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USA 1989
Originaltitel:Return of Swamp Thing, The
Länge:83:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jim Wynorski
Buch:Neil Cuthbert, Grant Morris
Kamera:Zoran Hochstätter
Musik:Chuck Cirino
SFX:Todd Masters Company
Darsteller:Louis Jourdan, Heather Locklear, Sarah Douglas, Dick Durock, Joe Sagal, Ace Mask, Monique Gabrielle, RonReaco Lee, Daniel Emery Taylor, Ralph Pace, Timothy Birch, Alex Van
Vertrieb:JAM
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:25.02.2011 (Kauf)



Inhalt
Versteckt in einem unzugänglichen Teil der Everglades gehen unheimliche Dinge vor sich: Der mysteriöse Dr. Arcane und sein Team arbeiten fieberhaft an einem Serum das Unsterblichkeit verspricht. Als Versuchskaninchen müssen Menschen herhalten, die sich nach den Experimenten in unmögliche Monster verwandeln. Normalerweise werden diese Fehlversuche sofort vernichtet, aber manchmal gelingt es einigen der Mutanten, in den nahegelegenen Sumpf zu fliehen. Einer der Flüchtlinge ist das bemooste Sumpf-Monster - eine Art "Gemüsesuppe" auf Beinen. Seit der "Verwandlung" hat das Ding nur eines im Sinn: Es will Rache! Ganz unerwartet kommt es jedoch zu einer entscheidenden Veränderung in seinem sumpfigen Pflanzendasein, denn plötzlich steht die hübsche Abigail vor ihm. Es ist Liebe auf den ersten Blick, jedenfalls von seiner Seite aus. Abigail hingegen sieht die Sache etwas anders, denn das Sumpf-Monster entspricht nun wirklich nicht ihren Vorstellungen vom Traummann! Außerdem ist sie auf dem Weg zu ihrem teuflischen Stiefvater Dr. Arance, um das Verschwinden ihrer Mutter aufzuklären. Sie ahnt nicht, dass ihr Stiefvater etwas ganz besonderes mit ihr vorhat ...

Bild
Format1,85:1 (Letterboxed)
NormPAL
 Zwar wird kein anamorpher Transfer geboten, man darf aber mit dem Bild zufrieden sein. Die Farbgebung gefällt ebenso wie der ordentliche Kontrast, der alle nötigen Details erkennen lässt und auch sonst kaum Schwächen offenbart. Die Schärfe hätte jedoch besser ausfallen dürfen, denn das Bild wirkt etwas weich. Auch wenn sich die Kantenschärfe auf einem angenehmen Niveau bewegt, wird das Bild nie richtig scharf. Dies liegt unter anderem am leichten Bildrauschen, welches im Hintergrund auszumachen ist, sowie an stehenden Rauschmustern, welche für etwas Bewegungsunschärfe sorgen. Lediglich in Nahaufnahmen wird die Schärfe besser, wenn auch immer noch Tiefe vermisst wird. Die Kompression arbeitet vorbildlich. Dies fällt besonders in der Sumpflandschaft positiv aus, da kein Pixelbrei entsteht, sondern Strukturen sauber rausgearbeitet werden. Dem wirken vereinzelt Defekte und kleinere Verschmutzungen entgegen, was sich aber nicht störend auswirkt.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die deutsche Stereospur bietet eine gute Sprachverständlichkeit, sowie eine saubere Musik- und Geräuschkulisse ohne auffällige Schwächen oder Störungen. Der englische Originalton, ebenfalls in Stereo vorhanden, klingt in den Stimmen natürlicher, kann ansonsten aber mit dem deutschen Pendant verglichen werden. Untertitel sind leider keine vorhanden, was etwas schade ist, da sich die Dialoge der beiden Sprachen etwas unterscheiden.
 +++---

Extras
Extras
  • Audiokommentar vom Regisseur Jim Wynorski
  • US-Trailer (1:35 Min.)
  • Promo-Reel (5:18 Min.)
  • Slideshow (4:30 Min.)
  • TV-Spots (7:10 Min.)
  • Public Service Announcements (1:35 Min.)
  • Trailershow:
    • Radioactive Dreams (1:59 Min.)
    • Crazy Ski (1:54 Min.)
    • North Shore (1:34 Min.)
    • Night (2:01 Min.)
    • Equinox (2:33 Min.)
    • Lose Control - Jungs außer Kontrolle (1:50 Min.)
    • Marilyn Monroe (1:51 Min.)
    • Metal Skin (1:31 Min.)
    • Celia - Eine Welt zerbricht (1:55 Min.)
    • Ritter der Zeit (2:12 Min.)
    • Martians!!! (1:59 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Bonusmaterial ist vorhanden, jedoch nicht wirklich der Rede wert. Hauptsächlich werden Ausschnitte aus dem Film geboten und als TV-Spots bzw. Promo-Reel benannt. Einzig kurze Spots (Public Service Announcements) zum Umweltschutz, in denen die beiden Kids aus dem Film den Sumpf verschmutzen und das Ding mit erhobenem Zeigefinger auf dieses Unrecht aufmerksam macht, heben sich aus den Extras hervor. Allerdings ist das eher trashig als wirklich mahnend.
 +-----

Fazit
Noch bevor Wes Craven 1984 mit Interner Link"A Nightmare on Elm Street" sein internationaler Durchbruch gelang und mit diesem Film einen Klassiker des Horrorgenres schuf, konnte er mit Filmen wie Interner Link"Das letzte Haus links" und Interner Link"Hügel der blutigen Augen" schon auf sich aufmerksam machen. Dass nicht jeder Film ein Erfolg wurde, musste Craven zwei Jahre vor Interner Link"Nightmare" bitterlich feststellen: Mit der Verfilmung des auf DC-Comics basierenden "Swamp Thing" (in Deutschland besser bekannt als "Das Ding aus dem Sumpf") betrat er die Schattenseite des Filmbusiness. In Grundzügen ist der Film nicht wirklich schlecht, doch hätte man von Craven wohl eher eine andere Art von Film erwartet als einen unfreiwillig komischen Beitrag um das Sumpfding, dessen Hauptproblem es ist, dass es sich viel zu ernst nimmt und der Vorlage nicht gerecht wird.

1989 sah Jim Wynorski eine Chance, das Comic-Monster wiederzubeleben. Wynorski, der im phantastischen Genre kein unbeschriebenes Blatt ist, inbesonders wenn es um TV-Produktionen oder B-Movies geht, und für Trashwerke wie Interner Link"Ghoulies IV" zuständig ist, griff genau auf jene Eigenschaften zurück, die Cravens Film zu einem Desaster werden ließen. Wohl völlig bewusst, dass auch er dem Comic nicht gerecht werden würde, inszenierte er eine absichtlich trashige Variante, die mit einem außerordentlich knappen Budget auskommen musste. Heraus kam ein völlig anderer Film, der oft fälschlicherweise als Remake bezeichnet wird, jedoch die Geschichte nach den ursprünglichen Ereignissen von Cravens Film weitererzählt. Also eine Fortsetzung, die in einer kurzen Rückblende die Hintergründe um das Sumpfding erläutert. So kämpft bzw. hilft das Ding im Sumpf beim Kampf gegen die fiesen Kreaturen eines verrückten Wissenschaftlers, der für den Zustand des Dings verantwortlich ist. Ihm zur Seite wurde Heather Locklear gestellt, die aus dem Stoff die obligatorische Liebesschnulze herauszuarbeiten versucht.

Schlug Craven ernste Töne an, bringt es Wynorski auf den humorvollen Punkt. Direkt mit der ersten Szene wird ersichtlich, in welche Richtung es geht, wenn ein Haufen degenerierter Jäger durch den Sumpf marschiert und von einem Wesen halb Mensch, halb Blutegel angegriffen wird. Von den Masken darf man nicht allzu viel erwarten, weil das Budget zu gering war und die Plastikgesichter eher belustigend und billig denn erschreckend aussehen. Hinzu gesellen sich Dialoge, die sowohl im Original als auch in der deutschen Synchronisation garantiert kein Auge trocken lassen. Besonders die deutsche Synchronisation ist bemüht, den Humor mit der Brechstange zu platzieren, denn bereits die anfänglichen Dialoge des Dings in Gegenwart des letzten überlebenden Jägers ist eine grandiose Vorstellung:

Jäger: "Sind Sie von hier? Woher kommen Sie?"
Das Ding: "Aus dem Sumpf."
Jäger: "Brennen Sie hier illegal Fusel?"
Das Ding: "Nein!"
Jäger: "Mein Name ist Dugan, Harry Dugan"
Das Ding: "Und ich bin das liebe Sumpfding."

Man sollte sein Hirn also frühzeitig ausschalten, anonsten könnten die Synapsen durchbrennen. Zwar funktioniert nicht jeder Witz, ob in Wort oder Bild, doch über weite Strecken überzeugt diese Produktion aufgrund ihrer Unbeschwertheit. Mir hat er gefallen und in Gesellschaft dürfte die Rückkehr des "grünen Ding" noch mehr Spaß bereiten. Ein kurzweiliges Vergnügen für Zwischendurch.



Bilder der DVD




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