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USA 1997
Originaltitel:Outsider, The
Alternativtitel:Gangsterworld
aka. Gangster World
aka. Semi Automatic
Länge:86:59 Minutenn (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:David Bishop
Buch:Patrick Highsmith, Evan Spiliotopoulos
Kamera:Ireneusz Hartowicz
Musik:Roger Neill
Darsteller:Xavier Declie, Stacey Williams, Gabriel Dell Jr., Bridget Flanery, Jerry Doyle, Lindsey Ginter, David Leisure, Julia Dahl, Randy Kovitz, Will Leong, Glenn Takakjian
Vertrieb:Epix
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:16.04.2010 (Kauf)



Inhalt
In der Zukunft gibt es keine Verbrechen mehr, denn die Menschen toben ihre Gewalt- und Sexfantasien an Androiden in Freizeitparks wie "Gangsterworld" aus. Eines Tages läuft das zentrale Computerprogramm Donald 2000 Amok und jagt mit seinen Killer-Robotern den Programmierer Garland Widmark. Dieser versucht mit allen Mitteln, den Park vor der drohenden Zerstörung zu retten.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Schwache Leistung in diesem Bereich und auch nur 2,5 Punkte wert, weil "Robotworld" vermutlich eine nahezu unterirdische Budgetierung erfuhr. Das anamorphe Bild ist nämlich alles andere als scharf. Eine Detaildarstellung existiert quasi nicht, die Konturendarstellung ist auch nur wenig ausgeprägt. Das stets präsente Rauschen, die Musterbildung auf grauen Flächen (davon besitzt der Film jede Menge) und die wenigen, aber gut sichtbaren Verschmutzungen sprechen eine klare Sprache: diese Vorlage war nicht für eine DVD bestimmt. Der Kontrast macht vor allem durch den schwachen Schwarzwert auf sich aufmerksam. Die vielen düsteren Innenszenen sehen deswegen wenig erbaulich aus.
 ++/---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Surround (Deu, En), Dolby Digital 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Bis auf die Titelmelodie klingt "Robotworld" nicht sonderlich klar oder dynamikreich. Effekte werden zwar mit ordentlich Wucht durch die Boxen gefeuert, es mangelt aber an den Feinheiten eines richtigen Actionfilms. Die deutsche Tonspur hat zwei riesige Makel: Zum einen ist der 5.1-Modus nicht brauchbar, weil wie zu besten Marketing-Zeiten ein mangelhafter Upmix erstellt wurde, der nicht viel mehr macht, als sämtliche Geräusche auf alle Boxen zu legen. Zu anderen ist die deutsche Synchro ein mörderischer Reinfall. Lange nicht mehr so einen schlecht besetzten, langweilig gesprochenen und mies übersetzten Film gehört. Ob es dem Zuschauer seltsam vorkommt, wenn sich zwei Männer über Todeskugeln unterhalten? Dann mal einfach den Originalton einschalten, es sollte den Witz erklären. Der Originalton hat zusätzlich den Nutzen, dass die Dialoge nicht ganz so aufgesetzt klingen.
 +++---

Extras
Extras
  • Originaltrailer (0:44 Min.)
  • Trailershow:
    • The Stepfather (1:56 Min.)
    • Bullet - Auge um Auge (1:33 Min.)
    • UFO (0:55 Min.)
    • Invasion - Angriff der Körperfresser (1:09 Min.)
    • Henry: Portrait Of A Serial Killer Part 2 (1:18 Min.)
    • Vergeltung der Verdammten (2:24 Min.)
    • H.P. Lovecraft's Necronomicon (1:27 Min.)
    • Lieben (3:17 Min.)
    • Saat des Bösen (1:23 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Als Bonusmaterial bekommt man das Standardmaterial, bestehend aus Trailern. Die alte Auflage von Planet Media bot leider auch nur Nebensächliches in diesem Bereich an. Zumindest passt diesmal das Coverdesign zum futuristisch angehauchten Film.
 /-----

Fazit
Referenzen an Michael Crichtons Interner LinkSciFi-Klassiker hin oder her, mit diesem TV-Abklatsch ist kein Blumentopf zu gewinnen. Aber ist es nicht oft so, wenn große Vorlagen für den nächsten Autokinoschmuddelfilm herhalten müssen? Mit nur wenig Variation wird die actionverheißende Dauerprügelei zwischen Roboter und Mensch in schlechtestem 90er Jahre-Stil runtergerasselt: billig, lustlos und so peinlich ideenlos, dass es kaum zu mehr als zur 0-Uhr-Wiederholung im Proletenfernsehen reicht. Seltsam sind dabei gleich mehrere Dinge: Die an sich interessante Kulisse eines Amerikas der 1920er Jahre kann sich gegen die billige Computerkulisse nicht durchsetzen, obwohl das die einzige Möglichkeit gewesen wäre, den Film nach etwas mehr aussehen zu lassen; die Kloppereien, die den gesamten Film durchziehen, sind etwas schroff zusammengebastelt worden, was den Eindruck erweckt, man würde auf eine 16er Fassung zurückgreifen; Sex und Gewalt kommen kaum zum Zuge, obwohl eine trashig überzogene Darstellung davon jeden C-Cineasten begeistert hätte. Den schwer überzogenen Charakteren fehlt auch der Witz, um über die relativ fix aufkommende Langeweile hinwegsehen zu lassen. Denn während der eine Filmheld ein ziemlicher Waschlappen ist, ist der andere etwas wortkarg und nicht sonderlich charismatisch. Arnie hatte das wesentlich besser drauf, der ließ in seinem großen Interner LinkSciFi-Epos allerdings auch eine Aura um seine Figur aufbauen, die unheimlich, fast mystisch war. In "Robotworld" gelingt das keinem der Maschinenmenschen, die zum reinen Vergnügen der Menschheit als Prügelnknaben in einem Themenpark bereitstehen.

Epix legt mit Nummer 9 der "Twilight Classics" keinen Klassiker vor, sondern eine Nullnummer, an der sich vor einigen Jahren bereits Planet Media versuchte, damals unter dem Titel "Gangsterworld". Die verzweifelten Versuche, "Robotworld" irgendwie mit den Großen des Genres in Verbindung zu bringen, sei es nun Interner Link"Terminator 3" oder eben Interner Link"Westworld", sollten dem Zuschauer warnen: Kaufe nicht blind, du könntest einen Reinfall erleben. Ist es in meinen Augen auch. Etwas Positives lässt sich aber auch berichten: Während die Covergestaltung der Reihe sonst eher störend ist, passt sie zu diesem Titel. Nichtsdestotrotz wird die magere DVD auf dem 3-Euro-Krabbeltisch enden.



Bilder der DVD




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