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| Format | 1,78:1 (anamorph) |
| Norm | PAL |
| Das Bild der ersten Staffel hat noch mit ein paar Problemchen zu kämpfen, die teilweise vermeidbar wären. Dazu zählt die alles andere als ruhige Kompression, die nicht nur für eine ganze Menge Blockbildungen auf dem hin und wieder etwas verrauschten Bild führt, sondern auch die Details angreift. Deswegen sieht das Bild immer etwas detailarm aus, zumindest für eine TV-Serie. Außenszenen sehen etwas besser aus als das, was in Gebäuden geschieht. Das mag daran liegen, dass der Kontrast zu kräftig ausfällt. Die Farben sind dennoch passend, denn die gedämpfte Stimmung kann durch den Einsatz von kräftigen Farbtönen schnell aufgelockert werden. Bildkratzer sind kein Problem für das Bildformat, das anamorph auf DVD gebracht wurde, aber nicht danach aussieht. | |
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| Formate | Dolby Digital 2.0 Surround |
| Sprache | Deutsch, Englisch |
| Untertitel | Deutsch, Englisch |
| Bei der Tonwahl steht man eigentlich vor keiner Wahl: Die Surround-Abmischung ist im Grunde gleichwertig, nur bei den Dialogen, dem Wichtigsten im Film, schneidet die deutsche Synchro nicht allzu gut ab. Vor allem mag das an Spaders und Shatners kernigen Originalstimmen liegen, die kaum von einer Synchro geschlagen werden können. Surround-Effekte bekommt man praktisch nicht zu hören, lediglich während der Jingles zwischen einigen Szenen, also wenn die Kamera Boston abfilmt, wird es ein klein wenig weiträumig und auch sehr bassstark. Weitere potenzielle Surround-Momente bietet die Serie einfach nicht, u.a. weil kaum Außenszenen vorkommen. | |
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| Extras | DVD 5:
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| Verpackung | AlphaCase |
| Die Extras der ersten DVD-Staffel scheinen mir noch ein wenig darauf ausgelegt zu sein, Neulinge an die Serie heranzuführen. "Ein ungleiches Paar" schildert das seltsame Verhältnis zwischen den Charakteren Alan Shore und Denny Crane, welches sich in späteren Staffeln noch mehr herauskristallisieren wird. Auch "Das Gericht tagt" enthält eine Vielzahl an Szenen aus der Serie, die helfen sollen, sich in kürzester Zeit mit dieser und ihren Charakteren anzufreunden. Dazu erzählen Darsteller, Autor Kelley und Produzent Bill D'Elia, welche Erfahrungen sie beim Dreh sammeln konnten und dass sie sehr froh sind, an dieser Serie mitgewirkt zu haben. Es schadet nicht, die 11 Minuten anzuschauen, wenn man allerdings vorweg die Serie durch hat, muss man das nicht tun. Die "nicht verwendeten Szenen" beziehen sich auf die Pilotfolge, zu der gleich drei Versionen existierten. Kelley und D'Elia schildern in einem vorangestellten Kurzinterview, wie sie sich erst an die Ausrichtung der Serie herantasten mussten, indem sie sich von Vorgängerserien wie "Practice" entfernten. Die Szenen sind größtenteils ernster Natur, aber es funkelt auch ein wenig Witz durch, beispielsweise wenn Alan Shore von einer Richterin den Kopf verdreht bekommt, was einige Reaktionen des Endschnitts dieser Folge erklärt. | |
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| Der Beginn des Wahnsinns! Produzent David E. Kelley hat mit "Ally McBeal" und "Practice - Die Anwälte" die Dramatik einer Anwaltskanzlei bereits mehrfach erfolgreich umgesetzt, mal mehr amüsant, mal weniger. Mit "Boston Legal" durfte er (leider nur) 5 Staffeln lang das Genre auf wunderbare Weise umkrempeln: Seine Protagonisten, nach außen hin bieder gekleidete Karriereopfer in ihrer Welt voller Glanz und Glamour, haben bis auf wenige Ausnahmen alle einen dicken Sockenschuss weg. Die Pilotfolge steigt damit ein, dass Mr. Poole, einer der drei Partner der Kanzlei, halbnackt zu einer Besprechung auftaucht und kurzerhands in die Klappse verwiesen wird; der Zuschauer wird lediglich mit der Spitze des Eisberges konfrontiert, denn an Ego- und Exzentrikern mangelt es in der renommierten Firma nicht. Während der leicht demente, aber mit vielen Geistesblitzen gesegnete Seniorpartner Denny Crane seine Mitmenschen mit seiner unvergleichlichen Art zum Wahnsinn treibt, sorgt sein Kollege Alan Shore für offene Münder unter feindlichen wie freundlichen Anwält(inn)en und Richter(inne)n. Verhandelt werden Fälle, die so aussichtslos erscheinen, dass es beinah wie ein Karikatur aussieht, wenn Crane, Poole & Schmidt sie vertritt. Das allein sorgt allerdings nicht für die Lacher, die sehr intelligent und behutsam in die immer auch etwas dramatischen Geschichten eingewoben werden, sondern das Zwischenmenschliche in der Kanzlei: Vorrangig geht es um Rivalitäten zwischen dem chaotischen Teil der Truppe (glanzvoll gespielt: William Shatner und James Spader) und dem Ruhepol, der versucht, den Anschein von Seriösität gegenüber der Öffentlichkeit zu wahren, dem allerdings immer wieder die Argumente entzogen werden, weil die unbürokratische, scheinbar planlose Vorgehensweise so gut läuft. Vor allem geht es aber um eins: um Sex. Allerdings auf eine machohafte Weise, denn die alten "Säcke" graben ununterbrochen die jungen, sehr weiblichen Anwälte an. Besonders in dieser Hinsicht verliert das sonst bodenständige "Boston Legal" etwas den Bezug zur Realität, denn mit Monica Potter ( "Saw"), Rhona Mitra ( "Skinwalkers"), Kerry Washington ( "Lakeview Terrace") und Lake Bell ("Still Waters") sind vier heiße "Geschosse" am Start, die mit ihrer stilvollen Zurschaustellung weiblicher Reize fast schon etwas zu übertrieben aussehen für diesen Berufsstand.Mehrere Stränge durchziehen die Episoden der ersten Staffel, die noch nicht ganz so politisch motiviert ist wie spätere Staffeln. Den meisten Spaß wird man vermutlich mit dem handzahmen Serienmörder haben, dem man kein bisschen böse sein kann. Übrigens sind viele der Charaktere sehr vielseitig und menschlich gestaltet. Spaders Alan Shore wird man stellenweise ablehnen wollen, dann aber wieder wegen seines ungewöhnlichen Chauvi-Humors und seinem wunden Punkt (Frauen) mögen. "Boston Legal" ist eine der interessantesten und leider auch unterschätzesten Serien des letzten Jahrzehnts. Vielleicht liegt es an der schwer konservativen Aufmachung, dass kaum einer den brillianten, nahezu anarchischen Humor der Serie (er-)kennt. Die DVD-Auswertung ist zwar nur technisch durchschnittlich und verkommt wegen der Verpackung etwas zum Ramschprodukt, die erste Staffel gibt es aber mittlerweile für nur 10 Euro. Bei diesen Preis kann man nicht viel falsch machen, schließlich gibt es dafür über 11 Stunden gute Unterhaltung. |
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![]() | Druckbare Version |
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![]() | Boston Legal (Season Four) Boston Legal (Season Two) |
![]() | Emmy Awards 2005: Nominierungen bekannt |
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