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USA 1973
Originaltitel:Bonnie's Kids
Alternativtitel:Bonnie's Kids, Töchter des Bösen
aka. Töchter des Satans
Länge:101:13 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:SPIO/JK geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Arthur Marks
Buch:Arthur Marks
Kamera:Robert Charles Wilson
Musik:Carson Whitsett
Darsteller:Tiffany Bolling, Steve Sandor, Robin Mattson, Scott Brady, Alex Rocco, Leo Gordon, Max Showalter, Lenore Stevens, Timothy Brown, Nicholas Cortland, Luanne Roberts
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:22.04.2011 (Kauf)



Inhalt
Nach dem Tod ihrer Mutter wird die hübsche junge Myra von ihrem Stiefvater vergewaltigt, doch ihre Schwester Ellie kommt dazwischen und erschießt ihn. Die beiden vergraben die Leiche und setzen sich ab zu ihrem einzigen Verwandtem, dem wohlhabenden Onkel Ben und seiner Frau Diana. Während sich die junge Schwester heimlich mit Bens Frau und seinem Mitarbeiter amüsiert, bittet Ben Ellie, ein Päckchen für ihn abzuholen. Dort stößt sie auf den Detektiv Larry, der ihr das Paket überreicht. Aus Neugier öffnen die beiden das Paket, das prall gefüllt mit Geld ist. Die beiden beschließen damit durchzubrennen, doch Bens Killer sind ihnen kurze Zeit später dicht auf den Fersen. Gemeinsam hinterlassen sie eine Spur von Leichen ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 "Töchter des Bösen" wird nicht nur im anamorphen 1,85:1-formatigen Bild präsentiert, sondern auch in durchweg guter bis sehr guter Qualität. Das herausstechende Merkmal ist die durchgängig kräftige Farbgebung in wunderschönsten, knalligen Tönungen, die den Film sehr lebendig gestalten. Auch der Schwarzwert macht einen guten, weil deckenden Eindruck. Die wenigen Nachtszenen (vor allem zu Beginn) sind nicht sehr kontrastreich, fallen aber nicht im stilistisch sonst konstanten Film auf. Defekte sind nur sehr selten in Form von weißen Kratzern sichtbar. Ansonsten wird man keinerlei verschwimmende Szenen, wacklige Bildstände oder zu starkes Rauschen entdecken. Darüber hinaus bleibt das Bild angenehm plastisch. Von einer sehr guten Schärfe kann man zwar nicht mehr sprechen, dafür ist aber der Hintergrund mit einer ebenso guten Intensität dargestellt wie der Vordergrund. Man hat nie das Gefühl, dass Details ausbleiben, woraus sich die vergleichsweise hohe Note von 4,5 Punkten ergibt. Erstaunliche Bildqualität für einen Film dieser Sorte und Zeit!
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Wer öfters mal ein Tape zur Hand nimmt, kann sich mit dem deutschen Ton arrangieren, der ein wenig dumpf, aber trotzdem problemlos verständlich ist. Geräusche und Musik sind etwas gedrungen im Mono-Ton vorhanden, lassen sich allerdings heraushören. Die Musik ist dafür etwas leblos. Der englische Ton klingt noch ein wenig älter und verzerrt im Hintergrund deutlicher, ist aber auch noch hörbar. Mit den Spuren, die die Zeit am Material hinterlassen hat, kann man als Zuschauer auskommen, insbesonders wenn man öfter mal in die sonst eher durchschnittliche Audioqualität der "Trash Collection" reinhorcht.
 ++----

Extras
Extras
  • Originaltrailer (3:02 Min.)
  • TV-Spots (1:50 Min.)
  • Bildergalerie (1:01 Min.)
  • Trailershow:
    • Der Keller (2:05 Min.)
    • Geschichten aus der Schattenwelt (1:54 Min.)
    • Bordello of Blood (1:33 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 Im Bonusmaterial sind vor allem Trailer und Bildmaterial zum Film abgelegt. Die wenigen zusätzlichen Boni der US-Disc von Dark Sky konnten leider nicht für den deutschen Markt ergattert werden.
 +-----

Fazit
Die Welt ist schlecht. Und vor allem sexistisch! Noch mehr Aussagen hat dieses Werk leichter Unterhaltung (mit ebenso leichten Mädchen) nicht zu bieten. Warum auch, im sonnigen Amerika der 1970er Jahre, wo junge Frauen Alternativcover mit 15 Jahren schon vor dem maskulinen, johlenden Publikum blank ziehen, gibt es kaum Wichtigeres als Freiheit und ein wenig Kleingeld, um diese Freiheit auch angemessen zu verbringen. Der Film ist "easy going" für die von Autokinos verwöhnte Zuschauerschaft, die keine Identifikationsfigur vorfindet, das aber auch nicht unbedingt benötigt.
Mitleid muss der Zuschauer mit den beiden Hauptfiguren, ihrerseits knackig-blonde Schwestern, kaum haben, denn die schlagen sich mit vergleichsweise unerhörten Methoden durchs Leben. Während Stiefpappi anfangs noch dran glauben muss, weil er die frühreife Myra unsittlich berührt, wird kurz darauf bereits der Großonkel umgarnt und bereitwillig um seine Brieftasche erleichtert. Während sich die jüngere Tochter in vergleichsweise züchtigen Bildern durch das Anwesen des mafiösen Gönners bumst, bekommt die Ältere mit, dass jenes Päckchen, welches sie in der Wildnis abholen soll, eine Menge Zaster enthält. Als sie mit dem Privatdetektiv Marke "Ken" durchbrennt, sieht alsbald auch der auf die Lieferung wartende Onkel und sein Schlägertrupp rot.
"Töchter des Bösen" ist mit seinen 100 Minuten zwar viel zu lang, allerdings auch nicht langweilig. Seine Mischung aus Erotik, Road Movie und Gangsterfilmchen reichert sich mit einer Prise Exploitation an, die allerdings im weiteren Verlauf etwas an Bedeutung verliert. Schade! Trotzdem gibt es einiges an spannenden Momenten, beispielsweise wenn das fliehende Pärchen ein ums andere Mal einem Attentat entgeht, weil die beiden stylischen Auftragsmörder zufällig immer in den selben Läden rumlungern wie sie. Zum Schluss hin wird das Abenteuer immer staubiger, immer dreckiger und fährt doch noch etwas Gerechtigkeit auf. Zumindest glaubt man das als Zuschauer, denn man wird niemanden mehr vorfinden, dem man nicht den Sensenmann an die Hacken wünscht.

Übrigens scheint auch Tarantino von diesem Film sehr angetan gewesen zu sein, sind seine beiden Interner Link"Pulp Fiction"-Protagonisten Jules Winnfield und Vincent Vega doch dem hier ebenso in feinstem Zwirn herum-cruisenden Killerduo so ähnlich, dass es fast nach Kopie schreit. Darüber hinaus scheint er sich auch die hochsommerliche Stimmung abgeschaut zu haben, die auf sämtliche Charaktere abfärbt und dem Film letztlich sehr leichtmütig macht.
Erwähnenswert ist noch der Aufmacher: Im Original heißt der Film "Bonnie's Kids" und möchte nicht nur deswegen mit den großen Erfolg "Bonnie und Clyde" in Verbindung gebracht werden. Es wird sogar explizit vom Vater erwähnt, dass Mutter Bonnie bereits verstorben ist und ihr Charakter sich auf wenig erfreuliche Weise in ihren beiden Töchtern widerspiegelt.



Bilder der DVD




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