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USA 2010
Originaltitel:Choose
Länge:82:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Marcus Graves
Buch:Brandon Camp, Mike Thompson
Musik:Nathan Larson
SFX:Alan Scott, Ari Levinson
Darsteller:Katheryn Winnick, Nicholas Tucci, Kevin Pollak, Richard Short, Bruce Dern, Talia Balsam, Kate Nauta, Cady Huffman, Alexi Wasser, Adrian Martinez, Billy Kay, Billy Magnussen
Vertrieb:Planet Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:22.08.2011 (Verleih) / 27.09.2011 (Kauf)



Inhalt
Ein Psychopath geht um, der seine Opfer vor lebensverändernde bzw. tödliche Entscheidungen stellt. Dabei scheint er der Polizei unter der Leitung von Sheriff Tom Wagner, immer einen Schritt voraus zu sein. Zur gleichen Zeit bekommt die Tochter des Sheriffs, die Reporterin Fiona, ständig seltsame Hinweise, die anscheinend vom Täter selbst stammen.
Nach anfänglichem Zögern, entschliesst sich Tom schließlich mit seiner Tochter zusammen zu arbeiten, um den Bösewicht so schnell wie möglich hinter Gitter bringen zu können. Dabei unterschätzen die Beiden aber die offensichtliche Gefahr, denn der Täter hat jeden ihrer Schritte bereits vorgeplant und am Ende kein Happy End für seine Verfolger vorgesehen.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Den kleineren Produktionsstand merkt man "Choose" deutlich an. Dieser wird allerdings ganz gut mit den üblichen Tricks kaschiert. So zeigt sich der Transfer sehr rauscharm, was auf den Einsatz von Filtern schließen lässt. Während die Konturen ordentlich, aber nicht sonderlich scharf dargestellt werden, wirkt das Bild insgesamt zu weich und detailarm. Selbst in Nahaufnahmen ist der Detailgrad nicht sonderlich hoch und in nur wenigen Sequenzen kann man von einer ordentlich Detailschärfe sprechen. Der Kontrast wurde stark angepasst, zeigt einen guten Schwarzwert, verschlingt in dunklen Bildbereichen aber viele Details. Auch die Farbdarstellung unterliegt der visuellen Veränderung des Materials und zeigt sich durchweg erdig und warm. Auf homogenen Flächen sind immer wieder seichte Unruhen auszumachen und gerade auf großen Bildschirmdiagonalen bemerkt man die etwas unsauber arbeitende Kompression im Hintergrund. Für einen Independent-Film ist das Ergebnis durchaus zufriedenstellend, könnte aber in Bewegungen ruhiger und allgemein schärfer ausfallen.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Soundtechnisch wird leider auch nicht sonderlich viel geboten. Lediglich die Dialogwiedergabe fällt gut aus, klingt im englischen Original aber noch natürlicher als beim deutschsprachigen Pendant. Räumlichkeit entsteht zudem nur bedingt. Zwar werden die Rears hin und wieder gut bedient, doch wirkliche Surroundeffekte gibt es nicht und lediglich der Score darf sich gleichmäßig auf alle Kanäle erstrecken, was nicht sonderlich natürlich klingt. Auch wenn der Originaltrack etwas klarer klingt, fällt auch hier die Räumlichkeit bescheiden aus und somit fehlt es beiden 5.1-Tracks an Dynamik und Druck, vor allem wenn es um Schocksequenzen geht. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 +++---

Extras
Extras
  • Deutscher Trailer (2:15 Min.)
  • Englischer Trailer (2:12 Min.)
  • Behind the Scenes (14:45 Min.)
  • Interviews:
    • Kevin Pollack (6:14 Min.)
    • Kathryn Winnick (4:16 Min.)
    • Nicholas Tucci (1:46 Min.)
  • Trailershow:
    • I Come with the Rain (1:36 Min.)
    • Cold Prey III (2:15 Min.)
    • Don't Be Afraid of the Dark (2:20 Min.)
    • Rabbit Hole (2:21 Min.)
    • Meet the Rizzos (2:19 Min.)
    • Undisputed III: Redemption (1:43 Min.)
    • Triple Dog (1:46 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial besteht aus Trailern, werbelastigen Interviews und einem 15minütigen, unkommentierten Hinter den Kulissen-Bericht, welcher neben einigen Einblicken in die Dreharbeiten auch die Arbeit der Maskenbildner zeigt. Kurzweilig und sehenswert.
 +/----

Fazit
Die Drehbuchautoren als auch der Regisseur hatten die Wahl: Lassen wir die Geschichte in die Folterrichtung tendieren und untermauern, was formal ohnehin schon nach Interner Link"Saw" klingt, oder legen wir den Fokus auf die Jagd nach einem Serienkiller. Man entschied sich für Letzteres, allerdings ohne sonderliche Höhepunkte oder gar Innovationen einzubauen. Dabei klingt die Prämisse schön fies: Ein junges Mädchen muss wählen, ob sie Mom oder Dad umbringt, ein Pianist entscheidet sich zwischen seinen Fingern und dem Gehör, während ein Model entweder ihre Schönheit oder ihr Augenlicht behält. Die angehende Journalistin Fiona wird von dem Killer kontaktiert und scheint aus einem bestimmten Grund auserwählt zu sein, während ihr Dad, der ermittelnde Cop Tom, dem Psychopathen stets einen Schritt hinterher eilt ...

Regiedebütant Marcus Graves gelingt es leider nicht, in den wesentlichen Momenten für die gebotene Spannung zu sorgen, denn wenn jemand nur 60 Sekunden Zeit hat, das vermeintlich geringere Übel zu wählen, ist das an sich eine überaus prekäre Situation. Doch genau diese Szenen werden allenfalls angerissen, Bluttaten lediglich angedeutet und im letzten Fall bekommt man noch nicht einmal die Entscheidung des Opfers mit. Hauptfigur Fiona entpuppt sich indes zwar als clever und mutig, doch allein das Trauma einer Selbstmord-Mutter reicht kaum aus, um ihre Figur sonderlich interessant erscheinen zu lassen, zumal ihr soziales Umfeld äußerst überschaubar ist. Im Zusammenspiel mit ihrem Dad und dessen Kollegen gibt es immerhin ein paar sympathische Momente, doch gegen Finale überwiegt auf allen Seiten irrationales Verhalten - da werden so manche Entscheidungen mit Kopfschütteln des Betrachters quittiert.
Ein weiterer Schwachpunkt der Geschichte ist der eher profillose Killer, den man erst zum Showdown zu Gesicht bekommt. Ihm mangelt es an Charisma, er wirkt zuweilen reichlich impulsiv und handelt, trotz aller peniblen Vorkehrungen und feinster Planungen, unangemessen emotional, was lediglich während des finalen Aktes nachvollziehbar ist. Da können auch zwei kleine Twists kaum über die mangelnde Motivation des Schlächters hinwegtäuschen, denn der Typ wird als grundlegend böse charakterisiert, wenn Adoptiveltern den aggressiven Knaben im Alter von drei bereits wieder zurück in die staatliche Obhut geben.

So forscht Fiona einige Male in der Bibliothek nach, ermittelt die Herkunft eines Symbols an den Tatorten, befragt gemeinsam mit Dad einen leicht debilen Professor (Bruce Dern), eine (stimmungsvoll gefilmte) morbide Wohnung wird inspiziert und man kehrt zu dem Tatort zurück, an dem sich Fionas Mutter vor drei Jahren das Leben nahm. Dazwischen taucht der Täter immer einige Zeit ab und gibt zunächst wenig Aufschluss über die Wahl seiner Opfer, bis man anhand eines Barcodes einer heißen Spur nachgehen kann.
Leidlich spannend gestaltet sich der Ablauf, der den üblichen Pfaden des Serienkiller-Thrillers folgt und dabei wenige Bemühungen offenbart, mit visuellen oder gar erzählerischen Kniffen zu operieren. Darstellerisch ist das okay, vom Erzähltempo her auch, doch der mitreißende Funke will nicht so recht überspringen, weil "Choose" eben nicht mehr verkörpert, als einen austauschbaren, wenn auch nicht gänzlich langweiligen Streifen ohne markante Momente.

Die deutsche DVD erscheint ungekürzt mit einer Freigabe ab 18 Jahren und wird mit FSK-Wendecover ausgeliefert. Bild- und tontechnisch sollte man nicht allzuviel erwarten, in Anbetracht der Tatsache, das "Choose" ein reiner Low-Budget-Film ist, bleibt das Ergebnis aber zufriedenstellend.



Bilder der DVD




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