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USA 1998
Originaltitel:Spoiler
Alternativtitel:Verdammt im Eis
Länge:92:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Jeff Burr
Buch:Michael Kalesniko
Kamera:Philip Lee
Musik:Marco Marinangeli
SFX:Wayne Beauchamp
Darsteller:Gary Daniels, Meg Foster, Bryan Genesse, Jeffrey Combs, Nicholas Sadler, Steven Schub, Stewart Finlay-McLennan, Joe Unger, Sarah Freeman, David Groh, Bruce Glover, Jean Speegle Howard, Duane Whitaker, Arye Gross
Vertrieb:Epix
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:26.03.2010 (Kauf)



Inhalt
Unschuldig sitzt Roger Mason in der härtesten Strafkolonie des Universums. Um seine Tochter wieder zu sehen, wagt er den Ausbruch und wird zu einem Spoiler - verfolgt von Kopfgeldjägern. Doch mit jedem Fluchtversuch erhöht sich die Strafe. Während sich die Welt draußen weiter dreht, altert er nicht. Denn das Urteil lautet: Einfrieren! Wie viel gemeinsame Zeit mit seiner Tochter bleibt noch?

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Nach den ersten paar Veröffentlichungen in dieser Reihe beschlich mich bereits das Gefühl, dass hier nicht nur Low Budget-Filme eine Umsetung erfahren, sondern das ganze auch im sehr preiswerten Stil geschieht. Mit anderen Worten: Die Qualität der DVD lässt zu wünschen übrig. Das Vollbildformat ist in diesem Falle das nicht abgedeckte Originalformat, der auf der DVD befindliche Trailer also lediglich das Produkt eines Mattings. Nun mag man drüber streiten, welches Format sich im Heimkino besser macht, aber diese Herangehensweise ist beinahe alltäglich für dtV-Produktionen - solange keine Bildinformationen fehlen, ist es außerdem völlig legitim. Die Probleme liegen an anderer Stelle: Das vermutlich von Video stammende Bild zeigt mehr als einmal, dass die moderate Schärfe das Resultat einer Nachschärfung ist, die ein paar Nebeneffekte (flimmernde Kanten) hervorbringt. Der harte Kontrast mag den Film zwar in ein passend hartes "Licht" rücken, tatsächlich ist er aber mehr ein Makel denn Stilform. Denn auch die Farben sind in typischer Weise verfälscht und zeigen lediglich einen Bruchteil der Leuchtkraft, die man erwarten würde. Im regen Bildrauschen befinden sich ein paar kleine Kratzer, aber maßgeblich ist das für die Qualität nicht. Auffällige Kompressionsfehler oder gar Ghosting wird man zumindest nicht zu Gesicht bekommen. Eigentlich 3,5 Punkte, angesichts des geringen Alters wäre das aber zuviel.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der Ton gestaltet sich etwas eindimensional und oberflächlich synchronisiert. Auch wenn der englische Original, ebenfalls Stereo, keine ganz so gute Durchdringung hat wie die deutsche Version, sind die Sprecher dort wesentlich angenehmer. Im Deutschen bekommt man immer wieder das Gefühl, Comic-Synchronsprecher hätten sich in einen ernsthaften Film verirrt. Die Musik besitzt zwar keine Dynamik, was sie manchmal zu sehr in den Vordergrund rücken lässt, klingt allerdings klar. Seltsamerweise besitzt der Film selten hörbare Stereo- oder Basseffekte, obwohl ein Actionfilm diese zur Genüge enthalten sollte. Das trägt dazu bei, dass "Spoiler" kaum fesselt, sondern nur dahinplätschert.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:07 Min.)
  • Trailershow:
    • A Boy And His Dog (1:25 Min.)
    • Invasion - Angriff der Körperfresser (1:09 Min.)
    • The Big Empty (1:13 Min.)
    • Freak Out (1:40 Min.)
    • I Am The Ripper (1:26 Min.)
    • Dark Hunters (1:28 Min.)
    • Blutige Hochzeit (1:26 Min.)
    • Lieben (3:17 Min.)
    • H.P. Lovecraft's Necronomicon (1:28 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial ist ebenso wie das Menu Standardware: Der Originaltrailer (im gematteten 1,78:1) und eine Trailershow, die Ausblick auf einen Teil des weiteren Epix-Programms gibt, sind noch enthalten.
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Fazit
Als einer der schwächeren Bestandteile der Gary Daniels-Filmografie (Interner Link"Fist of the North Star", "Gedo") entpuppt sich leider der unspannende und schwach inszenierte "Spoiler". Obwohl noch während der selben Zeit wie die wesentlich besseren "Recoil" und "Cold Harvest" entstanden, scheint Daniels hier mal völlig daneben gegriffen zu haben. Die noch durch die Opening Credits großspurig angekündigten Bryan Genesse ("Human Timebomb", "Cold Harvest"), Jeffrey Combs (Interner Link"Re-Animator", Interner Link"Fortress") und Meg Foster ("The Osterman Weekend", Interner Link"They Live") sind übrigens nur in Minirollen zu sehen - zwei davon sind bestenfalls als Cameos zu bewerten.
Der sich bei Interner Link"Demolition Man" bedienende Plot ist schnell erzählt. In der Zukunft werden Verbrecher auf Eis gelegt und nach Verbüßung ihrer Haftstrafe wieder aufgetaut. Der nur ein Jahr absitzende Roger Mason (Daniels) will jedoch unbedingt seine kleine Tochter sehen, bricht aus und wird nach einer kurzen Flucht wieder eingefroren - diesmal für 25 Jahre. So wiederholt sich die ganze Handlung dann auch mehrmals: Mason wird aufgetaut, flüchtet und wird wieder eingefroren. Dabei bleibt nicht nur die Logik - warum lässt man ihn nach Verbüßung seiner Haftstrafe nicht gehen -, sondern auch die Unterhaltung auf der Strecke.
Action gibt es kaum. Das kurze Handgemenge mit Jäger Genesse zu Beginn ist furchtbar unspektakulär. Weil Daniels hier nun auch nur einen Durchschnittsbürger gibt, darf er auch kaum seine Gliedmaßen sprechen lassen - eigentlich der Grund, warum man sich Filme mit ihm anschaut. Blödsinnige Logikfehler wie das Nichtaltern der restlichen Insassen nach zig Jahren und die unmögliche Beschaffung eines Hologrammprojektors, den Mason zur Flucht braucht, werden nicht weiter erklärt. Auch für B-Verhältnisse macht es das Skript sich hier und da etwas zu einfach. Unfreiwillig komisch wird es, wenn dem Häftling nach dem Auftauen erst mal die familiären Hiobsbotschaften vorgelesen werden und er sich selbst zum Krüppel macht, indem er Adrenalinspritzen verweigert (Motiv?). Die verhindern nämlich das Zusammenwachsen von Gelenken (???). Ach ja, sein Hobby ist übrigens Stricken - na, klingelt's?
Über Jahrzehnte hinweg werden die gleichen düsteren Gefängnissets benutzt, ohne sie auch nur mal ansatzweise zu verändern. Das Budget muss sichtlich knapp gewesen sein, denn für Action war, bis auf zwei kurze unspektakuläre Keilereien, kein Geld vorhanden. Während in, zugegeben gut gemachten CGI-Sequenzen Raumschiffe durch eine an Interner Link"Blade Runner" erinnernde Welt düsen, sieht auch das Außenareal des Gefängnisses immer noch wie 1997 aus. Die Flucht soll Mason dann nach unzähligen Versuchen zum Schluss unter Mithilfe einiger Insassen gelingen. Leider geschieht dies dann so völlig langweilig, wie der gesamte Film. Auch wenn man sich mit den langen Schatten, einem Korridor, der Menschen zu Eis gefrieren lässt, wenn man sich zu lange in ihm aufhält (ich würde einfach Lasersperren installieren), ein nettes Gimmick einfallen ließ. Zurück in der Freiheit wird Mason nach einem kurzen Intermezzo schließlich mit seinen Nachfahren (die ihn natürlich sofort erkennen) konfrontiert, was dann zu einem emotionellen Abschluss der Chose führt. Gute B-Science-Fiction sieht anders aus.

Langweiliger B-Science-Fiction-Film, in dem Unlogik und Langeweile dominieren. Die extrem schwache Inszenierung, die ewig gleichen, eintönigen Sets, eine sich immer wieder wiederholende Geschichte und die Abwesenheit von Action trüben das Filmvergnügen leider enorm. Da können auch ein paar ordentliche Effekte nichts mehr reißen. Allenfalls für Gary-Daniels-Komplettisten zu empfehlen. Die Freigabe ab 18 ist nebenbei ein Witz.



Bilder der DVD




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