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USA 1986
Originaltitel:Amazing Stories
Alternativtitel:Fantastische Geschichten
aka. Steven Spielberg's Amazing Stories
aka. Unglaubliche Geschichten
Länge:94:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Joe Dante, Thomas Carter, Martin Scorsese, Paul Bartel
Buch:Steven Spielberg, Joshua Brand, John Falsey, Lowell Ganz, Babaloo Mandel, Michael De Guzman, Joseph Minion, Paul Bartel
Kamera:Robert M. Stevens, John McPherson
Musik:Jerry Goldsmith, Michael Kamen, Billy Goldenberg, Georges Delerue
SFX:Wayne Rose
Darsteller:Eddie Bracken, Evelyn Keyes, Bruce Davison, Andrea Marcovicci, Robert Picardo, Wendy Schaal, Joe Seneca, Natalie Gregory, Kathleen Lloyd, Lane Smith, Louis Giambalvo, Sam Waterston, Helen Shaver, Tim Robbins, Penny Peyser, Griffin Dunne, Eve Arden, Paul Bartel, Richard Paul, Mary Woronov
Vertrieb:Universal / e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:23.10.2009 (Kauf)



Inhalt
Geistreich (23:44 Min.)

Ein junges Paar muss aus seinem geliebten Haus ausziehen. Die beiden werden nicht nur ihre Nachbarn vermissen, sondern auch die Geister auf dem Dachboden. Die neuen Mieter, ein Pornofilmproduzent und seine Frau, machen ziemlich schnell Bekanntschaft mit den Poltergeistern. Diese sind von den neuen Bewohnern alles andere als begeistert und wollen sie schleunigst wieder vertreiben. Mit allen Mitteln.


Koma (23:43 Min.)

Ben erwacht nach 40 Jahren aus dem Koma. Erstaunt stellt er fest, dass er mit der jungen Dorothy, die ebenfalls im Koma liegt, kommunizieren kann. So erfährt er, dass das Mädchen auf "die andere Seite" wechseln will. Dort, so habe ihr jemand versprochen, könne sie fliegen. Benjamin versucht verzweifelt, Dorothy zu retten.


Das Phantom im Spiegel (23:25 Min.)

Jordan Manmoth, ein Autor von Horror-Romanen, wird in die Dick-Cavett-Show eingeladen. Im Gespräch mit dem Gastgeber erzählt er, dass er keine Angst vor Zombies habe. Es seien die Lebenden, die man fürchten müsse. Wieder zu Hause, wird Jordan plötzlich von einem geheimnisvollen Phantom verfolgt.


Versteckte Kamera (23:45 Min.)

Jane hielt sich eigentlich immer für eine gewöhnliche junge Frau mit normalen Problemen. Eines Tages findet sie jedoch heraus, dass ihr Leben ein endloser Film zur Unterhaltung anderer Leute ist: In einem Kino wird jede noch so unwichtige Episode aus ihrem Leben gezeigt. Sie schmuggelt sich ins Kino und fordert eine angemessene Gage.



Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Die Bildqualität ist mittelmäßig für einen Film, für eine Serie allerdings ganz in Ordnung. Die etwas herausgeschärften Bilder machen einen durchweg ordentlichen Eindruck, wenn auch dezente Heiligenscheine und ein mäßiger Detailgrad (relativ zur Konturenschärfe) die Wertung nicht über 3 Punkte hieven. Es ist immer noch so, dass Farben etwas altbacken, weil sepiagetönt aussehen. Manchmal bekommt man zwar nahezu prächtige Bonbonfarben präsentiert (z.B. erste Episode), aber viele Szenen machen noch einen zu düsteren, leblosen Eindruck. Im Hintergrund kommt es zu undeutlichen Bildelementen. Möglicherweise war der Rauschfilter, der das Grieseln ganz ordentlich im Zaum hält, etwas zu heftig am Werk. Die Kompression ist ebenso wie der Kontrast mittelmäßig, denn letzterer kann die tendenziös zu düsteren Bilder nicht richtig frisch aussehen lassen. Bilddefekte kommen dafür selten vor.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Ton, der bei der Synchro einen manchmal etwas trashigen Einschlag beweist, klingt nicht mehr zeitgemäß. Zu oft neigen Dialoge dazu, sich im sonst schlichten Klanggebilde zu verstecken. Höhen- und Tiefenklangelemente sind keine Stärke des deutschen Tons, der insgesamt sehr den Eindruck einer TV-Aufnahme erweckt. Die englische Tonspur ist etwas präziser zugange, was sich einerseits in prägnanteren und gleichzeitig feinfühligeren Dialogen und andererseits in einem angenehm wohlklingenden Score äußert. Surround-Momente sind rar, aber für eine nicht allzu bekannte TV-Serie der Mitt-80iger ist das Ergebnis doch ganz erquicklich. Auf Untertitel muss man leider verzichten.
 +++---

Extras
Extras
  • Deleted Scenes:
    • Geistreich (0:21 Min.)
    • Koma (1:33 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Zu den ersten zwei Folgen existieren englischsprachige, sehr kurze Deleted Scenes. Leider fehlen die Untertitel, denn beides sind Dialogsequenzen, die allerdings nicht viel hermachen.
 +-----

Fazit
Hatte ich mich zuletzt etwas darüber ausgelassen, dass "Amazing Stories", der auf zwei Staffeln ausgedehnten Kurzfilmreihe rund um bekannte US-amerikanische Regisseure, Filmmusiker und Darsteller, etwas zu kindertauglich war, macht sich nun wieder ein etwas anderer Eindruck breit: Zwar gelingt "Amazing Stories" auch hier nicht das raffinierte Unterhaltungskino eines Interner Link"Geschichten aus der Gruft", die Geschichten sind aber sehenswert bis hin zu mitreißend.
"Geistreich", der wie nahezu alle Folgen dieser DVD stilistisch an die 50er Jahre erinnert, ist eine kleine Gruselgeschichte, bei der man sich nicht wirklich fürchten muss. Zwei charmante, ältere Geister versuchen ihre neuen Mieter aus ihrem Anwesen zu vertreiben und stolpern dabei nicht nur über den bissigen Hund der Mieter, sondern auch über ihre eigene Barmherzigkeit. Bis auf ein paar erwachsene, nahezu karrikierte Themen darf "Geistreich" uneingeschränkt auch dem jüngeren Publikum ans Herz gelegt werden, denn es geht gewaltfrei und vergleichsweise amüsant zur Sache, wenn das Geisterpärchen sich bemüht, das Gruseln zu erlernen. Zum Schluss wird sogar noch der moralische Zeigefinger erhoben, auch wenn es nicht kitschig wird. Eine nette Genreparodie mit Herz, die - wie sollte es auch anders sein - von einem Regisseur stammt, der wie kaum ein zweiter die Hingabe zum Genre in seinen Werken zelebriert: Joe Dante.
"Koma" behandelt das Schicksal zweier komatöser Patienten, die in telepatischem Kontakt zueinander stehen. Diese Kurzgeschichte ist sowohl faszinierend, als auch ergreifend gespielt. Vornehmlich liegt das am auf Kleinstrollen abonnierten Joe Seneca, der mit seiner überzeugenden Darstellungsleistung von der Kurzfilmumrahmung ablenkt. Man wird mit Sicherheit weniger grusligen, denn dramatischen Handlungsverlauf versinken wollen. Klarer Favorit der DVD!
"Phantom im Spiegel" ist dann wirklich etwas fürs erwachsenere Publikum: Ein erfolgreicher Horror-Autor verfängt sich in Visionen seiner eigenen Figuren und wird dabei das Fürchten gelehrt. Die immer wieder an ein interessantes Wes Craven-Setting erinnernde Gruselmär ist ebenso wie "Koma" professionell bis in die letzte Minute erzählt, äußerst spannend und bietet sogar ein paar Szenen, denen es gelingen könnte, dem Publikum ein paar ordentliche Schrecken einzujagen. Natürlich darf man nicht über die wenig reflektierte Hintergrundgeschichte nachdenken, die ebenso stark klischeebehaftet ist, wie sie (nicht immer) genutztes Potenzial erkennen lässt. Für ein paar spannende Minuten ist "Phantom im Spiegel" allemal gut, auch wenn mir Sam Waterston in der Hauptrolle nicht sonderlich zusagt. Die Regie von Martin Scorsese lässt dem 20-Minüter kaum Zeit, zur Ruhe zu kommen. Allerdings ist seine Handschrift nicht unbedingt erkennbar in diesem sehr kompakten Horrorbeitrag.
Den Abschluss bildet "Versteckte Kamera", der leider durch seine plump aufgespannte Metaebene auffällt. Paul Bartel (Interner Link"Death Race 2000") gelingt es zwar wiederum, einen kritischen Stoff auf die (kleine) Leinwand zu bringen, der Biss fehlt im allerdings. Problematisch ist bereits das Anliegen, den Zuschauer in eine Film-im-Film-Geschichte entführen zu wollen, die ihm wegen zu stark konstruiert vorkommen wird: Nicht nur Filmdummchen Penny Peyser fühlt sich verschaukelt, auch dem Zuschauer wird es so gehen, wenn er doch sehr schnell mitbekommt, welches falsche Spiel mit der Protagonistin gespielt wird. Die ist lange Zeit unwissend, fast schon naiv, wenn um sie herum eine Lügengeschichte am Leben erhalten wird, die jeder Normaldenkende auf den ersten Blick durchschaut hätte. "Versteckte Kamera" nimmt sich natürlich nicht ernst, ist aber auch nicht so unterhaltsam wie erwartet, weil die Pointen flach und die Auflösung weit voraussehbar ist. Möglicherweise hätte Bartel sich auf seine Arbeit hinter der Kamera beschränken sollen, ist er doch auch als Darsteller in nicht unerheblicher Rolle zu sehen. Was soll's, es kann ja nicht immer klappen!
Trotzdem die bislang beste DVD-Zusammenstellung von vier Folgen der Serie!



Bilder der DVD




Druckbare Version
Unglaubliche Geschichten (Staffel 1, Vol. 1)
Unglaubliche Geschichten (Staffel 1, Vol. 2)
Amazing Stories Vol. IX
Amazing Stories Vol. VII
Amazing Stories Vol. X
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