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USA 1960
Originaltitel:Dinosaurus!
Länge:79:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Irvin S. Yeaworth Jr.
Buch:Jack H. Harris, Dan E. Weisburd, Jean Yeaworth
Kamera:Stanley Cortez
Musik:Ronald Stein
SFX:Tim Baar, Wah Chang, Gene Warren
Darsteller:Ward Ramsey, Paul Lukather, Kristina Hanson, Alan Roberts, Fred Engelberg, Wayne C. Treadway, Luci Blaine, Howard Dayton, Jack Younger, James Logan, Gregg Martell
Vertrieb:Subkultur / Media Target
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:31.08.2011 (Kauf)



Inhalt
Eine amerikanische Baufirma will einen Hafen auf einer Pazifikinsel erbauen. Durch eine Unterwassersprengung werden die Körper von einem Tyrannosaurus, einem Brontosaurus und von einem Neandertaler freigelegt. Nachdem ein Blitz alle drei Körper wiederbelebt, müssen die Inselbewohner in permanenter Angst ausharren und kämpfen gegen den hungrigen Tyrannosaurus. Der kleine Julio schließt Freundschaft mit dem Neandertaler und beide versuchen mit Hilfe des Brontosaurus, das Schlimmste zu verhindern.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Eine erstaunlich gute Bildqualität ist diesem 50 Jahre alten Film beschieden. Dieser Eindruck entsteht besonders durch die schillernden, sehr kräftigen Farben und den satten Schwarzwert, der den sauberen Kontrast nicht in die Quere kommt. Auch die Schärfe insgesamt eine Wohltat für die Augen. Besonders die Balance zwischen Konturenschärfe und Detailgrad überzeugt. Beide sind für eine DVD völlig in Ordnung, für einen Film dieser Klasse und dieses Alters sogar hervorragend. Das anamorph abgelegte Cinemascope-Bild hat auch ein paar Schwächen, auch wenn die nicht sonderlich ins Gewicht fallen. Manchmal sind das kurze Kratzer, selten auch Laufstreifen. Ersteres hätte sicherlich noch beseitigt werden können, auch wenn es nur in wenigen Szenen auffällt. Ein anderer Makel trat durch die Filmtechnik auf: Nicht selten wurden Szenen vor einer Rückprojektion gedreht. Allerdings nicht nur, wenn Stop-Motion-Elemente ins Bild kommen, sondern manchmal auch, wenn einfach ein paar Arbeiter auf der Südseeinsel in den Hintergrund geklebt werden sollten. Das resultiert in schwachen Farben und einer sichtlich verringerten Schärfe, die man allerdings jeweils nur kurz hinnehmen muss. Anzeichen einer Rauschreduktion oder einer übermäßigen Kompression sind nicht sichtbar.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Beide Mono-Tonspuren wurden lediglich auf den Center gelegt. Demnach ist es eine Überlegung wert, die Tonanlage gleich auszulassen und über den TV-Ton zu schauen. Sonderlich gefordert wird das Gerät nicht, besonders nicht in der etwas dumpfen, wenig aktiven deutschen Variante, die zwar weitgehend rauschfrei auskommt, aber auch kaum Lebendigkeit verspüren lässt. Die Musiken lassen sich hier noch sehr gut heraushören und der klassisch eingespielte Score besitzt ausreichend Wums für einen Monoton, aber heller und frischer wird es erst mit dem englischen Ton. Der nutzt höhere Frequenzen, womit der Klang zwar mittenlastig und kernig bleibt, aber weniger trocken wirkt. Leider fehlen Untertitel.
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Extras
Extras
  • 8-seitiges Booklet
  • Featurette "Dinosaurus! - Eine Monströse Geschichte" (27:39 Min.)
  • Kinotrailer (0:58 Min.)
  • Bildergalerie (109 Bilder)
  • Super-8-Fassung (6:04 Min.)
  • Hidden Feature
VerpackungKeepCase im Schuber
 Im Bonusbereich hat man einige nette Beigaben eingerichtet. Herausstechend ist das gesamte Design von Booklet, Pappschuber, DVD-Cover und Menü, welche allesamt eine sehr liebevolle Gestaltung bekommen haben. Im 8-seitigen, auf dicker Pappe gedruckten Booklet darf man sich an der Bebilderung und am Text von Pelle Felsch erfreuen, welcher enthusiastisch den Film und seine Umstände in Textform wiedergibt. Mit diesem Hintergrundwissen darf man sich an die halbstündige Dokumentation "Dinosaurus! - Eine Monströse Geschichte" machen, die extra für diese DVD entstand. Neben Autor/Produzent Jack H. Harris und Darsteller Paul Lukather werden Informationen in Interviewform von den beiden Filmhistorikern Donald F. Glut und Bill Warren eingeholt. Interessant ist diese deutsch untertitelte Dokumentation, weil sie den Film in Hinblick auf die damaligen Produktionsverhältnisse eingliedern und somit jedem Filmfan eine Menge Informationen bieten kann. Die Interviews sind professionell geführt und dynamisch mit Fotos und Filmaufnahmen unterlegt. Lediglich die etwas schnellen deutschen Untertitel sind noch verbesserungswürdig. Der US-Kinotrailer übertreibt in typischer Manier und macht aus dem vergleichsweise harmlosen Film einen Reißer erster Güter. In der selbstablaufenden Bildergalerie befinden sich Unmengen an Aushangfotos, Plakaten und Werbematerial. Seltsam ist nur, dass die letzten 10 Motive etwas schnell durchspulen. Außerdem hat man Zugriff auf die stark gekürzte, Super-8-Fassung, bei der die Handlung in bester Stummfilmmanier von Texttafeln vorangetrieben wird. Wer ein wenig sucht, wird außerdem noch eine versteckte Werbemaßnahme entdecken können. Ich sag nur soviel: 3D war gestern!
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Fazit
Beim Titel "Mördersaurier" denkt man an die blutige Variante von Interner Link"Jurassic Park". Tatsächlich ist dieser unter der Regie von Irvin S. Yeaworth Jr. (Interner Link"Blob, Schrecken ohne Namen", Interner Link"Der 4D-Mann") entstandene US-Movie ein seichtes, gefälliges Abenteuerfilmchen, welches das beliebte Dinosaurier-Thema in bester "Die verlorene Welt"-Manier für das Sonntagnachmittagsprogramm aufbereitet. Wie Pelle Felsch bereits treffend im Booklet erwähnt, sollte man von dieser Art Film keine allzu realistische oder gar logische Herangehensweise erwarten, denn bereits das Auftauchen der Dinosaurier aus dem Meer und die anschließende Bergung sind undenkbar hirnfrei inszeniert. Der typisch amerikanische Held muss sich nicht nur gegen einen ziemlich hungrigen, vom Blitz wiedererweckten Tyrannosaurus Rex behaupten, sondern auch die miesen Machenschaften des schmierigen Ortsvorstehers durchkreuzen, welche in jeder Szenen einen dermaßen unsympathischen Eindruck hinterlässt, dass man sich nah an einer Parodie wähnt.
Wenn die beiden Saurier in noch etwas ungelenker Stop-Motion-Technik über die Südseeinsel stapfen (klaro, wurden ja eben erst aufgetaut!), muss schon mal ein alter Whiskey-Zausel oder gar ein Bus voller Touristen dran glauben. Aber nichts geschieht, ohne es nicht später moralisch zu rechtfertigen. Besonders der kleine Julio muss in seiner aufgesetzten, kindlichen Art (am Rande zur Nervigkeit) wieder eine Menge von dem graderücken, was die Erwachsenen verrissen haben. Neben den feindlich gesinnten Dinos ist nämlich noch ein Urmensch aus dem Meer gezogen worden, der nach seiner Reanimierung auf Entdeckungstour geht. Seine komödiantisch auflockernden Begegnungen mit der Zivilisation lenken gleichzeitig davon ab, dass "Mördersaurier" eine höchst vorhersehbare Geschichte besitzt: Nachdem Rex sich die Müdigkeit aus den Gliedern gebrüllt hat, suchen die Insulaner Schutz in einer alten Festung, wo es dann heißt: Mensch gegen Urtier. Oder besser noch: Maschine gegen Urtier. Wenn dann die Credits vorüberziehen, weiß man, dass man "Mördersaurier" nicht unbedingt sehen musste. Bereuen wird man die 80 Minuten allerdings auch nicht, denn das Dino-Abenteuer ist doch recht flott unterwegs, damit unterhaltsam und insgesamt sogar etwas trashig gemacht.

Die DVD-Auswertung des noch frischen Herausgebers Subkultur kann sich sehen lassen: Bild und Ton stimmen und der Bonusbereich zeugt von einer liebevollen Behandlung dieses Titels. Die Auflage ist zudem handnummeriert und begrenzt auf 1000 Stück.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Mördersaurier (Drive-In Classics No. 4)
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