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USA 1982
Originaltitel:Nightbeast
Alternativtitel:Night Beast
Länge:81:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Don Dohler
Buch:Don Dohler
Kamera:Richard Geiwitz
Musik:J.J. Abrams, Robert J. Walsh
SFX:John Dods, David W. Donoho
Darsteller:Tom Griffith, Jamie Zemarel, Karin Kardian, George Stover, Don Leifert, Anne Frith, Eleanor Herman, Richard Dyszel, Glenn Barnes, Greg Dohler, Kim Dohler, Pam Dohler
Vertrieb:Eightyfour Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:01.11.2011 (Kauf)



Inhalt
Auf der Reise durch die Unendlichkeit des Alls kollidiert der Raumgleiter eines unbekannten Wesens mit einem Asteroiden - es muss auf der Erde notlanden. Als ihm mit der Explosion seines Raumschiffs jeder Rückweg abgeschnitten ist, verbreitet es unglaublichen Schrecken und Terror ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Wer bei den trashigen Troma-Produktionen viel Wert auf Bildqualität legt, wird nicht glücklich. So auch bei "Nightbeast": Anfang der 1980er Jahre entstanden, sieht man der Vollbildfassung ihre Herkunft und geringen Produktionskosten an. Das Bild ist permanent unscharf und zeigt stehende Rauschmuster, die zu deutlichen Bewegungsunschärfen und Blockbildung führen. Hinzu kommt Bildrauschen, Schmutzpartikel und viele Defekte. Der Kontrast fällt zudem viel zu dunkel aus und helle Flächen neigen zum unnatürlich Leuchten. Desweiteren wurde das Bild nachgeschärft, wodurch die schwammigen Konturen zu überstrahlen beginnen. Schwarze Flächen tendieren immer wieder ins Gräuliche und die Farbgebung fällt etwas ausgebleicht und flach aus. Gut ist etwas anderes, und für einen Röhrenfernseher wäre das Bild wahrscheinlich noch akzeptabel. Wer allerdings einen Großbildschirm bzw. eine Leinwand hat, wird kaum Spaß am Film haben.
 +/----

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die deutsche Synchronisation ist zwar gut verständlich, jedoch neigen die Stimmen zu einem sehr dumpfen, blechernen Klang. Auch die Nebengeräusche und der Score klingen sehr muffig und lassen immer wieder ein dezentes Rauschen und Brummen heraushören. Der englische Mix klingt deutlich frischer, zumindest in den Nebengeräuschen. Dialoge passen sich harmonischer dem restlichen Klangbild an, wodurch die englische Tonspur meist etwas natürlicher arbeitet. Aber auch von ihr sollte nicht allzu viel erwartet werden, denn auch Rauschen ist permanent im Hintergrund wahrzunehmen.
 ++----

Extras
Extras
  • Vorwort von Lloyd Kaufman (2:16 Min.)
  • Original-Trailer (2:09 Min.)
  • Audiokommentar von Regisseur Don Dohler und Darsteller Tom Griffith
  • Artworkgalerie (4:00 Min.)
  • Outtakes & Bloopers (6:36 Min.)
  • Featurette: Wie man einen Arm ausreißt (4:03 Min.)
  • Featurette: Mach' deinen eigenen Film (1:52 Min.)
  • Troma Radiation March (0:54 Min.)
VerpackungHartbox
 Zum Hauptfilm gibt es ein witziges Vorwort von Troma-Chef Lloyd Kaufman und Schauspielerin Debbie Rochon, sowie einen Audiokommentar mit Regisseur Don Dohler und Hauptdarsteller Tom Griffith. Letzterer wurde leider nicht deutsch untertitelt, fällt aber trotzdem hörenswert und informativ aus und dürfte nicht nur für Troma-Fans von Interesse sein. Im Bonusmenü gibt es neben Outtakes & Bloopers einen Trailer zum Hauptfilm, sowie eine Artworkgalerie. Hinzu kommt noch der "Troma Radiation March", ein Promotrailer zu "Mach deinen eigenen Film" von Lloyd Kaufman. In "Wie man einen Arm ausreißt" gewährt uns Kaufman einen Einblick in die Spezialeffekte, bis Toxie das Ganze zunichte macht. Das Bild der meisten Extras ist bestenfalls auf YouTube-Qualität.
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Fazit
Was waren das noch für Zeiten, als Troma uns ihre ganzen Latex-Viecher als Horror verkaufen konnte und das Publikum bei kleinen Goreeinlagen bereits kollektiv zusammenzuckte. Einige dieser Streifen sind durchaus charmant, weil sie ihren Reiz aus den Unvermögen des Regisseurs beziehen, was auch im vorliegenden Werk von Don Dohler der Fall ist. Ein Alien kommt in Maryland an, weil seine Raumkapsel mit Teile eines Asteroiden kollidierte. Nun hat es nichts Besseres zu tun, als sämtliche Einwohner des Dorfes mit der Strahlenkanone auszuradieren, bis sich Sheriff Cinder und die letzten Überlebenden etwas Wagemutiges ausdenken ...

Anno 1982 war es noch erlaubt, als Locken-Glomse wie Atze Schröder aufzutreten, sogar als Sheriff und Hauptfigur - mit der Frisur würde man heute auf dem Index landen. Doch immerhin wird man mit den Sympathieträgern, dazu gehören noch der weibliche Deputy Lisa, die lokale Ärztin und ein Kumpel des Gesetzeshüters, recht schnell warm, da natürlich undifferenzierte Schwarzweiß-Malerei betrieben und mit dem Rüpel Drago auch gleich ein zweiter Bösewicht ins Geschehen integriert wird. Die außerirdische Bestie greift recht früh ins Geschehen ein, was besonders zu Beginn mit knalligem Trash verbunden ist. Denn diese Strahlenpistole bewirkt beim Opfer eine Entmaterialisierung, welche nach kurzem Flackern und darauf folgendem Stillstand der Bewegung eintritt, alles mit einigen Blitzeffekten und lustigem Flackern einiger Lichter.
Später stehen dann eher die Gewalteinlagen im Vordergrund, so dass immerhin ein Bauch geöffnet wird, ein Gesicht derbe leidet und ein Kopf vom Rumpf gehebelt wird. Die Gestaltung der Kreatur hat man an einem unbedarften Statisten vorgenommen, den man auch gleich einen silbernen Raumanzug verpasst hat. Das Gesicht sticht besonders durch die schrumpelige Haut und den schief liegenden langen Zähnen hervor, was fast einem Reptil gleicht. Gewöhnliche Kugeln können ihn nichts anhaben, was die Dorfbewohner auch nach einer Weile Ballerei nicht daran hindert, weiter zu feuern. Später versucht man es mit Strom, was schon eher Erfolg versprechen könnte.
Dohler liefert mit seinem Streifen eine durch und durch unreife Produktion ab, was sich auf allen Ebenen der Inszenierung abzeichnet: Die Darsteller wirken furchtbar bemüht und deshalb oftmals sehr angestrengt, die Kamera weiß selbst in stillen Momenten kaum eine ruhige Position einzunehmen und straft den Zuschauer stattdessen mit unzähligen Nahaufnahmen der Protagonisten. Auch der Score gleicht sich dem Niveau an, indem der seinerzeit neueste Synthesizer für teils schräge Hüllkurven herhalten musste. Dennoch bietet der Streifen unterhaltsame Kost für Trashfreunde, da das Tempo konstant hoch gehalten wird, einige Action in Form von Prügeleien hinzukommt und die Dialoge mindestens einen Schmunzeleffekt aufweisen, da sie in ihrer Schlichtheit und der manchmal völlig unpassenden Reaktionen kaum ernst zu nehmen sind.
Warum das Werk nun ausgerechnet "Nightbeast" heißt, erschließt sich nicht unbedingt, denn das Monster agiert am Tage genauso agil wie Nachts. Aber es lässt, trotz ausbleibender Spannung, ein paar skurrile Einlagen vom Stapel, was auch für die Figuren rund um den ermittelnden Sheriff gilt, der selbst in lebensbedrohlicher Situation noch Zeit zum Dönern findet. Ist halt ein Partyspaß für die angeheiterte Runde, denn als ernster Monsterfilm geht der Streifen zu keiner Zeit durch.

'84 veröffentlicht "Nightbeast" neben einer kleinen Hartboxen-Variante auch in limitierter Form als große Hartbox mit verschiedenen Covermotiven. Der Film ist erstmals ungekürzt, dafür aber qualitativ unter aller Kanone, schließlich handelt es sich bei diesem Trash-Vehikel um eine äußerst kostengünstige Produktion aus den 1980er Jahren. Als Troma-Fan greift man bei dieser schönen Edition gerne zu.



Bilder der DVD




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News"Nightbeast" - '84 gets tromatized!
Nightbeast - Terror aus dem Weltall
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