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USA 2009
Originaltitel:Murder Loves Killers Too
Alternativtitel:Murder Loves Killers
Länge:71:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Drew Barnhardt
Buch:Drew Barnhardt
Kamera:Kevin M. Graves
Musik:Ryan Franks
SFX:Eric Kirker, Dustin Owen
Darsteller:Allen Andrews, Christine Haeberman, Scott Christian, Kelly Devoto, Ryan Franks, John Jenkinson, Mary LeGault, Kathryn Playa, Kat Szumski
Vertrieb:Epix
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:27.11.2009 (Verleih) / 27.11.2009 (Kauf)



Inhalt
Psychopath Stevie hat ein großes Problem: Sexuelle Höhepunkte erreicht er nur durch das Morden. Passend für ihn, dass eine Gruppe Teenager es bei einem Wochenendausflug im Wald richtig krachen lässt. Nach und nach zerhackt und zerlegt er die feuchtfröhliche Teenie-Party, um seine Perversionen zu befriedigen ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Am anamorph abgelegten Bild gibt es nicht viel zu kritisieren, denn es handelt sich offensichtlich um eine Low Budget-Produktion, deren Mängel tolerierbar sind. Die Schärfe ist die meiste Zeit in Ordnung, wenn auch kein hoher Detailgrad vorliegt. Das mitunter kräftige Rauschen wird von der beinah statisch ausgelegten Kompression die meiste Zeit verlustfrei umgesetzt. Lediglich einige dunkle Aufnahmen entwerten die gute Qualität wegen der starken Aufhellung und deutlicher Blockbildung etwas.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Wieviel auch immer die deutsche Synchronisation dieses Films gekostet haben mag, sie war es letztlich nicht wert. Denn mit "Weekend Of Blood" hat es leider einen weiteren Titel erwischt, den man besser nur mit der englischen Tonspur als zusammen mit dieser miserablen Eindeutschung vertreiben sollte. Der Zuschauer -bzw. Zuhörer wird nicht gerade begeistert von der billigen Sprecherbesetzung, der ereignislosen Abmischung und dem schwachen Gesamtklang sein. Die mittelmäßige, weil im oberen wie unteren Frequenzbereich bedeutungslose Stereotonspur wird im Deutschen lediglich sehr laut auf das Boxensystem gebracht, was die stark komprimiert klingenden Laute hervorhebt. Im Original wird manchmal ein sehr brummiges Klangbild geboten, das allerdings die Sterilität der deutschen Version aussticht und auch etwas authentischer klingt. Liegt vielleicht an den etwas "nuttig" klingenden Sprecherinnen. Auf Untertitel muss man ebenso verzichten wie auf den auf dem Cover angegebenen 5.1-Ton. Letzteres ist allerdings wenig schlimm, denn diese Art von Film benötigt keine räumliche, klanglich exzellente Abmischung - eine "brauchbare" hätte bereits gereicht.
 +++---

Extras
Extras
  • Making Of (17:27 Min.)
  • Kommentar des Regisseus (8:55 Min.)
  • Die Geburt eines Killers (4:53 Min.)
  • Making The Music (11:42 Min.)
  • Special zum Filmtitel (14:34 Min.)
  • Originaltrailer (1:43 Min.)
  • Trailershow:
    • Blutige Hochzeit (1:26 Min.)
    • Invasion - Angriff der Körperfresser (1:09 Min.)
    • Bloody Sunday (1:58 Min.)
    • Lieben (3:17 Min.)
    • Eaten Alive (1:47 Min.)
    • How To Sell A Tit Wonder (1:58 Min.)
    • Sex & Sühne (1:44 Min.)
    • Coupling (1:28 Min.)
    • Monty Python - Die frühen Jahre (1:45 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial ist durchweg interessant und aufrichtig vorgetragen - leider aber nicht eingedeutscht. Das Making Of gibt einen ersten Einblick in die Gründe zur Enstehung des Films. Nicht nur der Budgetrahmen hatte großen Einfluss auf Genrewahl und die Filmidee, auch das frei zur Verfügung stehende Set trug wesentlich zur Entstehungsgeschichte von "Weekend of Blood" bei. Hier wird auch erläutert, welche Bedeutung der Originaltitel "Murder Loves Killers Too" hat. Der Kommentar des Regisseurs ist ein nettes Interview, u.a. weil Barnhardt ein Genre-Fan ist, der den Sinn von Referenzen, einem oft missbrauchten Stilmittel, verstanden hat. Er erläutert hier auch seine etwas ungewöhnliche Herangehensweise an den Stoff, die daraus resultiert, dass er aus der relativ verbrauchten Materie noch etwas mehr herausholen wollte. "Die Geburt eines Killers" ist die Erarbeitung des Charakters "Big Stevie", der bereits im Making Of vorgestellt wurde. Einiges wird von dort direkt übernommen. Die außergewöhnliche Filmmusik bekommt ein eigenes Kapitel im Bonusmaterial, in welchem Einflüsse und Zielstellungen vom Regisseur und vom Komponisten diskutiert werden. Man bekommt die teils außergewöhnlichen Stücke noch mal über den Film gespielt präsentiert, was deutlich macht, dass einige davon fast schon verheizt werden im Film. Das "Special zum Filmtitel" erörtert nicht nochmal den Originaltitel, sondern lässt den Regisseur fast 15 Minuten lang Alternativtitel vorlesen, die verworfen wurden.
 ++/---

Fazit
Ein kleiner Handbohrer geht in den Bauch, ein Messer ebenfalls, ein paar Eingeweide kommen hervor, es kommt zum Genickbruch und ein Messer landet in der Kehle, so dass die Spitze aus dem Hinterkopf ragt - klar, dass diese Szenen nicht aus dem Hause Pixar stammen und es ist auch unwahrscheinlich, dass jemand wie Uwe Ochsenknecht da mitwirkt. Also der übliche Slasher könnte man meinen, doch das ist er nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt, denn der Ablauf ist leider etwas unausgegoren aufeinander abgestimmt.

Denn wenn fünf junge Freunde rund um Aggie zur Blockhütte im Wald fahren und die nervigste Person bereits nach zehn Minuten aus dem Bild gezerrt wird, befinden wir uns inmitten des seelenlosen Abschlachtens. Da kann der Off-Erzähler zur Einführung auch noch so schwelgen - das überaus niedrige Budget und die Nullnummern von Mimen fallen sogleich ins Auge. Dazu gibt es keine Charakterzeichnungen, aber wozu auch, wenn nach genau 29 Minuten ohnehin nur noch ein potentielles Opfer am Leben ist.
Gestalten sich die Ableben bis dato überaus unspektakulär und kaum explizit in Szene gesetzt, hat Regisseur Barnhardt die spannenden Szenen ganz offensichtlich für den Zweikampf zwischen Gut und Böse aufgespart, die tatsächlich damit einsetzen, als versucht wird, einen Schlüssel mit dem Draht eines Kleiderhakens unter der Tür zu erwischen. Plötzlich harmoniert der Score genau mit dem Ablauf, die Kamera wird variabler und der Killer, ein vollleibiger Glatzkopf, der bis zum letzten Drittel gar nicht spricht, bekommt mehr Profil verliehen. Mehr noch, auf seine Lebenssituation, die sich im letzten Part offenbart, beruht ein kleiner Plottwist, der zwar mit der unlogischen Dampfhammer-Methode eingeläutet wird, dem Originaltitel aber erst einen Sinn verleiht.
Die Absicht ist also erkennbar: Auf der einen Seite widmet man sich auf inhaltlicher Ebene den billig heruntergekurbelten Genrevertretern der Achtziger, indem man auf übelste Darsteller zurückgreift und die preiswerteste Kulisse als Schauplatz wählt und nur am Rande, zwar zuweilen derbe abschlachtet, während der Morde jedoch nie auf Einfallsreichtum setzt. Auf der anderen Seite bricht man wiederum mit den Genrekonventionen und setzt auf einen durchschnittlichen dicken Amerikaner aus der unteren Mittelschicht, der seine Vorhaben wie eine alltägliche Selbstverständlichkeit in die Tat umsetzt und sich dabei nicht immer geschickt anstellt, minimale Schmunzler seitens der Zuschauer inklusive.

Doch weder Fleisch noch Fisch kommt dabei heraus, wenn beide Seiten nicht überzeugend umgesetzt sind. Für eine Hommage ist zu wenig Augenzwinkern vorhanden, für Sozialkritik sind die Figuren zu flach gezeichnet und auch wenn man am Ende mit kleinen Überraschungen aufzutrumpfen versucht, rettet das letztlich nicht mehr als einen durchschnittlichen Eindruck. Dank einigermaßen spannender Szenen im Mittelteil, wovon es insgesamt eindeutig zu wenige gibt, nur minimal darüber.



Bilder der DVD




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