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USA 2011
Originaltitel:Mysterious Island
Länge:91:46 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Mark Sheppard
Buch:Cameron Larson, Jules Verne
Kamera:Dave McFarland
Musik:Kenneth Hampton, Clifton v. powell
SFX:Guy Clayton Jr., Kip Taylor
Darsteller:Gina Holden, Lochlyn Munro, Pruitt Taylor Vince, Susie Abromeit, Mark Sheppard, J.D. Evermore, Edrick Browne, Caleb Michaelson, William Morgan Sheppard, Tony Senzamici, Lawrence Turner, Jacob Tolano
Vertrieb:MIG
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:08.03.2012 (Kauf)



Inhalt
Eine Insel, fernab jeglicher Zivilisation und außerhalb der Zeit.
Während des Bürgerkriegs in Amerika gelingt fünf inhaftierten Verbrechern die Flucht in einem selbstgebauten Heißluftballon. Der Wind trägt sie weit hinaus über das Meer, bis sie auf einer einsamen Insel landen. Sie merken schnell, dass etwas nicht stimmt, denn kurz nach ihrer Landung treffen sie auf zwei Schwestern, die so gar nicht in ihre Zeit passen: Sie kommen aus dem 21. Jahrhundert und sind hier gelandet, nachdem sie über das Bermuda-Dreieck geflogen sind. Gemeinsam machen sie sich auf, um einen Weg zu finden, diese Insel zu verlassen, denn hier wimmelt es von seltsamen Kreaturen, aktiven Vulkanen und Piraten. Dann treffen sie auf Cpt. Nemo und es sieht so aus, als wären sie gerettet ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Bildqualität hinterlässt einen durchweg guten Eindruck. Die Farbfilter lassen das Bild in der Anfangsphase des Films nicht immer realistisch aussehen, doch gehört dies zu den Stilmitteln des Regisseurs, um die unterschiedlichen Handlungs- bzw. Zeitebenen deutlich zu machen. Das hätte nicht müssen sein, ist aber auch nicht störend. Abgesehen davon werden kräftige und natürliche Farben sowie ein sehr guter Schwarzwert geboten. Der Kontrast ist ordentlich, auch wenn er ebenfalls als Stilmittel etwas zu steil wirkt. Besonders in hellen Flächen kommt es zu Überstrahlungen. Die Schärfe überzeugt in allen Bereichen und bietet ein stets detailliertes, teils sogar plastisches Bild. Selbst Feinheiten werden in Nahaufnahmen perfekt dargestellt. In Totalen nimmt die Intensität zwar etwas ab, was einem sehr dezenten Rauschen anzulasten ist, doch selbst dann werden immer noch gute Werte geboten.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Dt.), Dolby Digital 2.0 (Dt., Engl.)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die deutsche und die englischsprachige Fassung befinden sich in Dolby Digital 5.1 auf der DVD. Die Verständlichkeit ist in beiden Fassungen gegeben, im Original aber teils dumpf ausgefallen, und es gibt keine Überlagerungen durch Musik oder Effekte. Allerdings bietet die 5.1-Abmischung relativ wenig, denn Räumlichkeit und Direktionalität sind kaum vorhanden, weil sich ein Großteil des Films nur innerhalb der Front abspielt. Nur selten verirren sich kleinere Effekte in den hinteren Bereich. Immerhin darf sich der Subwoofer gelegentlich bemerkbar machen, hält sich mit seiner Leistung aber bedeckt. Der ebenfalls vorhandene deutsche Stereoton wirkt leiser und kraftloser. Deutsche Untertitel als Begeleitung zum O-Ton gibt es nicht, aber man kann, dank relativ guten Synchronsprechern, auch gut mit der deutschen Fassung auskommen.
 +++/--

Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:34 Min.)
  • Trailershow:
    • Antikiller 3 (1:40 Min.)
    • Movin McAllister (2:42 Min.)
    • The Rig (2:37 Min.)
    • Königreich der Gladiatoren (1:42 Min.)
    • Prison Fighter (1:36 Min.)
    • Once Fallen (3:24 Min.)
    • The Kung Fu Master (0:58 Min.)
    • Deadtime Stories (1:52 Min.)
    • Happiness Runs (1:57 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial fällt sehr überschaubar aus, weil lediglich der Originaltrailer sowie eine Trailershow weiterer Titel des Anbieters vorhanden sind.
 /-----

Fazit
Unter verschiedenen Titeln wurde "Mysterious Island" von Jules Verne bereits verfilmt, doch die meisten Werke beruhen lediglich auf Motiven der literarischen Vorlage. Auch vorliegender Streifen, mitproduziert von Syfy, lässt lediglich die Eckpunkte des Originals unangetastet, verschenkt seine Möglichkeiten jedoch aufgrund allgemeiner Ereignislosigkeit.

Es ist 1865, amerikanischer Bürgerkrieg: Einigen Südstaatlern um Cyrus gelingt die Flucht mit einem Heißluftballon, bis man in ein merkwürdiges Loch getrieben wird und anschließend auf einer Insel aufwacht. Gleiches widerfährt auch den Schwestern Jules und Abby Fogg, welche allerdings aus der Gegenwart kommen. Aber nicht das Zeitloch ist das Problem der Gestrandeten, sondern nachtaktive Bestien und ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch...

Der Einstieg mit kurzen Szenen aus dem Kriegsgeschehen gestaltet sich trotz seiner minimalen Form spannend und einigermaßen temporeich, was im weiteren Verlauf leider gänzlich außer Acht gelassen wird. Mit den stereotypen Figuren wird man zwar schnell warm, doch die latente Bedrohung bleibt auf inszenatorischer Ebene eine ziemliche Nullnummer. Mal sieht man einen Schatten huschen, selten wird jemand von den zunächst nicht klassifizierten Bestien geschnappt, doch die meiste Zeit ist die Gruppe damit beschäftigt, über ihre Situation zu philosophieren. Dabei ist der Ansatz mit dem Aufeinandertreffen zweier grundlegend unterschiedlicher Epochen nicht schlecht und führt zu einem reichlich pathetisch angelegten Plädoyer für Rassengleichheit ("Unser aktueller Präsident ist Afroamerikaner"), was gleichermaßen ein leichtes Schmunzeln ob der naiv dargebrachten Form auslöst. Um den Humorfaktor latent hoch zu halten, hätte es allerdings mehr Spitzen dieser Art bedurft. Stattdessen wird geforscht, erzählt und ziellos herumgelatscht, bis im letzten Drittel Kapitän Nemo aufkreuzt und noch mehr Dialoglast in die Runde bringt. Zeitgleich tauchen jedoch endlos viele Logiklöcher auf, als dieser Erklärungen für die Situation der Gestrandeten offen legt.

Hanebüchene Fakten sind allerdings auch bei Jules Verne keine Seltenheit, so dass man mit der einen oder anderen wissenschaftlich naiven Theorie noch leben könnte, jedoch nicht mit dem Ausbleiben von Action und dem damit einhergehenden Spannungslevel. Es gibt kein einziges direktes Aufeinandertreffen zwischen Monster und Mensch und lediglich ein Riesentintenfisch hat per CGI zwei kurze Einsätze. Auch zum Finale, als der Vulkan ausbricht, ist das Timing alles andere als effektiv, zumal schlussendlich eine entscheidende Frage unbeantwortet bleibt, obgleich eine kurze Szene für die Beantwortung ausgereicht hätte. So können die passablen Darsteller, das halbwegs taugliche Handwerk und die teilweise sogar stimmungsvollen Kulissen nicht kaschieren, wie ereignislos diese eigentlich recht abwechslungsreiche Vorlage umgesetzt wurde. Kaum eine nennenswerte Temposzene ist innerhalb der rund 90 Minuten auszumachen und nur selten kommt überhaupt so etwas wie Bewegung ins Spiel, was die fast durchweg sympathischen Charaktere nicht in Ansätzen ausgleichen können. Die Inszenierung ist im Gesamtbild viel zu sparsam ausgefallen, um selbst älteren Verfilmungen das Wasser reichen zu können, obgleich das Potential erkennbar ist, mit kleinen CGI-Einlagen etwas Suspense aufkommen zu lassen. Insofern wären mittelprächtige Effekte gewiss die bessere Wahl gewesen, als solche fast komplett auszulassen.

MIG präsentiert "Die geheimnisvolle Insel" in guter Bild- und Tonqualität, doch kann diese nicht über die lahme Geschichte hinwegtäuschen.



Bilder der DVD




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