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PT 2003
Originaltitel:I'll See You In My Dreams
Länge:19:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Miguel Ángel Vivas
Buch:Filipe Melo, Ivan Vivas, Miguel Ángel Vivas
Kamera:Pedro J. Márquez
Musik:José Sánchez-Sanz, Ivan Vivas
SFX:SFX Studio
Darsteller:Adelino Tavares, São José Correia, Sofia Aparício, Manuel João Vieira, João Didelet, Rui Unas, David Almeida, Cláudia Jardim, Carlos Alves, Fernando Gomes, Filipe Melo, Paula Sá Nogueira, Raul Oliveira
Vertrieb:Anolis / Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:10.05.2011 (Kauf)



Inhalt
In einem kleinen, abgelegen Dorf in Portugal hält es die Toten nicht in ihren Gräbern. Die wenigen Überlebenden verbarrikadieren sich allabendlich in Darios Schenke. Lucio, dessen Hauptaufgabe darin besteht, tagsüber die Untoten mit seiner Schrotflinte wegzublasen, nimmt sich die Dorfschönheit Nancy mit nach Hause. Dumm nur, dass er seine "tote" Frau im Keller eingeschlossen und ihr nur Kartoffeln zu fressen gegeben hat ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorph kodierte Transfer ist stiltechnisch verfremdet und zeigt ein sehr rauschiges Bild mit reduzierter Farbplatte und nicht sonderlich dynamischen Kontrastumfang, wodurch in den vielen dunklen Sequenzen einiges an Details verloren gehen. Dennoch hinterlässt das Bild einen angenehmen Eindruck und bietet eine gute Schärfe, wobei der Detailbereich nicht sonderlich ausgeprägt ist. Vor allem auf größeren Betrachtungsflächen bemerkt man immer wieder die fehlende Plastizität und die gerade mal durchschnittlichen Durchzeichnung des Bildes. Dafür arbeitet die Kompression sehr ruhig im Hintergrund.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Portugisisch
UntertitelDeutsch
 Nachdem "I'll see you in my Dreams" in der Anolis Flesh Wounds Box bisher nur im portugiesischen Originalton veröffentlicht wurde, spendiert man dem Zuschauer nur einen komplette deutsche Synchronisation, die wie auch der Originalton in Dolby Digital 5.1 vorliegt. Die Synchronfassung ist sehr gut gelungen und aufwendig produziert, was bei einem Kurzfilm nicht unbedingt üblich ist. Beide Tonspuren überzeugen mit ihrer sehr guten Räumlichkeit und steuern die Rears aktiv und mit viel Dynamik an, was sich zum Glück nicht nur auf die actionlastigen Sequenzen beschränkt: Auch in ruhigen Momenten wird immer wieder eine gute Räumlichkeit geboten. Die Musik verteilt sich sehr sauber über sämtliche Kanäle, klingt insgesamt aber nicht differenziert genug. Allerdings gefällt mir nicht, dass dass die Dialoge auf die vorderen Surroundkanäle überspringen. Dies fällt bei der deutschen Fassung zum Glück weniger intensiv auf als beim Originalton. Trotz diesem kleinen Manko zwei überraschend gute 5.1-Abmischungen, die deutsche, zuschaltbare Untertitel enthalten.
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Extras
Extras
  • Trailer (1:16 Min.)
  • Making Of (30:32 Min.)
  • Musikvideo "Moonspell" (3:49 Min.)
  • Making Of Musikvideo (5:02 Min.)
  • Storyboardvergleich (0:32 Min.)
  • ISYIMD auf dem Filmfestival (2:43 Min.)
  • Bildergalerie (1:25 Min.)
  • The Man Who Loved Zombies (22:55 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Beim Bonusmaterial hat sich Anolis wieder sehr viel Mühe gegeben, konnte aber leider nicht alle Extras der portugiesischen DVD-Version lizenzieren, was zur Folge hat, dass der Audiokommentar und die Deleted Scenes fehlen.
Die deutsche DVD beinhaltet neben einer Bildergalerie, einem Trailer und dem atmosphärisch gelungenen Musikvideo der portugiesischen Metalband Moonspell noch ein 5minütiges Making of zum Video, sowie ein 30minütiges Making of zum Hauptfilm. Bei letzterem bekommt der Zuschauer einen ausführlichen Einblick in die Entstehung von "I'll see you in my Dreams", indem die Macher zu Wort kommen. Mit "The Man Who Loved Zombies" befindet sich zudem eine 22 Minuten lange Dokumentation über den ersten portugiesischen Zombiefilm auf der DVD, welche diverse Ausschnitte aus Interview mit den Machern enthält und nochmals die Hintergründe der Produktion durchleuchtet. In einem kleine Featurette vergleicht man zudem die Storyboards des Film mit den fertigen Szenen. Den Abschluss des Bereichs bilden kurze Eindrücke der Filmpremiere. Das Bonusmaterial wurde komplett deutsch untertitelt und die DVD mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.
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Fazit
"Sollten sie mich eines Tages beißen, dann machst du dasselbe mit mir!"

Dieser Satz stammt von einem Mann, der soeben einen Gebissenen erschoss, der kurz davor war zum Zombie zu mutieren. Manchmal scheint es einfacher, eine Produktion über Untote in Kurzform zu präsentieren, wenn sie denn, wie im vorliegenden Fall auch eine runde Geschichte einbindet.
Lucio kann Bäume und Zombies nicht ausstehen und gerade bekommt er wieder einen vor die Flinte. Einst betrog ihn seine Frau, die er in flagranti ertappte und aus dem Haus sperrte. Daraufhin wurde sie gebissen und lebt seither eingesperrt als Zombie. Indes lernt Lucio die hübsche Nancy in der Dorfkneipe näher kennen, jedoch ohne die Rechnung mit seiner Zombie-Frau gemacht zu haben…

Der Portugiese Miguel Angel Vivas vereint mit seiner Erzählung klassische Elemente des Horrorfilms in Form der verschlossenen Dörfler in der Kneipe und weiß durch den gezielten Einsatz des Scores rasch eine dichte Atmosphäre zu erzeugen. Auch die Untoten erscheinen eher klassisch, obgleich sie teilweise über gezielte Angriffe mit Waffen taktieren und auch mal mit der Faust zurückschlagen. Dabei geht das Make-up in Ordnung, nur die Bluteffekte sind arg begrenzt und kommen über eine Enthauptung und dem zweifachen Zulangen mit der Machete nicht hinaus.
Was die Geschichte von gängigen Zombiefilmen weitgehend unterscheidet, ist seine Emotionalität zwischen den Zeilen, denn es geht im Kern um Liebe, Reue, Vergeltung und Vergebung, wobei der Verlauf recht zynische Töne anschlägt und den vermeintlichen Helden in zwiespältiges Licht rückt. Am Ende schließt sich der Kreis und nach rund 17 Minuten ohne Abspann ist eine Dreiecksgeschichte mit kleinem Schmunzeleffekt treffsicher auf den Punkt gebracht. Darstellerisch lässt sich nichts ankreiden, die Schnitte kommen gezielt und sorgen für ein hohes Tempo, lediglich einige optische Verfremdungen mit grünem Nebel und Störfaktoren im Blaufilter wirken ein wenig dilettantisch.
Dennoch darf jeder Horrorfreund, insbesondere derer von Zombies bedenkenlos zuschlagen, denn hier gibt es mehr als bloßes Gemetzel, sondern eine durchdachte Story, die mit wenig Aufwand und atmosphärischem Setting punktet.

Nach Interner Link"Paris of the Living Dead" die zweite Veröffentlichung in der Anolis Kurzfilm Edition, die sehr liebevoll umgesetzt und sogar deutsch synchronisiert wurde. Dies ist bei einem Kurzfilm und Nischenprodukt sehr mutig. Hoffen wir auf viele weitere Kurzfilme in der Reihe.



Bilder der DVD




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I'll See You In My Dreams
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