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USA 2007
Originaltitel:Ghosts of Goldfield
Länge:83:47 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre (Hauptfilm ab 16 Jahre)
Regie:Ed Winfield
Buch:Dominic Biondi, Brian McMahon
Kamera:Roland 'Ozzie' Smith, Adrian M. Pruett
Musik:Steve Yeaman
SFX:Michael Taglianetti
Darsteller:Kellan Lutz, Mandy Amano, Richie Chance, Marnette Patterson, Roddy Piper, Ashly Rae, Scott Whyte, Chuck Zito, John Bloom, Teri Corcoran
Vertrieb:Movie Power / KNM
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:24.03.2011 (Verleih) / 14.04.2011 (Kauf)



Inhalt
Sie wollen das geisterhafte Treiben von Elisabeth Walker dokumentieren! Darum begeben sich Julie und ihre vier Kollegen mit allerhand Equipment in das Hotel der Geisterstadt Goldfield. Dort, so heißt es, wurde das Zimmermädchen Elisabeth im Zimmer 109 gefoltert und ermordet. Ihr Geist soll seitdem keine Ruhe finden. Ob dem so ist, das will die Gruppe nun herausfinden, doch Julie hätte nicht damit gerechnet, dass eine Halskette, die sie von ihrer Großmutter bekam, irgendwie mit dieser Tragödie in Kontakt steht. Und nun wird Julie von verheerenden Visionen geplagt ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer von "Paranormal Ghosts" erreicht nur durchschnittliche Werte. Die Farben wirken die meiste Zeit über natürlich, jedoch nicht besonders kräftig. Je nach Ausleuchtung der Szenerie und des steilen Kontrasts kann es auch vorkommen, dass Verfälschungen bei den Farbtönungen entstehen und Details verschluckt bzw. überstrahlt werden. Weiterhin hat das Bild mit einem schwachen Schwarzwert zu kämpfen. Auch die Schärfe erreicht nur selten überzeugende Werte und wirkt oftmals detailarm. "Paranormal Ghosts" ist eine kleine Produktion, doch lässt sich das nicht immer als Ausrede für eine mäßige Bildqualität heranziehen. Selbst bei kleinem Budget gibt es mittlerweile Möglichkeiten, ein gutes Bild zu kreieren. Besonders das starke Rauschen nimmt unschöne Formen an, wenngleich die kompressionsbedingte, mittelstarke Artefaktbildung im Vergleich zum Rauschen kaum Bedeutung besitzt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Dt.), Dolby Digital 2.0 (Dt., Engl.)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Originalton und deutsche Synchronfassung wurden im Format Dolby Digital 2.0 auf der DVD abgelegt. Die Dialoge verfügen in beiden Versionen über einen gut verständlichen Klang, ansonsten sind aber deutliche Unterschiede festzustellen. Die Originalfassung wirkt dynamischer und hinterlässt einen lebendigeren Eindruck. Beim deutschen Pendant wirkt der Klang relativ flach und die deutschen Dialoge werden zu sehr in den Vordergrund gedrückt. Zusätzlich wurde für die deutsche Fassung noch eine Abmischung in Dolby Digital 5.1 erstellt. Diese besitzt fast die gleichen Eigenschaften wie die 2.0-Spur und bleibt hinter den Erwartungen zurück, u.a. weil sich wegen der Frontlastigkeit kein Surroundeffekt einstellen möchte. Die hinteren Lautsprecher werden kaum in das Geschehen einbezogen und wenn es der Fall ist, fehlt es wiederum an Differenzierung. Lediglich durch die besser ausgebaute Front sollte man der 5.1-Spur den Vorzug geben.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:11 Min.)
  • Trailershow:
    • Into The Gangland (1:35 Min.)
    • Sucker Punch (0:41 Min.)
    • Trackman (1:06 Min.)
    • Rude Boy (0:47 Min.)
    • Ghetto Dogs (2:02 Min.)
    • Streets of Brooklyn (4:04 Min.)
    • Deadly Chucky Dolls (1:17 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Im Bonusbereich befinden sich lediglich der Originaltrailer und eine Trailershow.
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Fazit
"Paranormal Ghosts" ist mit seiner Geschichte um ein altes Hotel und dem dort nach Rache dürstenden Geist Standardware im Horrorgenre, die man schon zu oft in unzähligen Variationen gesehen hat. Das Regiedebüt von Ed Winfield setzt auch nur auf diese bekannten Muster und besitzt demnach kaum Eigenständigkeit. Die Geister bereits von der ersten Minute an auftauchen zu lassen, scheint mir ebenfalls nicht sonderlich gelungen zu sein, weil es dem Spannungsaufbau nicht förderlich ist. Auch merkt man der Protagonistin Julie (Marnette Patterson) zu schnell an, dass ihr Schicksal schon seit langem mit jenen Geschehnissen im alten Hotel in Goldfield zusammenhängt. Ich hätte mir gewünscht, dass sich Ed Winfield mehr Zeit für die Klärung nimmt, statt in mal mehr, mal weniger kurzen Flashback-Segmenten das Rätsel aufzulösen.
Der Zuschauers merkt bereits zeitig, welche der Personen im Zusammenhang zueinander stehen. Bevor sich die illustre Gruppe um Julie im Hotel einfindet, werden noch ein paar typische Ereignisse vorgetragen, die die Laufzeit aufzublasen sollen: Das Auto gibt den Geist auf, ein alter Friedhof wird unter die Lupe genommen (inklusive missglückten Scherz) und der etwas degenerierte Barkeeper darf die warnenden Worte loslassen.
Im Hotel angekommen kann "Paranormal Ghosts" etwas punkten, weil der Schauplatz stimmig in Szene gesetzt wurde. Dennoch lenkt auch das Hotel nicht von der schwachen Charakterzeichnung der Protagonisten ab. Es werden lediglich Genre-Stereotypen geboten, vom obercoolen Macho bis hin zur Schlampe. Mittendrin befindet sich Julie mit ihrem aufkommendem Trauma der Vergangenheit, das nun wieder um sich greift. Zumindest gelingt es dem Film später spannende Momente für Zartbesaitete zu erzeugen, indem Schatten über die Flure huschen und eine Frauenstimme immer wieder nach ihrem Baby verlangt. Schade nur, dass diese Stimme bereits auf dem Friedhof zu hören war und so den Überraschungseffekt der im Hotel aufgenommenen Tonbandstimmen vorwegnimmt. Dazwischen gibt es nur sehr wenig, was die Aufmerksamkeit des Zuschauers fordert. Da helfen auch die zwei eingestreuten und mit übermäßig viel Kunstblut ausartenden Tötungsszenen nicht. Zwar nimmt "Paranormal Ghosts" kurzzeitig an fahrt auf, doch der Showdown ist alles andere als überraschend und bleibt deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Darstellerisch gibt es auch keine Glanzleistung, allenfalls Marnette Patterson (Interner Link"Starship Troopers 3: Marauder") hebt sich etwas vom Rest ihrer Kollegen ab.
Selbst der sichtlich gealterte, ehemalige Wrestling-Star Roddy Piper (Interner Link"Sie leben") wirkt in seiner Nebenrolle als ominöser Barkeeper fehl am Platz und dürfte nur des Geldes wegen sein Gesicht in die Kamera gehalten haben.

Es bleibt ein Genrebeitrag, dessen Inhalt ebenso wie die technische Seite der DVD nur als Durchschnitt bezeichnet werden kann.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Ghosts of Goldfield
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