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USA 1989
Originaltitel:Sundown - The Vampire in Retreat
Alternativtitel:Sundown - Der Rückzug der Vampire
aka. Tod im Morgengrauen, Der
Länge:100:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Anthony Hickox
Buch:John Burgess, Anthony Hickox
Kamera:Levie Isaacks
Musik:Richard Stone
SFX:Doublin Effects, Modern Moving Images, The Physical Effects Group
Darsteller:David Carradine, Morgan Brittany, Bruce Campbell, Jim Metzler, Maxwell Caulfield, Deborah Foreman, M. Emmet Walsh, John Ireland, Dana Ashbrook, John Hancock, Marion Eaton, Dabbs Greer, Bert Remsen, Sunshine Parker, Helena Carroll, Elizabeth Gracen
Vertrieb:Epix
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:26.02.2010 (Kauf)



Inhalt
Vampirfürst Graf Mardulak hat den Seinen im heißen Westernstädtchen Purgatory ein friedliches Paradies geschaffen. Seine Kolonie bezieht ihren Lebenssaft aus einer kunstblutproduzierenden Fabrik. Als diese Nahrungsquelle zu versiegen droht, macht ein Blutsauger alter Schule gegen Mardulaks Gefolgschaft mobil. Der Kampf der Vampire beginnt ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Aufarbeitung des mittlerweile 20 Jahre alten Materials fördert ein paar interessante Ergebnisse zutage. Das anamorphe Bild ist erfreulicherweise komplett bereinigt und rauscht fast nicht. Die Farben sind bis auf eine auffallend blasse Szene im Dunklen (Höhle) vergleichsweise kräftig ausgefallen. Ich meine, an ein paar Stellen im Restaurant einen Blaufilter zu erkennen, der dafür sorgt, dass sämtliche Charaktere (in diesem Fall: Untote) noch etwas ungesünder aussehen.
Für eine DVD und das Filmalter erbringen sowohl Schärfe als auch Detailgrad ordentliche Werte. Allerdings erkennt man beim genaueren Hinsehen, dass Details noch etwas glatt aussehen. Möglicherweise liegt das an der Rauschfilterung. Obwohl dem Stream vergleichsweise viel Speicherplatz eingeräumt wird, machen sich ein paar Strukturen im Rauschen breit, die von der MPEG-Konvertierung stammen könnten, allerdings erst auftauchen, wenn man das Bild auf einem zu großen Bildschirm betrachtet. Trotz dieser eher geringfügigen Mängel gefällt mir die Bildqualität. Das Format liegt statt der Coverangabe von 1,85:1 tatsächlich in 2,35:1 vor.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Deu), Dolby Digital 5.1 (En)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelEnglisch
 Der Film wurde in Dolby Stereo gedreht, also ist für die deutsche Synchronisation auch nur dieser Tonmodus anwählbar. Klingt auch ganz ordentlich, wenn man keine gehobenen Ansprüche stellt. Lediglich die Durchdringung der Hintergrundgeräusche könnte besser sein. Für die englische DVD wurde ein Dolby Digital 5.1-Upmix angefertigt, der sich auch auf dieser DVD wiederfindet. Ihm merkt man eine nette Dynamik und Klangtreue beim Einsatz von Musik ein, die sich dann natürlich auf den hinteren Lautsprechern mit einfindet. Für den Einsatz von richtigen Surround-Effekten reicht es allerdings kaum. Der englische Ton hat trotzdem ein paar Nachteile: Er ist vergleichsweise leise, so dass die Dialoge etwas zu filigran klingen, falls man nicht lauter stellt. Englische Untertitel werden mitgeliefert, so dass man den Originalton mitlesen kann, falls man nicht gut genug versteht. Deutsche Untertitel fehlen dafür.
 +++/--

Extras
Extras
  • Trailer:
    • Blutige Hochzeit (1:26 Min.)
    • John Carpenter: Fürst der Dunkelheit (1:41 Min.)
    • Invasion - Angriff der Körperfresser (1:09 Min.)
    • The Shunned House (0:45 Min.)
    • I Am The Ripper (1:26 Min.)
    • Dark Hunters (1:28 Min.)
    • Freak Out (1:40 Min.)
    • Blood And Donuts (1:38 Min.)
    • Vampire Hunters (1:09 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Die Trailershow enthält zwar ausschließlich Genre relevante Filme, das war es dann aber auch schon im Bonusbereich. Der Audiokommentar und die Interviews der US-DVD konnten offenbar nicht lizensiert werden.
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Fazit
- "Bestimmt wird ihr der Trip nach Purgatory gut tun. Da trifft sie nette, durchschnittliche, ganz normale Menschen." (David Harrison)

Im Anschluss an seinen bemerkenswerten Interner Link"Waxwork", der Komödie mit unterhaltsamen Horror-Zitaten versah, schob der Brite Anthony Hickox gleich noch eine Horrorkomödie hinterher: den vampirischen "Sundown". Diesmal wird es allerdings richtig skurril, denn eine Stadt mitten in der Wüste wird bevölkert von Vampiren, die sich mittels Sonnenbrillen, -creme und -schirmchen vor den tödlichen Strahlen schützen. Das Oberhaupt der Stadt, Graf Mardulak, natürlich selbst ein Vampir, bemüht sich seit einiger Zeit, einen Blutersatz herzustellen, um seine durstige Gefolgschaft zu ernähren. Denn die althergebrachte Weise, mordend an den roten Lebensaft zu gelangen, ist für ihn völlig tabu: Wer dabei erwischt wird, wie er einen Menschen ohne Erlaubnis aussaugt oder tötet, hat mit drakonichen Strafen zu rechnen. Graf Mardulak, der des Tötens leid ist, hofft, eines Tages in friedlichem Nebeneinander mit den Menschen leben zu können. Doch da durchkreuzt die eigene Brut seine Pläne ...
Auf den ersten Blick sieht die Handlung nach hartem Tobak aus, den Hickox allerdings mit jeder Menge Humor entschärfen kann. Ihm gelingt eine herzliche, aber nicht kitschige Satire, ohne auch nur einmal auf Slapstick zurückgreifen zu müssen. Der Witz entsteht vielmehr aus der skurrilen Situation des kleinen Städtchens Purgatory. Da sitzen beispielsweise die heimischen Vampire im Restaurant und ärgern sich nicht über die grünlich vergammelten Pommes Frites, sondern darüber, dass sie überhaupt mit diesem menschlichen Fraß versorgt werden, der einzig die Funktion hat, Fremden gegenüber den Schein von Normalität vorzugaukeln. Die Anwohner verstecken sich nicht nur unter Hüten und übergroßen Sonnenbrillen, sondern kleiden sich exakt so, wie es jener Epoche entsprach, aus der sie ursprünglich entstammen. Das fördert herrlich exzentrische Charaktere zutage wie das alte Pärchen im Gemischtwarenladen oder die drei Opas von der Tankstelle, die im Takt auf der Hollywoodschaukel wippen und dabei aussehen, als ob sie gleich die E-Gitarren zücken würden, um gemeinsam "Viva, Las Vegas" anzustimmen. Die Krone setzt dem ein kleines Staraufgebot auf: David Carradine ("Kung Fu") als pazifistischer Vampirfürst, der kein Blut mehr sehen kann, ist eine sehr gute Wahl, denn trotz der düsteren Aura, die ihn umhüllt, bleibt er wie alle anderen Vampire sympathisch. Bruce Campbell (Interner Link"My Name is Bruce") trottelt als Van Helsing-Nachkomme durch den Film und sorgt für jede Menge amüsante Momente, u.a. weil ihm die hübsche Blondine Sandy (bezauberd: Deborah Foreman, "Die Horror-Party") schöne Augen macht.
"Sundown" ist nicht grundlos erst ab 16 Jahre freigegeben, denn die sparsam eingesetzten Bluteffekte sorgen dann doch noch dafür, dass das junge Publikum wegschauen muss. Den erwachsenen Zuschauer wird es allerdings umso mehr freuen, dass eine Enthauptung ebenso wenig ausgespart wird wie die blutige Schießerei der letzten halbe Stunde. Zumal vieles davon den humorvollen Kontext nicht sprengt, sondern vielmehr unterstützt. Gleiches gilt für die beinah niedlich aussehenden Fledermauseffekte, denen man nur zu deutlich ansieht, dass einfache Stopmotion-Verfahren zur Anwendung kamen.

Rundum gelungene Vampirkomödie, die mit einer frischen Idee aufwartet und trotz der fast 100 Minuten Spielzeit keine Längen aufweist. Der Genremix besitzt sogar ein paar Westernmotive und ist trotzdem nicht überladen. So stellt man sich hervorragende B-Film-Unterhaltung vor. Also: Ab ins malerische "Höllenfeuer"!
Die deutsche DVD ist empfehlenswert, besitzt allerdings weder ein ansprechendes Cover, noch nennenswerte Extras.



Bilder der DVD




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News"Sundown: The Vampire in Retreat" als Special Edition von Lionsgate
IMDb.com OFDb.de



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