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AUS 1986
Originaltitel:Cassandra
Länge:88:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Colin Eggleston
Buch:Colin Eggleston, John Ruane, Christopher Fitchett
Kamera:Garry Wapshott
Musik:Trevor Lucas, Ian Mason
SFX:Steve Courtney
Darsteller:Tegan Charles, Dylan O'Neill, Tessa Humphries, Briony Behets, Natalie McCurry, Shane Briant, Tim Burns, Susan Barling, Lee James, Jeff Watson, Gary Traill, Kit Taylor
Vertrieb:JAM
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:23.03.2012 (Kauf)



Inhalt
Entsetzliche Visionen quälen Cassandra (Tessa Humphries) in ihren Träumen. Noch kennt sie die grauenhafte Wahrheit nicht, die ihr Leben verändern wird. Nach der Trennung ihrer Eltern verstärken sich plötzlich ihre Wahrnehmungen. Aus ihrem Inneren drängen geheimnisvolle Kräfte, die ein alptraumhaftes Ende prophezeien. Für Cassandra beginnt ein Horrortrip in ihre eigene Vergangenheit. Immer mehr spürt sie die Gefahr, die sich ihr unaufhaltsam nähert. Vor ihrem geistigen Auge geschehen grauenhafte Morde. Cassandra weiß, sie alle werden in der Zukunft wirklich passieren, doch sie hat nicht die Kraft, sie zu verhindern ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Von Beginn an fällt auf, dass die Vorlage für diese DVD wohl nicht mehr die Beste war. Man sieht ziemlich häufig Defekte und Schmutzpartikel. Die Schärfe wirkt allgemein etwas zu weich, wodurch nur selten eine gute Detailzeichnung entsteht. In Totalen wird dieser Eindruck nochmal verschlimmert. Rauschen taucht in unterschiedlicher Intensität auf. Einige Szenen sind praktisch rauschfrei, einige weisen aber starkes Hintergrundrauschen auf. Die Farben wirken noch ziemlich frisch und auch der Kontrast liefert gute Werte. Dies gilt ebenso für die Kompression, denn Nachzieheffekte oder Blockbildungen sind nur selten anzutreffen. Mehr als 3 Punkte sind aber nicht möglich, weil es deutlich ältere Filme mit besserer Qualität gibt.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Vergleicht man die deutsche Sprachfassung mit dem O-Ton - beide Fassungen sind in Stereo auf dieser DVD enthalten - fällt auf, dass der deutsche Ton leiser abgemischt wurde. Zudem besitzt die deutsche Fassung in der Anfangsphase des Films deutliche Schwankungen in den Höhen, wodurch die Verständlichkeit etwas beeinträchtigt wird. Nach kurzer Zeit ist dieses Problem wird behoben und für die restliche Laufzeit ist die Verständlichkeit durchgehend gewährleistet. Dennoch wirkt die deutsche Fassung anders als das Original etwas dumpf und dadurch nicht gänzlich natürlich. Die Abmischungen beider Sprachfassungen integriert Musik und Effekte gut ins Geschehen und lässt die Stimmen nicht übertönen. Altersbedingt ist das Klangbild alles andere als voluminös und dynamisch. Störgeräusche treten nicht auf, dafür ist aber stetiges Rauschen in beiden Sprachfassungen vorhanden.
 ++/---

Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:25 Min.)
  • Trailershow:
    • Das grüne Ding aus dem Sumpf (1:35 Min.)
    • Crazy Ski (1:54 Min.)
    • North Shore (1:34 Min.)
    • Night (2:01 Min.)
    • Equinox (2:33 Min.)
    • Lose Control - Jungs außer Kontrolle (1:50 Min.)
    • Radioactive Dreams (1:59 Min.)
    • Metal Skin (1:31 Min.)
    • Celia - Eine Welt zerbricht (1:55 Min.)
    • Ritter der Zeit (2:12 Min.)
    • Martians!!! (1:59 Min.)
    • Undine (2:19 Min.)
    • Peaches (2:17 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Bis auf den Originaltrailer und eine Trailershow gibt es keine weiteren Extras.
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Fazit
Australien ist nicht unbedingt für seinen filmischen Output berühmt. Deswegen freut man sich, wenn mal wieder ein Film aus dem Land der Kängurus eine Veröffentlichung bzw. im Fall von "Cassandra" eine Wiederveröffentlichung bei uns erhält. Letztmalig wurde "Cassandra" zu VHS-Zeiten von Virgin veröffentlicht, war danach aber selten in Videotheken anzutreffen, weil es dem damaligen Anbieter nicht gelang, den Film großflächig zu vertreiben. Dabei macht das Cover der Augen, die über ein verfallenes Haus in der Steppe wachen, schon neugierig. Lohnt sich der Film? Im Großen und Ganzen darf man dies bejahen, wenn man auch ein wenig mit dieser Antwort hadert. "Cassandra" bietet nicht typische Hollywoodunterhaltung und besitzt eine teils nett anzusehende Kulisse, wenn er sich nicht gerade in irgendwelchen Gebäuden befindet. Colin Eggleston schuf zudem einen Thriller, der sich immer dann etwas an den italienischen Giallo heranwagt, wenn sich die Hand des Killers mit gezückter Waffe seinem Opfern nähert. Nur den schwarzen Handschuh wird man an diesen Stellen noch vermissen.

Hauptperson ist die titelgebende Cassandra, welche das zweite Gesicht besitzt und in Visionen diverse Morde ihres direkten Umfelds "sehen" kann. So weit, so gut, wird der Zuschauer doch schon mit der grandiosen Eröffnungssequenz auf die richtige Fährte gebracht: In einem Alptraum sieht Cassandra ein kleines Mädchen, welches beobachtetm wie ein Junge einer erwachsenen Person befielt, sich mittels Gewehr den Kopf wegzuschießen - was unmittelbar darauf geschieht. Der clevere Zuschauer weiß natürlich sofort, dass es sich beim kleinen Mädchen um Cassandra handelt und darf nun langsam versuchen, sich die Hintergründe um den kleinen Jungen, das Selbstmordopfer und Cassandras Vergangenheit zurecht zu reimen. Ein Reim über ein getötetes Rotkehlchen gehört auch noch zur Lösung des Falles.

Zu den Morden und Visionen kommt noch das familiäre Schicksal der Protagonistin hinzu: der Vater, ein erfolgreicher Fotograf, geht mit einem seiner Models fremd, während die Mutter dies zu billigen scheint, selbst aber auch das eine oder andere Geheimnis birgt. Diese schroffen Verhältnisse sind nicht unbedingt gut für ein knapp 20jähriges Mädchen. Leider hält der Film diesen interessanten Ansatz nicht durch und pendelt mit zunehmender Laufzeit etwas vor sich hin. Vor allem liegt dies an den unglaubwürdigen Zusammenhängen, welche die Geschichte bald auftut. Verraten wird an dieser Stelle nichts, lebt der Film doch von diesen Situationen. Allerdings wird man sich oft an den Kopf fassen und die Drehbuchautoren für nicht ganz dicht halten. Auch die Lösung hinter den Morden dürfte letztendlich eher Neueinsteigern gefallen, da alte Genrehasen trotz diverser Twists schon erahnen können, worauf alles hinausläuft.

Die Darsteller machen einen ganz ordentlichen Eindruck. Besonders Tessa Humphries als Cassandra spielt glaubhaft ein Mädchen mit verstörender Vergangenheit. Zudem gibt es gelegentliche Härtespitzen wie die ziemlich derbe Köpfungsszene. Mit etwas mehr Sorgfalt und weniger Unglaubwürdigkeit im Drehbuch hätte aus "Cassandra" deutlich mehr werden können. So bleibt ein netter Horrorthriller aus Australien, der in der großen, weiten Filmwelt allerdings kaum sonderlich auffällt.



Bilder der DVD




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