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D 2010
Originaltitel:Karl the Butcher vs Axe
Alternativtitel:Timo Rose's Game Over
Länge:74:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Andreas Schnaas, Timo Rose
Buch:Timo Rose, Andreas Schnaas
Kamera:Sascha Hartmann
Musik:Gale Anderson, Nagel, Gang Loco, Timo Rose
SFX:Timo Rose
Darsteller:Eileen Daly, Eleanor James, Magdalèna Kalley, Marc Rohnstock, Timo Rose, Andreas Schnaas, Marc Trinkhaus, Mario Zimmerschitt, Timo Fuchs, Sascha Hartmann, Marysia Kay, Sam E. Terry
Vertrieb:Shock DVD Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:18.02.2011 (Kauf)



Inhalt
Nach Jahren in der Hölle schickt der Teufel persönlich Karl The Butcher auf die inzwischen durch fatale Kriege zerstörte Erde zurück. Ein Killer namens Axe spuckt dem Satan in die Suppe, indem er seine untergebenen Armeen dezimiert - und Karl soll dieses Monster stoppen und für immer vernichten! Doch nichts kommt so, wie Luzifer es befohlen hat ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das anamorphe Bild wurde mit Filtern bearbeitet, um einen eigenen Endzeitstil zu kreieren. Dadurch geht etwas Natürlichkeit verloren, besonders durch den Gelb- bzw. leichten Grünstich. Für Amateur- bzw. Independentverhältnisse ist der Kontrast gut ausgefallen, wenn auch in hellen Szenen etwas steil. Die Schärfe ist auf oberem Niveau. Auch wenn in einigen Szenen ein weicher, aber durchaus gewollter Eindruck entsteht, werden stets viele Details gezeigt. Gelegentlich macht die Kompression in geringem Ausmaß auf sich aufmerksam. Objektiv betrachtet fällt aufgrund der visuellen Spielereien eine Bildbewertung schwer, weil der Transfer aber einen harmonischen und durchaus passenden Eindruck hinterlässt, darf man an dieser Stelle eine 4-Punkte-Wertung aussprechen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Dt.), Dolby Digital 2.0 (Dt., Engl.)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Auch der Ton hinterlässt einen angenehmen Eindruck. Jedoch wäre bei einer Dolby Digital 5.1-Spur mehr möglich gewesen. Lediglich der Score verteilt sich auf die hinteren Effektboxen, während von der Front Hintergrundgeräusche und Dialoge wiedergegeben werden. Auffällig ist, dass die deutsche Synchronspur nicht immer lippensynchron erstellt wurde, was besonders in Nahaufnahmen von Gesichtern auffällt. Die Dialoge selbst sind gut verständlich und integrieren sich in die Abmischung. Gern hätte man aber einige Surround-Effekte vernommen, denn die Endzeitkulisse und Kampfsequenzen bieten einige Möglichkeiten dafür. Der zusätzlichen deutschen Stereospur fehlt es etwas an Dynamik, die Verständlichkeit ist aber ebenfalls in Ordnung. Dies betrifft auch die englische Stereo-Originalfassung, bei der es sich vermutlich um den originalen Setton handelt. Der vermittelt zwar einen natürlicheren Eindruck, doch wirken die Dialoge etwas zurückhaltender, so dass der Score und einige Effekte einen zu dominanten Eindruck hinterlassen.
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Extras
Extras
  • Making of (9:59 Min.)
  • Kinopremiere (21:40 Min.)
  • Trailer (1:31 Min.)
  • Teaser (1:27 Min.)
VerpackungKeepCase
 Neben Teaser und Trailer gibt es ein kleines Making of, in dem man den Herren Schnaas und Rose bei ihrem Treiben vor und hinter der Kamera über die Schulter schauen darf und ganz nebenbei noch eine lustige Fahrt über eine Schotterpiste erleben darf. Am meisten Spaß macht aber die Kinopremiere, von der man sich wünscht, selbst dabei gewesen zu sein. Statt einfacher Vorführung wird fast ein kleines Musik-Festival auf der Bühne veranstaltet, bei der die beiden kontrastreichen Stilrichtungen (Schnaas als bekennender Heavy-Feund und Rose dem Hip Hop zuzuordnen) vorgeführt werden.
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Fazit
Andreas Schnaas ist nach einer kurzen Verschnaufpause wieder da, um mit Timo Rose ein Drehbuch für die Wiederauferstehung seiner Erfolgsfigur Karl the Butcher zu entwickeln. Ganze 22 Jahre nach dem ersten "Violent Shit" darf Karl wieder auf Erden nach dem Rechten sehen, weil auch der Teufel nicht so recht weiß, was er mit ihm in der Hölle anfangen soll. Und weil auf der Erde gerade ein neuer Serienkiller namens Axe sein Unwesen treibt, soll es zu Karls Aufgabe werden, Axe in die heißen Gefilde der Unterwelt zu befördern. Wie schon in "Violent Shit 3 - Infranty of Doom" herrscht auf der Erde Endzeitatmosphäre. Die Städte sind zerstört und Banden teilen die Territorien unter sich auf. Inmitten des totalen Chaos darf Karl natürlich nicht fehlen. Doch was er noch nicht ahnt, ist, dass Axe nicht allein seinem blutigen Treiben nachgeht, sondern auch seine Schwester Vendetta dem blutigen Spaß nicht abgeneigt ist. Ziemlich zügig erkennt Karl als auch Axe, dass sie weitaus schlimmere Feinde als sich selbst haben. Und so bilden die drei ein blutiges Gespann, um sich dem übrigen Abschaum der Menschheit entgegenzustellen.

Die Befürchtung, dass bei erneuten Zusammenarbeit von Schnaas und Rose nach dem unsäglichen "Unrated - The Movie" nichts Vernünftiges entstehen würde, war groß. Doch diesmal werden nicht die selben Fehler begangen, sondern beide Regisseure liefern eine großartige Partygranate ab. Es gelingt ihnen sogar, dem Amateurniveau etwas etwas den Rücken zuzuwenden und filmische Qualität an den Tag zu legen. Dank geschickter Vermarktung wird "Violent Shit 4.0" nun hoffentlich auch diejenigen zu einem Blick bewegen, die sonst nichts mit Amateurfilmen am Hut haben, denn der Film ist stilistisch ausgereifter, auch wenn hauptsächlich noch immer in Wäldern und auf Schrottplätzen gedreht wurde. Besonders die Kameraarbeit von Sascha Hartmann trägt dazu bei.
Wie gewohnt bekleiden die beiden Regisseure auch gleich die Hauptrollen. Schnaas macht als Karl the Butcher wie gehabt eine gute Figur und auch Rose spielt seinen Axe überzeugend. Auch die weiblichen Hauptrollen mit Magdalèna Kalley als Vendetta hinterlässt einen durchweg positiven Eindruck. Die Krönung sind allerdings die zahlreichen Banden, die sich auf der Erde tummeln. Diese werden unter anderem von mehr oder weniger bekannten Bands aus dem alternativen Sektor verkörpert. Neben der Horrorpunkband "The Others" ist auch "Not Fragil" und die schon aus dem Schnaas-Werk Interner Link"Don't Wake the Dead" bekannte Band "Gang Loco" dabei.
Der Effektgehalt wird dagegen für den einen oder anderen etwas enttäuschend sein. Wie üblich entstanden einige der Effekte am Computer, was schon aus dem Grund schade ist, da "Violent Shit" immer für handgemachte Bluteffekte stand. Dennoch findet man auch im 4. Aufguss der Reihe noch genügend Handgemachtes. Wer allerdings auf einen Gore-Faktor wie in "Violent Shit 3 - Infantry of Doom" hofft, der wird wahrlich nicht bedient werden. Stattdessen setzen Schnaas und Rose auf humorvolle Einlagen, die in den meisten Fällen sogar wunderbar funktionieren und den trashigen Charakter der "Violent Shit"-Filme gut ergänzen. Teilweise werden derart überzogene Szenen geboten, dass man von einem comicartigen Stil sprechen kann. Ein Beispiel gefällig? Karl nimmt es mit einer Übermacht an Gegnern auf und nimmt ersteinmal einen Energydrink zu sich, der ihn zu "Super"-Karl werden lässt. Mit muskelgestählten Körper - leider als Schaumstoff zu erkennen - dürfen schließlich die Gegner weiter ins Jenseits befördert werden.

Vermutlich wegen solcher Szenen ist Karls Frischzellenkur auf Zelluloid über die gesamte Laufzeit überzeugend. Das Regie-Duo beweist, dass es ein gutes Händchen für den deutschen Fun-Splatter/Trash/Amateur-Film besitzt. Eine Fortsetzung, wie man sie nicht unbedingt erwartet hätte, die aber zumindest die Erwartungen an die alte Trilogie halten kann und den heranreifenden Horrorfans mit neuen und zeitgemäßen Ideen überzeugen wird. Die Party mit Karl und Axe kann steigen!



Bilder der DVD




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