Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
IT 1971
Originaltitel:Porta sul buio, La
Länge:220:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Nicht geprüft
Regie:Luigi Cozzi, Dario Argento, Roberto Pariante, Mario Foglietti
Buch:Luigi Cozzi, Dario Argento, Mario Foglietti, Marcella Elsberger
Kamera:Elio Polacchi
Musik:Giorgio Gaslini
Darsteller:Aldo Reggiani, Laura Belli, Mimmo Palmara, Alberto Atenari, Enzo Cerusico, Paolo Tedesco, Pier Luigi Apra, Gildo Di Marco, Tom Felleghi, Marcello Fusco, Luciana Lehar, Emilio Marchesini, Fulvio Mingozzi, Marilu Tolo, Riccardo Salvino, Glauco Onorato, Altea De Nicola, Luigi Pagnani Fusconi, Robert Hoffmann, Mara Venier, Gianfranco D'Angelo, Erika Blanc, Maria Teresa Albani, Pupo De Luca, Umberto Raho, Luciano Bonanni
Vertrieb:Dragon Film Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:04.03.2004 (Kauf)



Inhalt
DER NACHBAR (Il vicino di casa)
Ein junges Paar zieht mit ihrem kleinen Baby in ihr neues Heim, ein Haus weit außerhalb der Stadt. Beide sind glücklich, doch schon bald lernen sie den Nachbarn kennen, der in der oberen Etage wohnt. Das soll ihr Leben nicht nur nachhaltig ändern, vielmehr verkürzt es selbiges auch drastisch...

Laufzeit: 56:03 Minuten
Regie: Luigi Cozzi
Darsteller: Aldo Reggiani, Laura Belli, Mimmo Palmara, Alberto Atenari

DIE STRASSENBAHN (Il tram)
In einer Straßenbahn wird eine tote Frau unter einer Bank gefunden. Die Polizei findet heraus, dass sie gerade eben erst getötet wurde, während die Straßenbahn voller Menschen war. Der zuständige Kommissar versucht nun herauszufinden, wie der Mord sich zugetragen haben könnte und warum keiner der Passagiere etwas bemerkt hatte…

Laufzeit: 52:12 Minuten
Regie: Dario Argento (als Silvio Bernadotte)
Darsteller: Enzo Cerusico, Paolo Tedesco, Pier Luigi Apra, Gildo Di Marco, Tom Felleghi, Marcello Fusco, Luciana Lehar, Emilio Marchesini, Fulvio Mingozzi

AUGENZEUGE (Testimone oculare)
Eine junge Frau fährt mit ihrem Auto durch die dunkle Nacht. Plötzlich rennt ihr eine andere Frau direkt vor den Kühler und die Fahrerin kann gerade noch rechtzeitig bremsen. Als sie der reglosen Frau helfen will, bemerkt sie, dass diese offenbar schon tot war, als sie vor ihr Auto geriet, denn ein dicker Blutfleck am Rücken zeugt von einem unfreiwilligen Tod. Plötzlich wird sie angegriffen, kann aber noch rechtzeitig fliehen, um der Polizei zu berichten. Doch damit beginnen die Schwierigkeiten erst ...

Laufzeit: 53:30 Minuten
Regie: Roberto Pariante
Darsteller: Marilù Tolo, Riccardo Salvino, Glauco Onorato, Altea De Nicola, Luigi Pagnani Fusconi

DIE PUPPE (La bambola)
Ist der mysteriöse Fremde, der eine junge Frau verfolgt, ein aus einer Irrenanstalt entflohener Wahnsinniger...?

Laufzeit: 58:53 Minuten
Regie: Mario Foglietti
Darsteller: Robert Hoffmann, Mara Venier, Gianfranco D'Angelo, Erika Blanc, Maria Teresa Albani, Pupo De Luca, Umberto Raho, Luciano Bonanni

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Die Bildqualität kann natürlich nicht mit heutigen Produktionen mithalten und auch mit jahrverwandten Titeln kann man hier keine Vergleiche ziehen. Dies liegt daran, dass das Originalnegativ nicht mehr existiert und man nur zwei Möglichkeiten hatte: Entweder man nimmt die noch aufzutreibende Kopie aus den 70er Jahren oder man lässt diese "vergessenen Perlen" weiterhin in der Kiste liegen. Von daher sollte man hier absolut nichts in puncto Qualität erwarten und wird dann dementsprechend nicht so enttäuscht sein. Man fühlt sich hier in gute alte VHS-Zeiten zurück versetzt. Die Schärfe ist zwar durchweg mangelhaft und die Farben wirken ausgewaschen und recht blass, aber dafür ist der Kontrast über weite Strecken noch recht ordentlich, wechselt aber von Folge zu Folge seine Intensität. Zudem macht sich über die gesamte Laufzeit der vier Episoden ein starkes Flächenrauschen bemerkbar, aber dafür arbeiten die Kompressionen unauffällig im Hintergrund. Wenn man die Umstände, die zu dieser Bildqualität geführt haben, in Betracht zieht, ist das Bild ordentlich und trotz vieler kleiner und größerer Defekte und Schmutzpartikel schmälert es nicht den Sehspaß.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheItalienisch
UntertitelDeutsch
 Der Ton liegt hier lediglich in Italienisch vor und wurde mit optionalen deutschen Untertiteln versehen. Dieser originale Mono-Ton kann sich aber dem Alter entsprechend hören lassen. Zwar ist der Rauschpegel recht hoch ausgefallen, und insgesamt klingt das Geschehen recht dumpf, aber bis auf die erste Episode sind die Dialoge durchweg gut zu verstehen und es lassen sich weder Tonstörungen noch andere Defekte festellen. Für einen 34 Jahre alten italienischen Mono-Ton ist das Ergebnis absolut zufriedenstellend.
 ++----

Extras
Extras
  • Einführung von Luigi Cozzi (6:54 Min.)
  • Einführung von Luigi Cozzi zu Episode 1 (15:52 Min.)
  • Einführung von Luigi Cozzi zu Episode 2 (8:29 Min.)
  • Einführung von Luigi Cozzi zu Episode 3 (12:53 Min.)
  • Einführung von Luigi Cozzi zu Episode 4 (6:53 Min.)
  • 16-seitiges Booklet mit Einführung von Luigi Cozzi
VerpackungDigiPack im Schuber
 Auf Bonusmaterial müssen wir bei "Door into Darkness" leider verzichten, da kein Material existiert und es schon schwer genug war, überhaupt die vier Episoden aufzutreiben. Als Entschädigung dafür produzierte Dragon aber fünf Interview-Blöcke mit Argento-Jünger Luigi Cozzi, der sehr redefreudig zu jeder Episode etwas zu berichten weiß und kaum Fragen unbeantwortet lässt. Wer Cozzi persönlich kennt, weiß, dass er nicht nur ein liebenswerter Mensch ist, sondern auch sehr gerne über die italienische Filmindustrie und vor allem Argento spricht. In diesen Einleitungen geht er sichtlich auf und plaudert teilweise 15 Minuten am Stück alles Wissenswerte über die jeweilige Folge aus. Hier ist der Infomationsgehalt also gewährt und das ist das Wichtigste. Zwar hätte man sich noch Interviews mit anderen Beteiligten der Serie gewünscht und vor allem mit Argento, aber an ihn ist wohl schwerer heranzukommen als an den Papst. Zudem gibt es noch ein 16-seitiges Booklet mit Cozzis DVD-Einleitung in Schriftform und mit reichlich Bildern.
 +++---

Fazit
Die vierteilige Fernsehfilmreihe "La porta sul buio", so der italienische Originaltitel von "Door into Darkness", wurde 1971 von Dario Argento für den einzigen in Italien frei empfangbaren Sender RAI produziert und in Schwarzweiß ausgestrahlt. Für das Fernsehen der damaligen Zeit war "La porta sul buio" mehr als nur innovativ, denn auch wenn im Vergleich zu heutigen Maßstäben alles recht harmlos war, kannte man solch eine Art von Gewalt noch nicht und wollte von daher an Argentos Kinofilme Interner Link"Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" und Interner Link"Die neunschwänzige Katze" anknüpfen, um einmal etwas Neues im TV zu zeigen. Da man jedoch unter starker Kontrolle der konservativen Regierung stand, hatte man Angst zu brutal zu sein. Es war ein langes Hin und Her bis es 1973 endlich zur ersten Ausstrahlung kam. In jeder der vier Episoden nahm jemand anderer auf dem Regiestuhl platz und neben Luigi Cozzi führte Argento unter dem Namen Silvio Bernadotte bei der zweiten Episode Regie und hatte vor jeder Epsiode ganz im Stile Hitchcocks einen Gastauftritt. Beide Episoden zeigen sich schon wegweisend für das Genre und zudem war es Cozzi wichtig, in seiner Episode viel mehr den psychologischen Horror zu zeigen, statt in einem Meer aus Blut zu ertrinken. Außerdem war es immer sein Wunsch, diese Episode nur in Schwarzweiß zu sehen, weshalb er in der Einleitung zu dieser DVD auch alle Fans darum bittet, diese Episode, die zwar wie alle anderen in Farbe gedreht wurden, in Schwarzweiß zu schauen. Und in der Tat, in Schwarzweiß wirkt gerade seine Folge viel besser als in Farbe. Argentos Episode "Die Straßenbahn" wurde eigentlich als Sequel für "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" geschrieben, wurde aber weggelassen und ist nun als einzelne Folge zu beschauen. Im übrigen musste Argento die Mordwaffe von einem Messer in einen Haken ändern, da der Sender dieses als Phallussymbol ansah und meinte, sexuelle Hintergründe darin zu finden. Cozzi erläuterte, dass damals im Fernsehen keine Messer im Zusammenhang mit der Penetration eines Frauenkörpers mit Mordabsicht gezeigt werden durfte. Über diesen Eingriff in seine künstlerische Freiheit hat sich Argento nicht nur aufgeregt, sondern musste sogar lachen, denn anstelle des Messers durfte er einen Haken nehmen, obgleich diese Tötung viel grausamer erscheint.
Die dritte Episode inszenierte Roberto Pariante und wegen Streitigkeiten am Set, in dem Argento den Regisseur immer wieder reinredete, musste schlussendlich der größte Teil von Luigi Cozzi und Argento neu gedreht werden. In der letzten und schwächsten Episode vom RAI-Mitarbeiter Mario Foglietti war Argento dann aber auch gar nicht mehr involviert, was man im Vergleich zu den anderen drei Teilen leider nur allzu deutlich merkt. Dennoch eine ebenso interessante Folge mit guten Ansätzen.
Dragon präsentiert uns die vier Folgen weltweit zum ersten Mal in einem schönen 2-Disc-Set Digipack auf DVD. Die Einleitungen von Cozzi über die Entstehungsgeschichte der einzelnen Folgen ist fast schon interessanter als die Folgen selber und dafür, dass wir diese Schätze endlich auf DVD haben dürfen, fällt die schlechte, aber technisch nicht anders machbare Bildqualität nicht ins Gewicht. Hier haben die Deutschen einmal etwas Exklusives in den Händen und das ist ein gutes Gefühl.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de (Augenzeuge)
IMDb.com OFDb.de (Door Into Darkness - Der Nachbar)
IMDb.com OFDb.de (Door into Darkness - Die Puppe)
IMDb.com OFDb.de (Door into Darkness - Die Straßenbahn)



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.