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IT, ESP 1972
Originaltitel:Orgía de los muertos, La
Alternativtitel:Totenchor der Knochenmänner
aka. Bestie aus dem Totenreich, Die
aka. Orgia dei Morti, La
aka. Dracula and the Terror of the Living Dead
aka. Hanging Woman, The
aka. Beyond the Living Dead
aka. House of Terror
aka. Bracula - Terror of the Living Dead
aka. Bracula - The Terror of the Living Death
aka. Orgy of the Dead, The
aka. Terror of the Zombies
aka. Return of the Zombies
aka. Orgy of the Demons
aka. Zombis Återkomst
aka. Terro
Länge:94:05 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:juristisch geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:José Luis Merino
Buch:Enrico Colombo, José Luis Merino
Kamera:Modesto Rizzolo
Musik:Francesco De Masi
Darsteller:Stelvio Rosi, Maria Pia Conte, Dyanik Zurakowska, Pasquale Basile, Gérard Tichy, Aurora de Alba, Paul Naschy, Carlos Quiney, Eleonora Vargas, José Cárdenas, Giuliana Garavaglia, Carla Mancini, Isarco Ravaioli
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:18.03.2011 (Kauf)



Inhalt
Serge Chekov erbt ein altes Schloss in einem abgelegenen Bergdorf. Doch schon bei seiner Anreise verhalten sich die Dorfbewohner mehr als merkwürdig. Auf dem Friedhof sieht er eine erhängte Frau, aber keiner will ihm helfen, alle haben aus irgendwelchen Gründen Angst, in der Dunkelheit vor die Tür zu gehen. Kaum ist er im Schloss, ereignen sich weitere mysteriöse Todesfälle, und er gerät unter Mordverdacht. Als die Nacht hereinbricht erkennt er, wer die wahren Mörder sind. Eine Horde schrecklicher Wesen erscheint aus dem Dunkel: Zombies, Bestien aus dem Totenreich. Mit unvorstellbarer Grausamkeit schlagen die lebenden Toten zu! Es gibt kein Entrinnen ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Ob es sich mit der Bildqualität der US-DVD besser verhält als mit dieser deutschen Erstauswertung auf DVD, lässt sich derzeit nicht sagen. Allerdings ist zu bezweifeln, dass das Bild noch schlechter als das der CMV ist. Besonders die Eingangsequenz sieht milchig aus, besitzt einen nahezu alles auffressenden Kontrast und lässt verblichene Farben den Eindruck erwecken, man hätte eine alte Videokassette lieblos digitalisiert. Danach wird es ein wenig besser. Trotzdem bleibt die Schärfe hinter den Erwartungen an einen billigen, aber ernst zu nehmenden 1972er Horrorfilm zurück. Der Detailgrad ist gering, die Konturen heben sich nur mühsam ab, das Bild wird zumindest dabei nicht matschig. Allerdings stören immer wieder die schwachen, ausgeblichenen Farben, die bei Hauttönen zu gelblichen Verfärbungen neigen, und der drückende, schwere Kontrast. Ob der Film wirklich so dunkel ausgeleuchtet ist, kann man zumindest anhand der DVD nicht erkennen. Ein paar Kratzer und Bandfehler haben sich ebenfalls eingeschlichen, sind aber der Klassikeratmosphäre nicht abträglich. Für einen Film dieses Kalibers trotzdem etwas wenig.
 ++/---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Den Ton gibt es in der deutschen Synchro, die vom Video stammt. Geboten wird schlichtes, nicht immer sauberes Mono, bei dem die Stimmen manchmal etwas zischeln bzw. übersteuern, dabei aber sehr gut verständlich bleiben. Zu dumpf wird es eben nicht. Der Rest (inklusive der Musikstücke) klingt reichlich altbacken, was nicht nur auf das Alter des Films zurückzuführen ist. Deutliche Störgeräusche oder Lautstärkeschwankungen bleiben dagegen aus.
 ++/---

Extras
Extras
  • 32-seitiges Booklet
  • Trailer (2:15 Min.)
  • Bildergalerie (5:11 Min.)
  • Alternative Szenen aus der spanischen Fassung (9:35 Min.)
  • Titelvorspann "The Hanging Woman" (2:03 Min.)
  • Zensur und Abspann "Beyond The Living Dead" (2:20 Min.)
Verpackungkleine Buchbox
 Das Bonusmaterial ist klein, aber fein: Der englischsprachige Trailer zieht alle Register, um das Publikum aufzuwühlen. In der Bildergalerie befindet sich eine Vielzahl von Abbildungen aus allerlei Ländern. Den deutschen Ausgangsatz sollte man sich etwas näher anschauen, dort kann man nämlich interessante Zensurbearbeitungen entdecken. Bei den alternativen Szenen aus der spanischen Fassung fehlt mir die genaue Szenenkenntnis der deutschen Fassung, um Unterschiede erkennen zu können. Selbiges gilt für den Vorspann und die Zensurmaßnahmen einer englischsprachigen Videofassung. Ein paar mehr Erklärungen wären hier nötig gewesen.
Besonders hervorzuheben ist das kleinformatige Creepy Images-Druckwerk zum Film, in welchem sich neben schön aufgemachten Werbematerial (z.B. Aushängsätze und Plakate) auch Hintergrundinformationen befinden.
 +++---

Fazit
In der Tradition des Frankenstein-Konzepts gab es immer wieder einige Nachzügler, bei denen ein verrückter Arzt Experimente mit Toten veranstaltete, um ihnen wieder Leben einzuhauchen, was nicht selten zu Zombie-Erscheinungen führte. Diese spanisch-italienische Produktion konzentriert sich dabei weniger auf billige Monster-Effekte, sondern auf die Klärung einiger Todesfälle, was der Atmosphäre deutlich zugute kommt.

Serge Chekov reist nach dem Tod seines Onkels zum Schloss in ein kleines schottisches Dorf, um sich um den Nachlass zu kümmern. Doch kurz darauf wird seine Kusine Rachel an einem Baum beim Friedhof erhängt aufgefunden - wurde ein Selbstmord vorgetäuscht, um von den wahren Motiven des Täters abzulenken?

Die unheilsschwangere Musik während der Beerdigung des Onkels, dazu ein Wolkenbruch mit Gewitter und die düstere Stimmung in der Katakombe verdeutlichen von Beginn an die Marschroute: Es geht "spooky", geheimnisvoll und mysteriös zur Sache und nicht nur die ausgezeichneten Kulissen Covervariante B schüren eine dichte Covervariante CGruselstimmung. Der abgelegene Friedhof mit den knorrigen Bäumen, die vielen Geheimgänge unter dem Schloss, die kahle Berglandschaft und das urige, angrenzende Dorf, in dem jeder seine Augen verschließt und mit Einbruch der Dunkelheit in den Häusern bleibt, kommt einem recht vertraut vor. Und dennoch funktioniert das Prinzip mit der Angst vor dem Unaussprechlichen ausgezeichnet.
So tauchen immer wieder krumme Gestalten wie Paul Naschy als nekrophil veranlagter Totengräber auf, schwarze Magie wird von einer geheimnisvollen Frau im Schloss praktiziert, ein Professor experimentiert an neuartigen Impulsen und zwischendurch wird auch mal blank gezogen und mit nacktem Oberkörper gekuschelt, denn die Hammer Studios haben früh vorgemacht, dass ein wenig Freizügigkeit immer gut bei Horrorfreunden ankommt. Ein ums andere Mal wird der Zuschauer auf eine falsche Fährte gelockt und auch wenn es im Mittelteil kurzfristig ein wenig käsig wird und die ermittelnden Kommissare ziemlich schwer von Begriff sind, so ist doch immer ordentlich Bewegung im Spiel, denn es gibt einige Verfolgungen, eine Klopperei und für die Gorefreunde immerhin eine Autopsie mit geöffnetem Bauch und Organentnahme, sowie eine Enthauptung.
Darstellerisch sind primär die Damen leicht übers Ziel hinaus geschossen, was sich spätestens bei der Verkörperung von Angstzuständen herauskristallisiert. Die Herren performen hingegen solide, nur einige Frisuren mit auffällig starken Gesichtsbehaarungen sind aus heutiger Sicht unverzeihlich. Die Score untermauert die sinistre Stimmung optimal, nur die Kamera zeigt anfangs kleine Schwächen aufgrund leichten Wackelns und nicht immer optimierter Schärfe beim Zoom. Demgegenüber punktet die Ausstattung und später auch die Maske, denn schließlich bekommen wir es doch noch mit einigen Untoten zu tun, welche sich mit lauten und tiefen Atemzügen ankündigen. Angereichert mit kleinen Twists gerät der Gothic-Krimi nicht selten spannend, die gruselige Atmosphäre kaschiert einige Schwachstellen in Sachen logischem Handeln und auch die Suche nach dem Grund der mysteriösen Ableben sorgt für das notwendige Interesse.

Wer also auf altbackene Horrorstreifen steht und klassisches Gruseln bevorzugt, wird mit diesem Streifen ordentlich bedient und kann bedenkenlos eine Sichtung wagen. Die Erst-DVD dieses Klassikers besitzt zwar keine gute Bildqualität, dafür aber etwas Bonusmaterial inklusive einem Booklet. Es sind drei Cover-Varianten erschienen, von denen eine den Alternativtitel "Die Bestie aus dem Totenreich" trägt.



Bilder der DVD




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NewsGesangsprobe im "Totenchor der Knochenmänner" ab März
Bestie aus dem Totenreich, Die
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