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USA 1994
Originaltitel:Aswang
Alternativtitel:Unearthing, The
Länge:79:03 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Wrye Martin, Barry Poltermann
Buch:Wrye Martin, Barry Poltermann
Kamera:Jim Zabilla
Musik:Ken Brahmstedt
SFX:Tim Brown
Darsteller:Norman Moses, Tina Ona Paukstelis, John Kishline, Flora Coker, Victor Delorenzo, Mildred Nierras, Jamie Jacobs Anderson, Daniel Demarco, John Garekis, Lee Worrell
Vertrieb:HDMV
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:01.02.2011 (Kauf)



Inhalt
Es schien perfekt: Katrina (T. O. Paukstelis) kann aus ihrer ungewollten Schwangerschaft Kapital schlagen, indem sie sich gegen eine erkleckliche Summe als Peter Nulls (Norman Moses) Ehefrau ausgibt, damit dieser nach alten Bräuchen seines Clans das Familienerbe antreten darf. Nach der Scheinheirat lernt Katrina nicht nur die exzentrische Sippe kennen, sondern auch den furchtbaren Schrecken dämonischer Riten. Nichts ist wie es scheint. Der idyllische Landbesitz der Nulls wird zum höllischen Gefängnis, dessen Bewohner sich als grauenhafte Wesen entpuppen. Und Katrinas ungeborenes Baby erwartet wie seine Mutter ein unvorstellbares Schicksal.

Bild
Format1,66:1 (anamorph)
NormPAL
 Der deutschen Veröffentlichung von "Aswang" diente vermutlich das gleiche Master wie schon der US-Veröffentlichung als Vorlage. Denn für die Erstellung des Masters wurde das ursprüngliche Vollbildformat zwecks anamorphen Abtastung deutlich beschnitten (wie die im Bonusmaterial enthaltene Vollbildfassung beweist). Durch ein stets präsentes Rauschen fällt der Detailgrad nur mäßig aus. Letztlich ist das Ergebnis so aber besser als es mittels Rauschfilter zu verschlimmbessern. Ansonsten macht das Bild für eine Idenpendenproduktion einen soliden Eindruck. Farbtöne wirken zwar alles anderer als kräftig, doch ist dies gewollt und unterstützt die Stimmung des Films, was im Übrigen auch für den Kontrast gilt, der bewusst etwas steil gewählt wurde. Den Detailverlust in dunklen Szenen kann man der nicht immer optimalen Ausleuchtung anlasten. Vereinzelt sind kleinere Schmutzpartikel zu erkennen, die Kompression lässt hingegen keine Mängel erkennen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Beim Ton gibt es zwischen den beiden Sprachfassungen keine nennenswerten Unterschiede. Die werden erst mit den Dialogen hörbar, und dann kann die deutsche Synchronfassung punkten. Während die Originalfassung mit einem etwas dumpfen Dialogklang zu kämpfen hat, werden die deutschen Dialoge klar und sauber wiedergegeben. Dennoch überzeugen beide Fassungen mit einer guten Verständlichkeit. Ansonsten wird wie schon beim Bild eine solide Leistung dargeboten, bei der eine zufriedenstellende Balance ohne Höhepunkte geboten wird. Möglicherweise ist das so gewollt, doch ein etwas dynamischere Abmischung hätte einige Spannungsmomente sicher bereichert. Begleitende Untertitel gibt es nicht.
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Extras
Extras
  • Vollbildfassung (82:21 Min.)
  • Deutscher Trailer (1:53 Min.)
  • Promotrailer (2:00 Min.)
  • Releasetrailer (2:02 Min.)
  • Trailer "The Unearthing" (1:37 Min.)
  • Trailershow:
    • C2 Killerinsect (1:30 Min.)
    • Evil Ed (1:52 Min.)
    • Red Hunter (2:05 Min.)
    • Trucks: Out of Control (1:50 Min.)
    • American Karate Tiger (2:01 Min.)
  • Wendecover
VerpackungKeepCase
 Im Bonusbereich befinden sich neben 4 Trailer zum Film und einer Trailershow des Anbieters noch die Vollbildfassung von "Aswang" in deutscher Sprache. Diese fällt allerdings etwas schlechter als die anamorphe Hauptfassung aus. Besonders im Bereich Schärfe kann der Transfer kaum überzeugen. Das Rauschen gestaltet sich allerdings etwas besser, den es setzt deutlich niedriger an, und auch die Farben sehen nun kräftiger aus. In Bewegungen sind noch Ghosting-Effekte erkennbar, was aber nicht unbedingt problematisch ist. Aus atmosphärischer Sicht wirkt die Hauptfassung besser, möchte man aber ein etwas farbenfroheres Bild und zudem die Vollbildfassung sehen, ist diese Version unter den Extras eine gute Alternative. Trotz der geringen Laufzeitunterschiede sind beide Versionen identisch. Die DVD wird mit Wendecover geliefert.
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Fazit
Laut philippinischer Sage ist ein Aswang ein vampirartiger Dämon, der sich mittels überdimensionaler Zunge vom Blut Neugeborener ernährt. Und mit eben dieser Sagengestalt bekommt es eine werdende Mutter zu tun, die sich nach einer ungewollten Schwangerschaft in die Hände der reichen Familie Null begibt, um ihr Baby zu verkaufen. Doch scheinen die WendecoverNulls etwas völlig anderes im Sinn zu haben, als liebevolle Eltern zu sein. Mehr wird vom Inhalt nicht verraten, um die ungemein dichte Spannung nicht zu zerstören. Denn von Anfang an gelingt es den beiden Regisseuren Wrye Martin und Barry Poltermann, die im Übrigen auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnen, eine sehr unheimliche Grundstimmung aufkommen zu lassen. Desweiteren sorgen teils blutige aber vor allem morbide Abgänge einzelner Charaktere für wohldosierte Schockmomente. Lediglich die oftmals eingesetzte Zunge des Aswang sieht auf den ersten Blick trashig aus, doch man gewöhnt sich recht zügig daran. Denn was wirklich zählt, ist die Atmosphäre des Films, und diese ist durchgehend düster und beklemmend gehalten. Hierfür sorgt auch die Figurenzeichnung: Einerseits geben sich die Charaktere als völlig normal aus - abgesehen von klischeehaft-typischen Macken des Geldadels -, andererseits tragen sie düstere Geheimnisse mit sich. Auch die hochschwangere Katrina macht da keine Ausnahme, schließlich will sie ihr ungeborenes Kind verkaufen. Haben sich die Fronten geklärt und dank diverser Albträume Katrinas die wahren Absichten offenbart, lädt der scheinbar aussichtslose Kampf der jungen Frau gegen das Übernatürliche zum Mitfiebern ein - und wird für eine gehörige Portion Unwohlsein beim Zuschauer sorgen. Leider kann das hohe Niveau der ersten Hälfte nicht ganz gehalten bzw. das Potenzial in der zweiten Hälfte nicht komplett ausgeschöpft werden. Trotzdem bleibt es unterhaltsam, denn selbst nachdem sich der wenig vorhersehbare Plot enträtselt hat, gelingt es dem Regie-Duo weiterhin das Interesse des Zuschauers aufrecht zu erhalten. Die Schauspieler machen ihre Sache sehr ordentlich und sind maßgeblich am Gelingen der Verfilmung beteiligt. Die Effekte sind ebenfalls sehr ordentlich in Szene gesetzt worden, wenn auch die Zunge nicht wirklich bedrohlich erscheint und eher einem dicken Wurm ähnelt. Hier merkt man dem Werk das geringe Budget an. "Aswang" ist dennoch ein überraschender Debütfilm zweier unbekannter Regisseure geworden, die es erstaunlich gut verstehen, eine düstere Stimmung zu erzeugen. Leider völlig zu unrecht in der Masse diverser Horrorfilme untergegangen.

Bei wem das Interesse geweckt worden ist, sollte sich die DVD aus dem Hause HDMV unbedingt einmal zu mitternächtlicher Stunde zu Gemüte führen. Technisch ist die DVD zwar lediglich solides Mittelfeld - wobei auch die US-Veröffentlichung nicht besser ausschaut - und auch das Bonusmaterial ist sehr mager ausgefallen, doch wer auf eine tolle Atmosphäre gepaart mit blutigen Effekten Wert legt, ist bei dieser Veröffentlichung genau richtig. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass die hier präsentierte Fassung völlig ungekürzt ist.



Bilder der DVD




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Aswang (Special Edition)
NewsZwei Neuheiten von HDMV
Aswang
Aswang (Special Edition)
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