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AUS 2009
Originaltitel:Clinic, The
Länge:89:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:James Rabbitt
Buch:James Rabbitt
Kamera:Brad Shield
Musik:Jason Fernandez, Kirke Godfrey, Angela Little
SFX:Aaron Cox, Dan Oliver, Tim Riach
Darsteller:Tabrett Bethell, Freya Stafford, Andy Whitfield, Clare Bowen, Sophie Lowe, Boris Brkic, Marshall Napier, Elizabeth Alexander, Marcel Bracks, Adrienne Pickering, Slava Orel, Anni Finsterer, Harold Hopkins, Bob Marcs
Vertrieb:WGF / Schröder Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:14.04.2011 (Verleih) / 05.05.2011 (Kauf)



Inhalt
Die hochschwangere Beth und ihr Verlobter machen auf ihrer Reise Halt in einem ziemlich schmierigen Motel. Sie bleibt im Zimmer zurück, während er etwas zu essen besorgt. Doch als ihr Verlobter zurückkommt, ist Beth verschwunden. Stunden später wacht Beth in einer Badewanne voller Eis wieder auf und erkennt, dass ihr Baby entbunden wurde. Sie ist allein in einem von der Außenwelt isolierten Krankenhaus und der schlimmste Albtraum einer jeden Mutter hat begonnen - ihr Kind ist weg! Beth ist nicht gewillt aufzugeben. Sie will überleben. Und sie will ihr Kind finden.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild hinterlässt, wie es sich für eine aktuelle Produktion gehört, einen durchweg sehr guten Eindruck, welcher die Atmosphäre des Films perfekt widerspiegelt. Die Schärfe offenbart einen hervorragenden Detailgrad und der Schwarzwert ist über die gesamte Laufzeit stabil und zeigt in dunklen Szenen viele Einzelheiten. Dies gilt auch für helle Szenen, die unproblematisch dargestellt werden und dank des dynamischen Kontrasts eine ordentliche Detailzeichnung besitzen. Die Farbgebung wirkt natürlich, hält sich jedoch etwas zurück, um der tristen und unterkühlten Kulisse und Handlung gerecht zu werden. Rauschen tritt nur selten und sehr dezent in Erscheinung und auch die Kompression leistet sich keine Ausrutscher. WGF präsentiert damit "The Clinic" in einem technisch hochwertigen Transfer, an dem es fast nichts auszusetzen gibt.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche und englische Dolby Digital 5.1-Tonspuren sind zwar sehr frontlastig ausgefallen, gefallen aber durch ihre voluminöse und durchaus dynamische Abmischung. Die Dialoge werden in beiden Sprachfassungen erstklassig wiedergegeben und hinterlassen einen natürlichen Eindruck ohne Soundelemente zu übertönen. In actionlastigen Szenen, wie beim Autounfall oder dem Finale, werden auch die hinteren Kanäle angesprochen, doch hätte man sich etwas differenziertere Effekt gewünscht, da der atmosphärische Eindruck nicht ganz zur Geltung kommt. Beide Sprachfassungen sind zudem als Dolby Digital 2.0-Spur vorhanden und können ebenfalls in diesem Format punkten. Obendrein gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:34 Min.)
  • Trailershow:
    • Forget Me Not (2:27 Min.)
    • Groupie (1:41 Min.)
    • Paradox (1:35 Min.)
    • The Sceptic (2:22 Min.)
    • Bled (2:45 Min.)
    • Hyenas (1:53 Min.)
    • Glenn 3948 (0:44 Min.)
    • Newsmaker (0:47 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Nur der Originaltrailer zum Film und weitere Trailer werden als Bonus geboten. Weil der Film auf tatsächlichen Begebenheiten basieren soll, hätte man sich Hinweise auf die realen Ereignisse oder ein Interview mit James Rabbitt gewünscht.
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Fazit
In der Schwangerschaft ist der Verlust des Ungeborenen für die werdenden Eltern ein unbeschreiblich grausamer Gedanke. So ergeht es der hochschwangeren Beth und ihrem Verlobten, die sich an Weihnachten quer durch die australische Einöde zu Beths Mutter aufmachen. Wegen mangelndem Benzins und den Reisestrapazen machen die beiden Halt in einem schmierigen Motel, um zumindest die Nacht in wohlverdienter Ruhe zu verbringen. Etwas später am Abend macht sich Cameron auf die Suche nach etwas Essbaren, doch als er das Zimmer wieder betritt ist seine Verlobte verschwunden. Diese wacht Stunden später in einer Badewanne voller Eis auf und erkennt, dass man ihr das Baby mittels Kaiserschnitt geraubt hat. Während sich Cameron auf die Suche nach Beth macht, muss diese erkennen, dass sie nicht die Einzige ist, deren Baby geraubt wurde - der Alptraum hat begonnen ...

Angeblich soll James Rabbitts Debütfilm auf wahren Begebenheiten beruhen, doch so ganz möchte man das dem ansonsten wirklich gut inszenierten Psycho-Thriller nicht abkaufen. Vieles Geschehnisse rund um Beth wirken an den Haaren herbeigezogen, beispielsweise wie die eben noch per Kaiserschnitt entbundene Frau vorgeht. Sieht man darüber hinweg, überzeugt der australische Film durch eine ausgeprägte Atmosphäre einer sich langsam aufbauenden Geschichte. Die konsequent aufgebaute Spannung fesselt, auch wenn sie sich gegen Ende hin zwar gekonnt, aber mit einer nicht ganz befriedigenden Auflösung entlädt. Die Aufklärung um Beths Vergangenheit ist sichtlich deplatziert und unglaubwürdig. Vermutlich budgetbedingt ereignet sich die Geschichte in einer alten Fabrik, in der sich die Frauen dem Schrecken stellen müssen. Anfangs wirkt der Handlungsort mit seinen Maschinen- und Pumpenräumen etwas befremdlich, da man sich unter einer Klinik doch etwas völlig anderes vorstellt, doch punktet diese Kulisse, weil stets Bedrohliches in der Luft und man hinter jeder Ecke den Tod vermutet liegt. Aufgrund diverser verrückter Ideen seitens Rabbitts sollte sich der Zuschauer vor Augen halten das der Film im Jahre 1979 angesiedelt ist, wo viele wissenschaftliche Aspekte noch nicht zu tragen kamen. Schon zu beginn des Film wird drauf hingewiesen, das DNA-Analysen erst ein paar Jahre später möglich waren und so rücken zum damaligen Zeitpunkt heutzutage alltägliche Dinge in eine noch unbekannte Zukunft.

Die Darsteller hinterlassen einen außerordentlich guten Eindruck, wobei man sich von Andy Whitfield ("Spartacus: Blood and Sand") etwas mehr Präsenz gewünscht hätte. Deutlich merkt man dem Film an das er ganz auf die Frauenrollen ausgelegt ist und der männliche Hauptpart nur ein Nebendasein fristet. Getragen wird "The Clinic" aber hauptsächlich von Tabrett Bethell ("Legend of the Seeker").

Die Sichtung des Films legt die Vermutung nahe, dass sich James Rabbitt, gleichzeitig Regisseur und Drehbuchautor, etwas an den ersten Interner Link"Saw"-Filmen orientierte, denn was Beth in der ominösen Klinik erlebt, hätte auch wunderbar dem Einfallsreichtum eines gewissen Jigsaw entstammen können. Insgesamt gesehen bleibt ein spannender Vertreter der neuen Ozploitation-Welle auf einer technisch guten DVD.



Bilder der DVD




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