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NO 2010
Originaltitel:Fritt vilt III
Alternativtitel:Cold Prey III - The Beginning
aka. Cold Prey 3
aka. Cold Prey 3 - Wie alles begann
Länge:93:43 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Mikkel Brænne Sandemose
Buch:Peder Fuglerud, Lars Gudmestad
Kamera:Ari Willey
Musik:Magnus Beite
SFX:Pål Morten Hverven, Kai Kolstad Rødseth
Darsteller:Ida Marie Bakkerud, Julie Rusti, Kim S. Falck-Jørgensen, Pål Stokka, Arthur Berning, Sturla Rui, Terje Ranes, Trine Wiggen, Hallvard Holmen, Endre Hellestveit, Nils Johnson
Vertrieb:Planet Media / Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:12.09.2011 (Verleih) / 04.10.2011 (Kauf)



Inhalt
Jeder Horror hat einen Anfang. So auch die Saga des Spitzhackenmörders, der immer wieder Jugendlichen in den vereisten Bergen von Norwegen auflauert. Als Kind in den Siebzigern wurde er von seinem brutalen Vater im Keller ihrer einsamen Hütte missbraucht - immer wieder - die Mutter sah weg.
Jahre später ist der junge Mann für sich allein verantwortlich - und bereit für seine Rache. Andere Jugendliche sollen dafür bezahlen, dass sie all die Freiheiten haben, all den Spaß und die Freude, die er niemals verspüren durfte. Die Spitzhacke ist poliert. Es steht fest: Die Achtzigerjahre werden blutig. Verdammt blutig ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 "Cold Prey 3" wurde anamorph kodiert und liegt im Originalformat von 2,35:1 vor. Das Bild erweist sich als angenehm scharf, äußerst detailliert und plastisch. Konturen werden sauber gezeichnet und auch in Totalen und Halbtotalen bleibt der Eindruck sehr gut. Die Detailschärfe bleibt fast durchweg auf sehr hohem Niveau und kaum eine Einstellung sieht weich oder gar unscharf aus. Die absichtlich stark reduzierte Farbpalette zeigt sich sehr monoton, ohne den Gesamteindruck zu verfälschen, und der Kontrast erledigt seine Arbeit ebenfalls ordentlich, indem er eine gute Balance zwischen hellen und dunklen Bildbereichen bietet. Der Schwarzwert erreicht ein gutes Level, ohne nötige Details in den dunkleren Sequenzen absaufen zu lassen. Bildrauschen ist dezent im Hintergrund auszumachen, fällt aber nur in dunkleren Szenen auf und wird erst auf großen Leinwänden so richtig sichtbar. Die Kompression arbeitet ruhig im Hintergrund. Für eine DVD ein sehr gutes Bild.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Norwegisch
UntertitelDeutsch
 Wegen der Frontlastigkeit des 5.1-Mixes ist "Cold Prey 3" doch eher enttäuschend. Zwar wird dem Zuschauer eine saubere Dialogwiedergabe geboten, allerdings bleibt die Räumlichkeit aus und nur in wenigen Schockmomenten dürfen Bass und Nebengeräusche für etwas Gruselspannung sorgen. Dafür wurde der Score sehr gut abgemischt und verteilt sich sauber auf sämtliche Kanäle, wodurch er die Atmosphäre des Films aufbauen kann, ohne allzu aggressiv ins Geschehen einzugreifen. Insgesamt wäre etwas mehr Präzision und eine bessere Ortbarkeit wünschenswert gewesen. Die wenigen direktionalen Effekte klingen unspektakulär und langweilig. Der norwegische Originalton unterscheidet sich kaum vom deutschen Pendant und optional gibt es deutsche Untertitel.
 +++/--

Extras
Extras
  • Trailershow (beim Einlegen der Disc):
    • Choose (2:11 Min.)
    • I Come With The Rain (1:38 Min.)
    • Don't Be Afraid Of The Dark (2:31 Min.)
  • Trailer "Cold Prey I" (2:18 Min.)
  • Trailer "Cold Prey II" (2:06 Min.)
  • Deutscher Trailer "Cold Prey III" (2:16 Min.)
  • Originaltrailer "Cold Prey III" (2:19 Min.)
  • Hinter den Kulissen (4:25 Min.)
  • Teaser (1:00 Min.)
  • Trailershow:
    • Choose (2:11 Min.)
    • I Come With The Rain (1:38 Min.)
    • Don't Be Afraid Of The Dark (2:31 Min.)
    • Undisputed III: Redemption (1:47 Min.)
    • Triple Dog (1:36 Min.)
    • Meet the Rizzos (2:30 Min.)
    • Rabbit Hole (2:21 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Neben einer handvoll Trailer (u.a. zu den Vorgängerteilen der Reihe) wird ein 4minütiger, interessanter Blick "Hinter den Kulissen" geboten, leider ohne deutsche Untertitel.
 +/----

Fazit
Die Vorgeschichte von Interner Link"Cold Prey" soll letztlich Licht in das einsam gelegene Hotel in den Bergen Norwegens bringen, doch im Endeffekt widerspricht die Geschichte ein wenig dem Erstling und bringt darüber hinaus nichts weiter, als den üblichen Wald- und Wiesen-Slasher.
Die Geschichte setzt mit dem "Beginning" anno 1976 ein, als ein Junge von seinen Eltern im Schnee ausgesetzt wird. Der kehrt jedoch zurück, tötet beide und wird später vom Einsiedler Jon aufgenommen. Einige Jahre später, just als Kim Wilde mit "Keep me hangin' on" in den Achtzigern angesagt war, wollen sechs Freunde um Hedda das abgelegene Hotel inspizieren und stoßen im Wald auf den nunmehr erwachsenen Killer ...

Mal abgesehen von leichten Kontinuitätslücken angesichts des Erstlings kommt die eigentliche Vorgeschichte viel zu kurz und zeichnet dabei ein äußerst beliebiges Bild eines skrupellosen Jägers, der sich hauptsächlich von Tieren im Wald ernährt. Demgegenüber sind die potentiellen Opfer nicht besser gezeichnet, denn wir haben es mit austauschbaren Individuen ohne sonderliche Auffälligkeiten zu tun, welche von ebenso unauffälligen Mimen verkörpert werden. Der obligatorische Vorlauf wird zwar zügig über die Bühne gebracht, doch bis auf ein paar gelungene Weitwinkel-Aufnahmen der abgelegenen rauen Landschaft fällt nichts weiter positiv auf. Aber auch beim nachfolgenden Dahinsiechen sucht man Innovationen vergebens: Einer stolpert in eine Fallgrube, eine wird gefangen genommen, die vier übrigen suchen und stehen sogleich auf der Abschussliste des Kapuzenmannes. Das obligatorische Verstecken in der Waldhütte liefert immerhin ein paar halbwegs spannende Einstellungen und auch der Beschuss von Pfeilen im reißenden Fluss ist gekonnt und temporeich in Szene gesetzt.
Allerdings weiß der Showdown kaum eine Steigerung fertig zu bringen, als ein reichlich begriffsstutziger Polizist involviert ist, das Domizil des Bösen aufgesucht wird und sich der Killer, wie soll es anders sein, mindestens noch zweimal von den Totgeglaubten lossagt. In Sachen Atmosphäre wirken die Szenerien über weite Teile zu austauschbar, das Hotel wird nur kurz betreten, diverse Hütten wirken zwar leicht morbide, doch die eine oder andere Jagd durch den Wald bringt außer Tempo und einigermaßen gut gesetzte Schnitte (mit Blick auf Fluchtmöglichkeiten) kaum erinnerungswürdige Szenen mit sich. Gleiches gilt für den Blutgehalt, denn abgesehen von einigen zu dunkel geratenen Einstellungen gibt es Andeutungen einer Machete unter der Bauchdecke, eine Eisenstange im Rücken, einen Pfeil im Fuß und eine Schusswunde durch ein Gewehr.

Dieses Prequel ist zwar zeitlich vor dem Erstling angesiedelt, bringt aber im Prinzip nichts weiter, als einen weiteren Slasher in Norwegens Urlandschaft. Das kann den eingefleischten Genrefreund über die Laufzeit passabel unterhalten, bringt jedoch keinerlei Innovationen mit sich, geschweige denn, interessante Backgrounds der eigentlichen Vorgeschichte. Damit fällt "Cold Prey 3" deutlich schwächer aus als die beiden Vorgänger und ist nur jenen zu empfehlen, die sich ohnehin jeden halbwegs tauglichen Slasher reinpfeifen.
Die DVD erscheint ungekürzt mit einem FSK-Wendecover und überzeugt mit einer sehr homogenen Bildqualität, kann aber Bonusbereich nicht punkten. Auch der Soundmix ist etwas gewöhnungsbedürftig und für einen Slasher zu seicht.



Bilder der DVD




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Cold Prey - Eiskalter Tod
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