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UK 1971
Originaltitel:Beast in the Cellar, The
Alternativtitel:Are You Dying, Young Man?
aka. Young Man, I Think You're Dying
Länge:85:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:James Kelley
Buch:James Kelley
Kamera:Desmond Dickinson, Harry Waxman
Musik:Tony Macaulay
Darsteller:Beryl Reid, Flora Robson, John Hamill, Tessa Wyatt, T.P. McKenna, John Kelland, David Dodimead, Vernon Dobtcheff, Dafydd Havard, Gail Lidstone, Elizabeth Choice, Merlyn Ward
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:25.02.2011 (Kauf)



Inhalt
Eigentlich ist Lancashire eine leicht verschlafene und friedliche Grafschaft, doch die Idylle wird brutal zerstört, als eines Tages die völlig zerfetzte Leiche eines jungen Rekruten im Moor gefunden wird. Die Polizei glaubt zunächst an die Tat eines Raubtiers. Als jedoch kurz darauf der nächste buchstäblich in Stücke gerissene Soldat entdeckt wird, ergeben die Untersuchungen, dass ganz offensichtlich ein Mensch für diese grauenvollen Taten verantwortlich ist. Die in der Nähe wohnenden älteren Schwestern Ellie und Joyce Ballantyne könnten vermutlich zur Aufklärung beitragen, denn seit mehr 30 Jahren verbergen sie in ihrem Kellergewölbe ein düsteres Geheimnis, das nun zum Vorschein kommt ...

Bild
Format1,66:1 (anamorph)
NormPAL
 Ich bin hin- und hergerissen von diesem über 40 Jahre alten Film: Während einige Szenen eine überraschend gute Konturierung, vergleichsweise satte Farbgebung (für einen britischen Inselschocker) und befriedigende Detailschärfe besitzen, die den Film auch auf etwas größeren Diagonalen noch ansehbar machen, können weitere Szenen, die sich direkt anschließen, diesen Eindruck nicht untermauern. Dort fällt dann die Kantenschärfe als nachgebessert aus, Gesichter sehen glatt und Hintergründe etwas nervös aus, obwohl sie eigentlich einen absolut statischen Eindruck machen. Die Anzeichen stehen auf eine Rauschreduzierung mit anschließender Nachschärfung, was beispielsweise der Schwenk in Minute 40 beweist. Trotz einiger Kratzer und dieser kleinen Fehlerchen macht das Bild in ruhigen Momenten eine sehr gute Figur. Der Eindruck wird geschmälert durch dunkle, oftmals verwaschene und farblose Nachtaufnahmen (siehe 31. Minute) und einige Außenaufnahmen, die wegen des natürlichen Sonnenlichts ebenfalls stark an Farbkraft verloren haben. Außerdem pumpt die Kompression so stark, dass sichtlich Details im Hintergrund verschwinden und aus dem Nichts wieder auftauchen. Das macht die DVD dann doch wieder nur durchschnittlich. Trotzdem kann man sich mit der Qualität arrangieren und den Film genießen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für nicht synchronisierte Szenen
 Nicht selten fehlt der deutschen Fassung eine Dialogszene, von denen der Film eine Menge besitzt und die folglich für die deutsche DVD-Auswertung deutsch untertitelt wurden. Allerdings scheint der Übersetzer ein paar Szenenabfolgen übersehen zu haben, in denen der Zuschauer mit dem englischen Ton ohne Untertitel vorlieb nehmen muss. Der englische Ton ist wie auch der deutsche nicht ohne Verschleiß geblieben, aber beide sehr gut verständlich. Ein paar Zischlaute und minimales Rauschen sollten den Filmfan nicht stören. Die Musik lässt sich noch problemlos als solche erkennen, auch wenn die Höhen und die Dynamik keinen Vergleich mit einer aktuellen Produktion zulassen.
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Extras
Extras
  • Deutsche Fassung (74:18 Min.)
  • Originaltrailer (2:00 Min.)
  • Bildergalerie (1:01 Min.)
  • Radio Spots (1:33 Min.)
  • Trailer (5:37 Min.):
    • Ritter der Dämonen
    • Bordello Of Blood
    • Geschichten aus der Schattenwelt
Verpackungkleine Buchbox
 Der Bonusbereich bietet die bereits angesprochene, alte deutsche Fassung, welche in der selben Qualität vorliegt wie der Hauptfilm, allerdings um gut 10 Minuten gekürzt ist. Hauptsächlich hat es damals Dialogszenen erwischt, weswegen diese Version Horrorfreunden zu empfehlen ist, die ihre Gruselkost gern etwas straffer erleben. Dazu wird weiteres Werbematerial in Form eines Trailers, einer Galerie und eines Radio-Werbespots geboten, welcher den Film als Double Feature und äußerst reißerisch anzukündigen weiß.
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Fazit
Die britische Produktionsfirma Tigon war im Grunde nie eine Konkurrenz für die Hammer Studios, auch wenn sie beispielsweise mit Interner Link"Der Hexenjäger" einen recht atmosphärischen Beitrag landen konnten. In vorliegendem Fall verspricht die Story einmal mehr, als der Inhalt auch nur ansatzweise zu erfüllen in der Lage ist.

Im verschlafenen Örtchen Lancashire wohnen die älteren Schwestern Joyce und Ellie seit jeher im Haus ihrer Eltern. Doch im Keller des Anwesens schlummert ein furchtbares Geheimnis. Als eines Tages ein Soldat brutal ermordet wird, geraten die Schwestern in Aufruhr ...

Der erste Mord des Alternativcover Bvermeintlichen Alternativcover CUngetüms, welcher bereits nach wenigen Minuten über die Bühne geht, lässt nichts Positives vermuten: Das schreiende Gesicht eines Soldaten, bewusst eingesetzter Zoom mit Wackelkamera und mit Mühe erkennbare Krallen sind alle Bilder, die vom Ableben des Namenlosen bleiben. Danach folgt die Einführung der beiden Jungfern und die Chose gerät zusehends geschwätziger.
Grund hierfür ist die äußerst begrenzte Anzahl an Protagonisten und der starke Fokus auf die geheimniskrämerischen Damen, die gefühlte fünfzehn Mal Tee oder Kaffee servieren, zur Not sich selbst. Für eine Weile gelingt das orakelhafte Andeuten des Familiengeheimnisses, doch spätestens nach einer halben Stunde ist klar, wer im Keller hauste und aus welchen Gründen ausschließlich Personen in Militäruniform gekillt werden. Da bringt die Zugabe einer liebreizenden Krankenschwester und eines feschen Soldaten, der sich aus unerfindlichen Gründen mehrmals täglich um die Omis kümmert, im Gesamtbild rein gar nichts.
Derweil mordet das Wesen zaghaft weiter, auch wenn am Ende weniger als eine Handvoll Opfer zu beklagen sind und das höchste der Splattergefühle ein heraushängender Augapfel ist. Selbst das zu helle Blut tröpfelt nur im Off, und während die eine der beiden Schwestern überwiegend das Bett hütet, plappert die andere einem Inspektor gegenüber drauf los, was zwar von dem Versuch eines Flashbacks begleitet wird, am Ende aber eher Spannung raubt, anstatt das Tempo merklich in Gang zu setzen.
Einzig die solide Kulisse der Pinewood Studios erzeugt hin und wieder eine passable Atmosphäre und das Spiel der beiden Alten ist zumindest brauchbar, wenn auch nicht überragend. Alles andere bildet einen überwiegend lahm aufgezogenen Monster-Gruselfilm, der zu wenig Suspense und zu viele Dialoge einbindet. Nur für knallharte Freunde britischer Horror-Hausmannskost, welche ohne Salz und Pfeffer und zuweilen äußerst zäh rüberkommt.



Bilder der DVD




Druckbare Version
News"Der Keller" birgt die Trash Collection #76
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