Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
UK, USA 1991
Originaltitel:Kiss Before Dying, A
Alternativtitel:Kuß vor dem Tode, Der
Länge:89:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:James Dearden
Buch:James Dearden
Kamera:Mike Southon
Musik:Howar Shore
SFX:Martin Gutteridge, Ricky Farns
Darsteller:James Bonfanti, Sarah Keller, Sean Young, Martha Gehman, Lia Chang, Matt Dillon, Yvette Edelhart, Max von Sydow, Jim Fyfe, Lachele Carl, Briony Glassco, Shane Rimmer
Vertrieb:M.I.G
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:11.08.2011 (Kauf)



Inhalt
Jonathan Corliss hat nur ein Ziel: reich und mächtig zu werden. Er heiratet Ellen Carlsson, die Tochter des schwerreichen "Kupferbarons" Thor Carlsson. Keiner ahnt, dass hinter der liebenswürdigen Maske des neuen Familienmitgliedes der Tod lauert. Denn Jonathan ist nicht der, für den er sich ausgibt. Und jeder, der der Wahrheit ein bisschen zu nahe kommt, muss dafür mit dem Leben bezahlen.

Bild
Format1,85:1
NormPAL
 "Der Kuss vor dem Tode" wurde anamorph kodiert und präsentiert sich schärfetechnisch zufriedenstellend, kann aber auf großen Betrachtungsflächen mit keiner sonderlich guten Detaildarstellung aufwarten. Der Kontrast balanciert helle und dunkle Bildbereiche meist konstant aus, könnte insgesamt aber etwas dynamischer arbeiten, da es immer wieder zu Totalausfällen kommt. Die Farbwiedergabe erweist sich als natürlich und kräftig, könnte aber auch hier etwas sauber arbeiten. Im Hintergrund ist durchgehend mittelstarkes Rauschen wahrzunehmen, welches Szenen abhängig schon einmal etwas intensiver ausfallen kann. Die Kompression arbeitet solide, kann auf homogenen Flächen aber nicht wirklich überzeugen.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo (dt., engl.), Dolby Digital 5.1 (engl.)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Beim direkten Vergleich zwischen der deutschen und englischen Stereospur sind es nur die produktions- bzw. synchronisationsbedingten Aspekte, die einen Unterschied bringen, ansonsten klingen beiden Tonspuren relativ identisch. Die Stereofront bietet eine solide Wiedergabe des Dialogbereichs, der aber leider zu leichten Verzerrungen neigt, was bei einer Produktion der 1990er Jahren eher selten ist. Dennoch bleiben die Dialoge meist gut zu verstehen und klingen weitgehend natürlich. Musik und Nebengeräusche werden breit und kraftvoll wiedergegeben und die Balance zwischen den einzelnen Klangelementen wird nicht beeinträchtigt. Positiv ist auch, dass es kein störendes Rauschen oder Defekte zu hören gibt. Zusätzlich zur englischen Stereospur existiert ein englischsprachiger 5.1-Upmix. Die Räumlichkeit beschränkt sich hier auf ein Minimum und die Rears bleiben meist stumm. Deutsche Untertitel gibt es nicht.
 +++---

Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Hard to Hold (2:35 Min.)
    • Mr. Baseball (2:12 Min.)
    • McHales Navy (1:24 Min.)
    • Die Chaotenclique (1:58 Min.)
    • Das Kindermädchen (2:16 Min.)
    • Mit Lippenstift und Eiscreme (1:34 Min.)
    • Die Nackte Bombe (2:45 Min.)
    • Bigfoot und die Hendersons (0:57 Min.)
    • Tales form the Crypt-Box:
      • Tales from the Darkside - The Movie (1:53 Min.)
      • Ritter der Dämonen (2:09 Min.)
      • Bordello of Blood (1:35 Min.)
    • Dreist und gottesfürchtig (2:26 Min.)
    • Der Gefangene von Zenda (2:54 Min.)
    • Kabinett des Schreckens (1:24 Min.)
    • Cool as Ice (1:43 Min.)
    • Zurück bleibt die Angst (1:53 Min.)
    • Der Kuss vor dem Tode (1:46 Min.)
    • Born in East L.A. (1:19 Min.)
  • Die Reihe (2:30 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Als Bonus gibt es nur eine umfangreiche Trailershow weiterer Titel der "Cinema Finest Collection" von MIG, sowie eine Bildergalerie mit einigen Covern der Reihe. Unter den Trailern befindet sich auch der Originaltrailer zu "Der Kuss vor dem Tode" und unter "Tales from the Crypt-Box" die Trailer zu Interner Link"Geschichten aus der Schattenwelt", Interner Link"Ritter der Dämonen" und Interner Link"Bordello of Blood", die zusammen stark gekürzt in einer Box von MIG veröffentlicht wurden, wobei Interner Link"Geschichten aus der Schattenwelt" thematisch nicht in die Reihe passt. Das FSK-Wendecover zeigt auf der "Flatschen" freien Seite das Original-Motiv des Films ohne das "Cinema Finest"-Design.
 ------

Fazit
Ein bemühtes Remake und doch nur ein durchschnittlicher Thriller, der uns da als "Ein Kuss vor dem Tode" aufgetischt wird. Matt Dillon spielt hier den ehrgeizigen Emporkömmling, der sich ein besseres Leben durch eine reiche Heirat ausgeguckt hat und diesen Plan nötigerweise auch mit Mord unterstreicht. Das beginnt mit einer wahrlich Hitchcock-würdigen Suspense-Mordszene, bei der man noch nicht weiß, warum dieser Mord geschieht. Die Mordsequenz an sich ist aber visuell hervorragend gemacht und mit altertümlichem Touch versehen. Danach versandet der Film jedoch zusehends in seinen Drehbuchuntiefen, wenn er sich, aus völlig ungeklärten Gründen an die Zwillingsschwester des Opfers ranmacht, um seinen Plan, in die reiche Familie einzuheiraten endlich gelingt. Eine grundsätzliche Erklärung (und auch Schwäche des Films) wäre die geistige Begrenztheit von Dillons Figur, die zwar einerseits von relativ mittelmäßiger Intelligenz ist, die aber in entscheidenden Momenten den Charme so raufdreht, dass alle drauf reinfallen.

So ist denn auch die Entscheidung der zweiten Sean Young (die erste ist ja vom Dach geplumpst), Dillon zu heiraten, mehr als dramaturgisch schwachbrüstig. Erst sind beide Zwillinge dermaßen grundverschieden, selbst vom Intellekt (sehr unwahrscheinlich) und vom Lebensstil, dann fallen sie beide auf den gleichen Kerl rein. Weder Dillon noch Young kommen in irgendeiner Rolle besonders sympathisch rüber, nur durch die Held/Opfertypisierung wird die Zuordnung möglich gemacht. Also verlangt während Dillons behäbigem Aufstieg das Drehbuch von Young immer wieder das Aufgreifen von Nachforschungen bezüglich des Todes ihrer Schwester, was Dillon dazu bringt, immer wieder irgendwelche Leute brutal zu ermorden, um seine Existenz geheimzuhalten. Die wiederum sind recht kaltblütig und herbe inszeniert (incl. Zerteilung in Badewanne), was natürlich Young nur zu neuen Nachforschungen veranlasst, was wiederum Dillon auf die Palme bringt.

Das Ende schließlich ist erfreulich schlicht, aber dramatisch, auch wenn es schön beknackt ist, wenn der Mörder Beweismaterial gegen sich in einem Koffer aufbewahrt. Aber diese Art von inhaltlichen Krücken braucht der Film immer wieder, um über die Runden zu kommen. Das Ergebnis ist ein visuell manchmal beeindruckender, suspensereicher Film mit vielen unlogischen Schlenkern und nicht gerade einem passend besetzten Cast. Macht zusammen Mittelmaß.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.