
  • Original Trailer (1:34 Min.)
  • Trailershow:
    • Sword with No Name (1:57 Min.)
    • The King of Fighters (1:29 Min.)
    • The Expendables (2:26 Min.)
    • Bodyguards and Assassins (2:21 Min.)
    • Vampire Nation (1:49 Min.)
    • Blades of Swords (1:52 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Die vorhandene Trailershow entpuppt sich als absolutes Chaos! Die Cover der einzelnen Filme wechseln wie bei einer Slideshow und man nicht ordentlich auswählen. Zudem fehlen Trailer. Möchte man sich beispielsweise den Trailer zu Interner Link"Schwerter des Königs - Zwei Welten" anschauen, landet man plötzlich auf "King of Fighters". Möchte man sich diesen Trailer anschauen landet man auf Interner Link"The Expendables".
Als filmspezifische Extras enthält die Disc den Originaltrailer und einen 10minütigen Blick hinter die Kulissen. Dieser kleine Promotion-Clip beinhaltet Interviews mit den Darstellern und gewährt ein paar spärliche Einblicke in die Dreharbeiten. Deutsche Untertitel sind vorhanden. Die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.
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Fazit
Dass Jean Claude van Damme inzwischen qualitativ meilenweit von seinen besseren Filmen wie "Timecop" oder "Maximum Risk" entfernt ist, dürfte inzwischen jedem Actionfan, vor allem denen die "Replicant" und Interner Link"The Order" gesehen haben, bekannt sein. Wer nun noch an ein Comeback des tief ins B-Movie-Genre gesunkenen, ehemaligen Actionstars glaubt, der wird die letzten Hoffnungen mit "Derailed" begraben. Die stark an "Under Siege: 2" erinnernde Story lässt schon Böses erahnen und hatten wir so oder ähnlich nun mindestens ein Dutzend Mal in ähnlichen Videoproduktionen, die mit spektakulären Titeln und Versprechungen die örtlichen Videothekenregale überfluten und qualitativ ähnlich anspruchslos sind, gesehen. Nichts Neues oder außergewöhnliches, aber immerhin ein passabler Aufhänger für einen B-Movie.
Beachtet man die banalen und zum Lachen animierenden Sinnlosdialoge nicht weiter, wird einem zumindest teilweise ansehbare Action geboten, die aber auch die Augen vor Lachen tränen lässt. B-Regisseur Bob Misiorowski schnitt nämlich alle Actionszenen so hektisch und schnell, dass nicht ungeschickt die deutlichen Mängel übertüncht werden können. Besonders die anfängliche Autoverfolgungsjagd im ausgelutschten Szenario einer osteuropäischen Stadt kann dank schneller Schnitte die Tatsache kaschieren, dass sie zu einem großen Teil bei Schrittgeschwindigkeit gedreht worden ist. Die nach einer Tankstellenexplosion umher fliegenden Wrackteile wurden teilweise durch CGI dargestellt, können sich hier aber noch über der Grenze zur Lächerlichkeit bewegen, was dem Film später nicht immer gelingt.
Im Zug selbst wird einem leider nur noch recht wenig geboten, wenn man von einem rüden Auftreten der Terroristen absieht, welches einige, blutige Shootouts zu bieten hat. Die unspektakulären Fights mit van Damme sind meist von sehr kurzer Dauer, bei der immerhin etwas Härte, wie das Brechen von Knochen, geboten wird. Interessanter wird es erst wieder, als die Bösewichte mit einem Hubschrauber aus dem Zug fliehen wollen, da dieser sehr schlecht animiert ist und Jacques in ein brennendes Inferno auf dem Dach verwandelt, das tricktechnisch ebenfalls unter aller Sau ist. Die Krönung sind aber die darauf folgenden Kämpfe auf dem Dach, bei denen im Hintergrund des stehenden Zuges eine riesige Kinoleinwand vorbeirauschende Landschaften suggerieren soll und van Damme mit einem Motorrad zwischen zwei Zügen hin und her springt, so dass dem Zuschauer bei diesem unübersichtlichen Schnittintermezzo kotzübel wird. Das Finale, welches mit Hilfe einer Modellbahn und einmal mehr dilettantischen CGI-FX inszeniert wurde fällt da auch nicht mehr sonderlich ins Gewicht, bekommt man doch als Highlight ein paar schicke Panzer und Kampfhubschrauber zu sehen.

Mit "Derailed" ist Jean Claude van Damme am Tiefpunkt seiner Karriere angekommen, der eigentlich mit "Inferno" schon erreicht schien. Ein spannungsfreier, klischeebeladener Plot, irrwitzige Schnittorgien in den Actionszenen, schlechte Tricks und Schauspieler, sowie lahme Fights lassen den Actionfan erschaudern. Die DVD von Splendid bietet eine durchschnittliche Bild- und Tonqualität und mageres Bonusmaterial. Hartgesottene van Damme-Fans werden dennoch zugeifen.



Bilder der DVD




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