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JP 1968
Originaltitel:Daimajin
Alternativtitel:Devil Got Angry, The
aka. Giant Majin, The
aka. Majin
aka. Majin the Hideous Idol
aka. Majin the Monster of Terror
aka. Majin, Monster of Terror
aka. Majin, the Stone Samurai
aka. Vengeance of the Monster, The
Länge:80:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Kimiyoshi Yasuda
Buch:Tetsurô Yoshida
Kamera:Fujio Morita
Musik:Akira Ifukube
SFX:Yoshiyuki Kuroda
Darsteller:Miwa Takada, Yoshihiko Aoyama, Saburô Date, Tatsuo Endô, Jun Fujimaki, Ryûtarô Gomi, Chikara Hashimoto, Hideki Ninomiya, Ryûzô Shimada, Shôsaku Sugiyama
Vertrieb:Shock Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:06.03.2012 (Kauf)



Inhalt
Im Japan des 17. Jahrhunderts verehren die Menschen die versteinerte Statue des Kriegsgottes Majin. Eines Tages wird der gütige Herrscher Hanabusa von seinem Untergebenen Odate gestürzt. Hanabusas Prinz Tadafumi und Prinzessin Kozasa fliehen mit dem Samurai Kogenta. Eine Priesterin versteckt die Flüchtigen in einer Höhle, direkt neben der Statue.Zehn Jahre später werden Kogenta und Tadafumi bei einem Versuch der Rebellion gegen den tyrannischen Odate gefangen genommen. Die Priesterin fordert die Freilassung der beiden Männer und droht andernfalls mit Majins Rache, wird jedoch auf Odates Befehl hin umgebracht. Kozasas Flehen um Hilfe lässt die Statue zum Leben erwachen. Der Majin kann die drohende Kreuzigung Tadafumis und Kogentas verhindern, zerstört Odates Festung und tötet den Tyrannen. Trotzdem setzt Majin sein Zerstörungswerk fort und Unschuldige müssen sterben. Kann der Kriegsgott noch aufgehalten werden?

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Transfer überrascht vor allem bei Nahaufnahmen mit einer guten Schärfe. Vereinzelt treten in Totalen weichere Abschnitte auf, die sind aber aufgrund des Alters des Films zu verschmerzen. Die Farben sind natürlich, lebendig und kräftig. Der Schwarzwert überzeugt mit einer guten Durchzeichnung. Lediglich der Kontrast hätte noch einen Tick besser sein können, da mache Übergänge verschluckt werden. Rauschen tritt nur in dezenter Form auf, während die Kompression fast unproblematisch im Hintergrund arbeitet. Bei schwierigeren Szenen wie beispielsweise Nebel sind bei genauem Hinsehen leichte Unruhen erkennbar. Schmutzpartikel oder anderweitige Defekte sind zu keiner Zeit auszumachen. Insgesamt ein gutes Bild, das auf dem aktuellen HD-Transfer von Daei beruht.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 "Daimajin" gehört zu den Kaijus, die es bislang in Deutschland noch nicht zu sehen gab. Daher wurde extra für diese Veröffentlichung eine deutschsprachige Synchronisation erstellt. Ein alter Film mit aktueller Synchronisation passt in den meisten Fällen allerdings nicht. Zumindest bei anderen Labeln, denn Shock Entertainment gelingt eine Tonspur, in der Sprecher, Effekte und Musik in perfektem Einklang im Stil der 1960er existieren. Trotzdem klingt alles sehr sauber ohne irgendwelche Störgeräusche. Die Verständlichkeit ist zudem sehr gut. Weiterhin gefällt, dass die deutsche Spur ebenso wie das japanische Original in Mono abgemischt wurden. Auch der O-Ton weiß zu gefallen, denn trotz der beschränkten Möglichkeiten der Tonart wirkt die Klangkulissen beider Sprachfassungen sehr lebendig. Im direkten Vergleich werden Unterschiede zwischen den beiden Sprachfassungen auffallen, da es keinen M+E-Track gab und Musik und Geräusche mit viel Mühe nachvertont wurden. Weitestgehend wurde sich aber an die Originalvorlage gehalten und der Originalsoundtrack stand ebenfalls für die deutsche Fassung zur Verfügung. Egal, für welche Tonspur man sich entscheidet, beide können überzeugen. Zur japanischen Fassung stehen deutsche Untertitel zur Verfügung. Für den Einsatz der Synchronisation meine Hochachtung.
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Extras
Extras
  • Audio- bzw. Videokommentar mit Jörg Buttgereit und Bodo Traber
  • Trailer: Daimajin 01 (2:24 Min.)
  • Trailer: Daimajin 02 (2:23 Min.)
  • Trailer: Daimajin 03 (1:48 Min.)
  • Making of der Synchro (19:47 Min.)
  • Slideshow zum Monsterbuch von Detlef Claus (1:10 Min.)
  • 24-seitiges Booklet
VerpackungMediabook
 An Bonusmaterial zu alten Filmen zu gelangen, stellt sich in den meisten Fällen als ein kleines Abenteuer heraus. Wirklich fündig wird man nicht, vor allem wenn es den Film zuvor noch nicht im Erscheinungsland gegeben hat, wie in diesem Falle. Zwar gibt es auf der japanischen Blu-ray ein kleines Feature, doch fand dieses leider nicht den Weg auf die deutsche DVD. Außer den Trailern zu allen drei "Daimajin"-Filmen gibt es demnach keine filmbezogenen Extras. Entschädigt wird man jedoch durch ein rund 20minütiges Making of der sehr aufwendigen Synchronisation, in dem die verschiedenen Stadien von den Sprechern bis hin zur Abmischung der Effekte gezeigt werden. Des Weiteren existiert ein Audiokommentar mit den Kaiju-Experten Jörg Buttgereit und Bodo Traber, welcher wahlweise als Videokommentar abgespielt werden darf. Man darf behaupten, dass dieser Audio/Videokommentar für ein fehlendes Feature völlig entschädigt, denn dem Hörer wirden sehr viel Hintergrundwissen über die Filmreihe und die Darsteller geboten. Außerdem berichtet das Duo über das Filmstudio Daiei, über die religiöse Mythologie des Films und die Eigenschaften des Kabuki-Theaters. Ebenso sind Querverweise auf die jüdische Mythologie um den Golem sehr interssant. Leider ist nach gut 1 Stunde schon Schluss, weil Buttgereit und Traber den Zuschauer mit der Erweckung des Daimajin lieber allein lassen, um auch selbst der Zerstörungswut des Kolosses beiwohnen zu können. Abschließend ist noch eine kleine Bildergalerie für das "Monsterfilmbuch" angelegt worden, wohl um dieses Buch etwas zu bewerben. Der erste Eindruck zu diesen dicken Wälzern ist schon mal sehr gut, werden doch alle in Deutschland erschienenen Kaijus mit Plakat und Aushangfoto präsentiert. Schmökern kann man noch im Mediabook enthaltenen Begleitheft, in dem Bodo Traber und Ingo Stecker etwas zur Filmreihe berichten.
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Fazit
Große Dinge werfen ihren Schatten voraus - große Monster werfen noch größere Schatten voraus. So war es nur eine Frage der Zeit, wann der deutsche Kaiju-Fan endlich auch in den Genuss der "Daimajin"-Trilogie kommt. Über 40 Jahre hat es gedauert bis zumindest der erste Film der Reihe auch in Deutschland erhältlich ist. Dabei hätte "Daimajin" bereits vor langer Zeit gute Chancen gehabt, erfolgreich um die Gunst des Zuschauers asiatischer Monsterfilme zu buhlen. Die deutsche Erstveröffentlichung von Shock Entertainment wird demnach dankend als Kleinod asiatischer Unbeschwertheit angenommen. Warum aber wurde solch ein unsinniger Untertitel entworfen? "Daimajin" hat mit "Frankenstein" ebenso wenig zu tun wie "Dracula" mit Interner Link"Godzilla". Sei es drum, schließlich gehört der Name "Frankenstein" seit der Eindeutschung der Monsterfilme zum guten Ruf dieser Filmgattung.
Anders als die meisten Vertreter spielt "Daimajin" nicht in der Gegenwart oder der Zukunft, sondern ist im mittelalterlichen Japan angesiedelt. So ergibt sich eine Mischung aus Monster- und Samuraifilm. Für das Entstehungsjahr 1966 wurde der Film mit enormem Aufwand produziert, was Kulisse und Kostüme betrifft. Selbst für die Statue des Daijamin wurde extra ein Riesenmodel angefertigt, bis schließlich ein Schauspieler in die Gummivariante eben dieser schlüpfte. Der Daimajin wird allerdings erst im letzten Abschnitt lebendig. Zuvor wird sehr viel Wert auf die Ausarbeitung der Figuren gelegt, um Daimajins auftauchen zu rechtfertigen. Schließlich ist er ein Kriegsgott, ein Rachegeist, der gegen das Unrecht kämpft, selbst aber auch Opfer fordert. Neben dem Kriegsgeschehen sind auch viele religiöse und mythologische Anspielungen auszumachen. Selbst ohne Auftauchen des Monsters würde der Film demnach wunderbar funktionieren, daher ist man auch über das späte Auftauchen des Daimajin nicht enttäuscht.

Shock Entertainment veröffentlich den ersten "Daimajin"-Film in einem sehr chicen Mediabook. Im Mediabook befinden sich ein Booklet mit Texten von Bodo Traber und Ingo Stecker und einige asiatische Aushangfotos. Qualitativ gibt es überhaupt nicht zu meckern und man darf hoffen, dass die angekündigten Fortsetzungen recht bald ebenfalls in solch toller Präsentation veröffentlicht werden. Aber aufgepasst, das Mediabook ist auf nur 2000 Exemplare limitiert.



Bilder der DVD




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