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JP 1974
Originaltitel:Onna hissatsu ken
Alternativtitel:Female Fighting Fist in Danger
aka. Jo hissatsu ken
aka. Lethal Fist Woman
aka. Nyô hissatsu ken
aka. Sister Street Fighter
aka. Sister Streetfighter
aka. Woman Certain Kill Fist
Länge:82:23 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Kazuhiko Yamaguchi
Buch:Masahiro Kakefuda, Noribumi Suzuki
Kamera:Yoshio Nakajima
Musik:Shunsuke Kikuchi
Darsteller:Etsuko Shihomi, Sanae Obori, Hiroshi Miyauchi, Kenji Ôba, Tatsuya Nanjô, Sonny Chiba, Emi Hayakawa, Harry Kondo
Vertrieb:Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:23.05.2011 (Kauf)



Inhalt
Als ihr Bruder, ein Undercover-Polizist im Drogenmilieu, in Hongkong vermisst wird, ist es an der Koryu Lee, sein Verschwinden zu klären. Die ausgebildete Kampfsportlerin begibt sich in die Großstadt, um für die örtliche Polizei ebenfalls im Untergrund zu ermitteln. Hilfe bekommt sie von ihrem Freund, dem knallharten Karate-Meister Kawasaka. Gemeinsam nehmen die beiden den Kampf mit dem Drogensyndikat auf, das eine Armee brutalster Totschläger in den Kampf schickt.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild bietet ansprechende Schärfe, präsentiert sich allerdings weniger detailliert und geringfügig gröber als die Chiba-Filme. Die Farben erscheinen nicht allzu kräftig, machen aber oftmals einen ansprechend natürlichen Eindruck. Der Kontrast balanciert helle und dunkle Bildbereiche gut aus, in Extrembereichen sind leichte Überstrahlungen oder Detailverluste dennoch zu verzeichnen. Das Bild weist nur geringfügiges Rauschen auf, die Kompression ist gut gelungen. Auf homogenen Flächen und in feinen Strukturen macht sich gelegentlich etwas Blockbildung und damit verbundene, geringfügige Unruhen bemerkbar. Von einem Störfaktor kann man allerdings nicht sprechen. Insgesamt ist die Bildqualität für einen über 35 Jahre alten Film zufrieden stellend.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Beide Tonspuren liegen in Mono vor und weisen deutliche Alterserscheinungen auf. Die deutsche Synchronisation klingt etwas blechern und übersteuert auch mal. Dennoch bleiben Stimmen gut zu verstehen und Musik und Dialogen kommen sich nicht störend in die Quere, wodurch die Stimmen nie durch Nebengeräusche unterdrückt werden. Die Musik selbst klingt etwas dumpf, was altersbedingt aber in Ordnung ist, zumal der gesamte Mono-Mix für Fans des 70er Jahre- Exploitation-Kinos als angenehm und passend bezeichnet werden darf. Es gibt kein störendes Rauschen und nur hin und wieder hört man etwas Knacksen im Hintergrund. Die japanische Fassung hingegen übersteuert kaum, hat dafür aber deutliche Probleme im Hochtonbereich, wodurch Stimmen immer wieder verzerren, was deutlicher zu Geltung kommt als in der deutschen Fassung. Insgesamt sind beide Sprachfassungen zufriedenstellend ausgefallen. Deutsche Untertitel lassen sich hinzuschalten.
 ++/---

Extras
Extras
  • Japanischer Trailer (2:23 Min.)
  • Deutscher Trailer (2:28 Min.)
  • Bildergalerie (25 Bilder)
  • Werbeflyer (1:25 Min.)
  • Japanische Titelsequenz (2:07 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 Als Bonus beinhaltet die DVD den deutschen und japanischen Trailer, den japanischen Anfang, sowie eine Bildergalerie und den deutschen Werbeflyer.
 +-----

Fazit
Im Fahrwasser der Shinichi "Sonny" Chiba-"Street Fighter"-Filme, der in diesem 1970er Jahre Handkanten-Vehikel vom Regisseur Kazuhiko Yamaguchi ("Kurata - Seine Faust ist der Tod", "Karate Warriors") ebenfalls einen kleinen, schlagkräftigen Auftritt hat, spielt Etsuko Shihomi ("Die Legende von den acht Samurai"), die attraktive, wie tödliche Koryu, die zusammen mit weiteren weiblichen Kämpferinnen den fiesen Bösewichten ordentlich den Arsch versohlen darf. Garantiert werden blaue Flecken, blutige Gesichter und unfreiwillige Komik gepaart mit einer Alibihandlung, die niemandem weh tut und getrost vergessen werden kann.
An die Klasse seines großen Bruders kommt "Die Karate Tiger" wahrlich nicht ran. Er ist nicht einmal besonders gut inszeniert und die Kampfchoreographie einfach nur erschreckend schlecht. Dafür schnauft und zischt die süße Shihomi bei jedem Gegnerkontakt wie der große Sonny Chiba. Was bei ihm cool rüber kommt, klingt bei ihr etwas putzig und soooo süß. Die holprigen Schnittfolge dürften ebenfalls für wildes Kopfschütteln sorgen und den Trashfaktor deutlich steigern. So will Koryu in die feindliche Festung eindringen und springt mit Leichtigkeit über einen hohen Zaun, wobei 1 Meter weiter Wachen stehen, die ziemlich blöd gucken als Koryu neben ihnen landet. Über die dümmlichen Dialoge decke ich gleich ganz den Mantel des Schweigens.
Herausgefordert zum Kampf wird kurz aus dem Bild gesprungen und plötzlich steht man an einer Klippe, mit Hängebrücke. Dort wird ein wirklich peinliches Gehaue geboten, bevor Koryu 100 Meter in die Tiefe fällt. Film zu Ende? Mitnichten, denn die junge Asiatin bzw. ihr Dummy hat den Sturz überlebt und sich dabei nicht einmal einen blauen Fleck zugezogen. Solche Kampfkuriositäten gibt es reichlich. Wenn man also eins nicht darf, dann ist es den Film in irgendeiner Form ernst zu nehmen. Sämtliche Protagonisten scheinen aus einem überdrehten Comic-Strip zu stammen. Herrlich überdreht geben sie eine skurrile Performance ab: Seien es die sieben tödlichen Thaiboxerinnen, Soshin-Ryu-Supengeru, Takasago-Ryu Blasrohmönch und Eva Parrish, Karate-Champion der Südhalbkugel, alle werden per Titeleinblendung vorgestellt und dürfen mit abgedrehten Waffen hantieren. Da wird schnell klar, worais Tarantino seine Inspiration zog.

"Die Karate Tiger" ist kein guter Film, aber feinstes Exploitation-Kino mit hohem Trashfaktor und einem reißerischen Score, wie man ihn bereits aus den "Street Fighter"-Filmen her kennt. Dass so etwas Spaß machen kann und in diesem Fall auch tut, wird jeder Fan grober Handkunst schnell bestätigen.
Anolis veröffentlicht "Die Karate Tiger" in zwei Covervarianten als kleine Buchhartbox, welche jeweils auf 333 Stück limitiert sind. Für eine 70er Jahre-Produktion aus Japan eine technisch gute Umsetzung, die den Kauf für Genrefans lohnenswert macht.






Bilder der DVD




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