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USA 1944
Originaltitel:Captain America
Alternativtitel:Return of Captain America
Länge:232:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Elmer Clifton, John English
Buch:Royal K. Cole, Harry L. Fraser, Joseph F. Poland
Kamera:John MacBurnie
Musik:Mort Glickman
SFX:Theodore Lydecker
Darsteller:Dick Purcell, Lorna Gray, Lionel Atwill, Charles Trowbridge, Russell Hicks, George J. Lewis, John Davidson, Norman Nesbitt, Frank Reicher, Hugh Sothern, Tom Chatterton, Robert Frazer, John Hamilton, Crane Whitley, Edward Keane
Vertrieb:Savoy Film
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:17.11.2011 (Kauf)



Inhalt
Die Abenteuer des Superhelden Captain America, der sich mit seinem Erzfeind, dem Scarab, auseinandersetzen muss. Dieser vergiftet seine Gegner und stiehlt eine gefährliche Waffe, die in der Lage ist Gebäude mit Schallwellen zu zerstören. Nur Captain America kann sich dem Scarab mit seiner Partnerin Gail Richards entgegenstellen und seine absolute Weltherrschaft verhindern ...!

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Was für eine Bildqualität darf man bei einem Kino-Serial erwarten, welches aus dem Jahre 1944 stammt und zuvor noch in keinem Land der Welt auf DVD erhältlich war? Dafür ist das Bild dem Alter entsprechend gut ausgefallen. Der Detailgrad geht noch in Ordnung, wenngleich im Bereich Schärfe und Kontrast deutliche Abstriche gemacht werden müssen, was bei einer über 70 Jahre alten Produktion aber mehr als verständlich ist. Defekte halten sich erfreulich in Grenzen und treten nicht störend in Erscheinung. Lediglich die Kompression sorgt für auffällige Unruhen und ein hoher Rauschfaktor tritt auf. Mit Altersbonus erreicht das Bild jedoch 2,5 Punkte.
 ++/---

Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Da es diesen Film zuvor nicht in Deutschland zu sehen gab, wurde extra eine Synchronisation angefertigt, die sich klanglich nach der Entstehungszeit des Filmes richtet. Allerdings gibt es für ein derartiges Nischenprodukt keine allzu hochwertige Sprecherauswahl, um das Budget nicht zu überspannen. Grundsätzlich gilt, dass man mit der Synchro zufrieden sein kann, wenn auch einige Sprecher nicht ganz zu ihren Rollen passen. Besonders ältere Herrenrollen wirken deutlich zu jung, besonders im Vergleich zum ebenfalls vorhandenen englischsprachigen Originalton. Selbstverständlich klingt die deutsche Fassung wesentlich klarer als der alte O-Ton. Im Original ist Hintergrundrauschen vorhanden und die Tonspur wirkt altersbedingt etwas blechern. Um das Flair des Originals zu behalten, wurde auch die deutsche Synchronisation in Mono abgemischt. Untertitel gibt es keine.
 +++---

Extras
Extras-
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Bonusmaterial ist nicht vorhanden, aber hätte bei einem derart obskurem Titel wirklich jemand etwas anderes erwartet? Zumindest ist ein FSK-Wendecover vorhanden, welches das gelungene Artwork in voller Pracht zeigt.
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Fazit
Ohne die aktuelle, im Kino sehr erfolgreiche "Captain America"-Verfilmung wäre dieses Kino-Serial aus den 1940ern ganz sicher nicht auf den deutschen Markt gelangt. Wie so oft wird versucht, etwas am Erfolg des bekannten Films teilzuhaben. Im Fall von "Captain America" ist dies mit Wohlwollen aufzunehmen, den dieses Superhelden-Kleinod ist quasi die erste Verfilmung eines Marvel-Helden. Genauer gesagt wurde "Captain America" 1944 in 15 Teilen für eine wöchentliche Kinoauswertung inszeniert und war recht erfolgreich. Unverständlicherweise wurde keine weiteren Fortsetzungen in Auftrag gegeben. Möglicherweise lag dies an den für damalige Zeiten enormen Kosten, die in diesen Film gesteckt wurden. Diverse Quellen geben ein Budget von knapp 220.000 Dollar an; für den Produzenten Republic Pictures eine enorme Stange Geld, die sich zwar auszahlte, aber für andere Serials nicht wieder ausgegeben wurde.

Auffällig ist, dass die Geschichte um "Captain America" enorm vom Comic abweicht. Die erste Änderung ist bereits auf dem deutschen Cover sichtbar: Das berühmte und für Captain America charakteristische Schild kommt überhaupt nicht vor. Stattdessen begnügt sich der Held mit einer einfachen Pistole. Sein bürgerlicher Name wurde von Steve Rogers in Grant Gardner umbenannt und statt einem männlichen Helfer steht im nun eine Frau zur Seite. Sein Gegenspieler Dr. Maldor und dessen Hintergründe sind dem Comic-Kenner ebenfalls neu. Die Erwartungshaltung an diese Verfilmung wird demnach nicht erfüllt, was daran liegen mag, dass Captain America für dieses Film eigentlich gar nicht angedacht war, weil Republic Pictures im Zuge der aufkommenden Beliebtheit von Superhelden einen anderen Helden ins Rennen schicken wollte. Aufgrund eines verlorenen Rechtsstreits musste man die fertige Geschichte mit geringem Aufwand abändern. Da man die Rechte an "Captain America" besaß, sprang der in die Bresche.

Abgesehen von den Änderungen wird man als Zuseher aber schnell mit dieser Neuinterpretation warm, wenn auch die Geschichte um Dr. Maldor auf seinem Rachefeldzug gegen seine Feinde nicht unbedingt ausreicht, um über die gesamte Laufzeit zu unterhalten. Die Rolle des Captain bzw. Grant Gardner wird von Dick Purcell dargestellt. Dieser hinterlässt einen sympathischen Eindruck und passt für damalige Zeit in die Rolle des Superhelden. Schade nur, dass Purcell nach Beendigung des Films im Alter von nur 36 Jahren verstarb und er so den seinen Filmerfolg nicht genießen konnte.

Fans von Superheldenverfilmungen sollten auf jeden Fall einen Blick in dieses Kuriosum investieren, vor allem weil dieses Serial nun erstmalig in Deutschland zusehen ist. Im direkten Vergleich mit der Vorlage mag dieser Captain America aufgrund der vielen Änderungen nicht ganz überzeugen - für sich betrachtet ist es jedoch eine interessante Entdeckung. Trotz aktueller Synchronarbeit kann sich das Ergebnis hören lassen, wenn auch einige Darsteller mit unpassenden Sprechern besetzt wurden. Beim Bild muss man altersbedingt einige Abstriche hinnehmen. Bonusmaterial gibt es keine, was allerdings nachvollziehbar ist.



Bilder der DVD




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